Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
SC DHfK mit Leistungsexplosion – Abwehrschlacht gegen Rhein-Neckar-Löwen

Handball-Bundesliga SC DHfK mit Leistungsexplosion – Abwehrschlacht gegen Rhein-Neckar-Löwen

Den Traumstart mit 7:1 Punkten hat der SC DHfK verpasst, einen Negativstrudel aber abgewendet. In Coburg meldete sich die Offensive eindrucksvoll zurück. Jetzt kommen die Rhein-Neckar-Löwen nach Leipzig.

DHfK-Coach Christian Prokop stellt seine Männer auf die nächste Aufgabe ein. Am Donnerstag kommt mit den Rhein-Neckar-Löwen der Deutsche Meister in die Arena.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es war die richtige Reaktion nach der Heimniederlage gegen Hannover-Burgdorf und eine Kampfansage vor dem schweren Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen am kommenden Donnerstag (Anwurf 19 Uhr in der Arena). Der SC DHfK Leipzig hat mit dem 33:31-Sieg in Coburg am Sonntag nicht nur einen beginnenden Negativlauf verhindert, sondern sich im Mittelfeld der Handball-Bundesliga mit 5:3 Punkten zunächst festgesetzt.

"Mental war der Erfolg unheimlich wichtig", sagte DHfK-Trainer Christian Prokop. Der Coach hat einige Stellschrauben im Angriff verändert. Das Spiel zuvor in Magdeburg war eine reine Abwehrschlacht. Vor allem durch die Tore von Andreas Rojewski nahmen die Leipziger aber am Ende einen Punkt mit nach Hause. Gegen Hannover erlebte die Offensive des SC DHfK dann einen gebrauchten Tag und verschenkte einen durchaus möglichen Sieg.

In Coburg gab die Mannschaft nun die richtige Antwort. Rojewski meldete sich nach einem Hänger in der letzten Begegnung mit acht Toren eindrucksvoll zurück. Aufbauarbeit musste Prokop bei seinem Rückraumspieler nicht leisten, mit seiner Erfahrung trumpfte er von allein auf.

Aivis Jurdzs, in den ersten Spielen glücklos agierend, ließ sich von seinem Kollegen förmlich mitziehen und erzielte sieben Treffer. "Er hat sich selbst aus dem Tief gezogen", so der Trainer. Und auch Kapitän Lukas Binder ist wieder da. Ihm gelang gegen Hannover-Burgdorf wenig, nun verbuchte er ebenfalls sieben Treffer auf seinem Konto. Die Leipziger spielten so die Halle ruhig. Die knapp 3000 euphorischen Fans verwandelten die Heimstätte des Aufsteigers zu Beginn noch in ein Tollhaus.

Prokop ließ seine Abwehr mit Druck spielen und der SC DHfK legte so die Basis für Tempotore im Konter. Einziges Manko in der zweiten Halbzeit: "Wir sind nicht mehr so schnell zurückgelaufen wie zuvor", bemängelte Prokop. Coburg holte so Treffer für Treffer auf, ohne die Partie aber zu kippen.

Neben dem erneut überragenden Keeper Jens Vortmann verdienten sich zwei weitere Spieler ein Extralob: Roman Becvar und Christoph Steinert. Der Tscheche ist nach seiner Verletzung nun eine weitere Stütze im Team und hat neuen Schwung ins Spiel gebracht. "Er hat seltene Spielzüge bei uns angezogen, die kannte der Gegner noch nicht vom Videostudium", freute sich Prokop. Steinert spielte nach einer Wadenzerrung von Peter Strosack auf Rechtsaußen. "Das hat er flink und clever gelöst", schätzte sein Trainer ein.

Die Leistungsexplosion kam zur richtigen Zeit. Der nächste Gegner heißt Rhein-Neckar-Löwen und ist der Deutsche Meister. Auch die Mannheimer sind mit einer überragenden Deckung verwundbar. Das haben zuletzt die Flensburger bewiesen. Die Löwen erzielten nur 17 Tore und verloren zu Hause. Abwehrschlachten beherrschen auch die Leipziger. Das Video vom Spitzenspiel hat sich Prokop schon zweimal angesehen. Jetzt stellt er seine Männer auf die nächste Aufgabe ein.

Von Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News