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SC DHfK ist zurück in der Krise: Manager droht Spielern mit Rauswurf - Oehlrich fällt aus

SC DHfK ist zurück in der Krise: Manager droht Spielern mit Rauswurf - Oehlrich fällt aus

Farblos, saftlos, kraftlos: Die Fans des SC DHfK Leipzig konnten am Donnerstag kaum glauben, was sie da von ihrer Mannschaft beim Spiel gegen die TSG Friesenheim sahen.

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SC DHfK-Manager Maik Gottas.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Ein Team, das vor allem in der Abwehr einem keineswegs übermächtigen Gegner teilweise hilflos ausgeliefert war und am Ende 37 Gegentore hinnehmen musste.

Am Freitag dann die nächste Hiobsbotschaft: Kreisläufer Thomas Oehlrich verletzte sich während der Begegnung schwer. Der Kapitän zog sich ohne Fremdeinwirkung einen komplizierten Muskelriss im Unterschenkel zu, diagnostizierte Mannschaftsarzt Pierre Hepp (Unikiklinik Leipzig). Oehlrich wird in der aktuellen Saison wohl nicht mehr auflaufen können. Weil auch Rico Göde verletzt ist, stehen die Leipziger nun ohne echten Kreisläufer da.

Den Gemütszustand von Manager Maik Gottas dürfte die Nachricht weiter verschlechtert haben. Auch am Tag nach dem 31:37 hatten sich seine Emotionen nicht abgekühlt. „Das war überheblich und nachlässig, was die Jungs gezeigt haben“, sagte Gottas. Die Abwehr habe nicht zugepackt. Die Statistik bestätige das. Nicht eine Zwei-Minuten-Strafe mussten die Grün-Weißen einstecken, Indiz für eine zu passive Deckung. „Da geht es beim Frauenhandball brutaler zu“, polterte Gottas.

Die Friesenheimer Rückraumschützen Stefan Just und Cornelius Maas agierten fast nach Belieben, erzielten jeweils elf Tore und brachten zusätzlichen noch ihre Kollegen am Kreis für weitere Treffer in Stellung. Nach dem Abpfiff musste die gesamte Mannschaft vor den Sponsoren im VIP-Bereich antreten. Kapitän Thomas Oehlrich ergriff als einziger Aktiver das Wort, fand aber keine Erklärung für die Pleite.

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DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich wird in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen können. (Archivfoto)

Quelle: Elmar Keil

Dabei hatte der SC DHfK den April als Monat der Aufholjagd in der zweiten Bundesliga ausgerufen. Mit möglichst vier Siegen aus vier Heimspielen in Folge wollten die Leipziger die Abstiegsregion in der Tabelle verlassen und die bisher verkorkste Saison noch versöhnlich gestalten. Den Auftakt machte ein 32:27-Sieg gegen Hüttenberg. „Die Jungs dachten danach, der Abstiegskampf ist jetzt beendet“, schimpfte Gottas weiter.

Keine Woche später folgte der Rückfall. „Ich verstehe die Jungs nicht“, so Gottas. Noch will der Manager nicht reagieren. Im Dezember vergangenen Jahres hatte er nach einer Pleitenserie Steve Baumgärtel und Till Riehn für mehrere Wochen suspendiert. „Ich hoffe, dass die Niederlage lehrreich war und jetzt von den Spielern Anstöße kommen“, sagte der Manager.

In den kommenden beiden Wochen folgen nun die Abstiegsgipfel gegen die Kellerkinder Ferndorf und Leutershausen in eigener Halle. „Wenn wir da wie gegen Friesenheim auftreten, verlieren wir auch diese Spiele“, ist sich Gottas sicher. Sollte sich die Einstellung in den nächsten Partien nicht ändern, wolle der Manager für einige seiner Spieler die Papiere fertig machen.

Matthias Roth

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