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SC DHfK mit Pieczkowski gegen Melsungen – „Kein Kindergartenrückraum“

Handball-Bundesliga SC DHfK mit Pieczkowski gegen Melsungen – „Kein Kindergartenrückraum“

Nach zwei deftigen Niederlagen in der vergangenen Saison ist der SC DHfK Leipzig am Samstag gegen Melsungen heiß auf eine Revanche. Niclas Pieczkowski kehrt nach seiner Verletzung zurück.

Aivis Jurdzs und Niclas Pieczkowski können am Samstag gegen Melsungen wieder gemeinsam auflaufen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Ein Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga zeigt „wie verdammt eng alles ist und das gerade jeder jeden schlagen kann“, sagt DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther mit viel Respekt. Gar nicht so übel also, dass die Leipziger nach fünf Partien auf Rang neun stehen, meint Trainer Christian Prokop: „Von mir aus könnte die Tabelle am Ende so aussehen“, zeigt er sich mit der bisherigen Ausbeute von 5:5 Zählern zufrieden.

Doch nun kommt ausgerechnet MT Melsungen in die Arena Leipzig. Der Vorjahresvierte bezwang die Grün-Weißen letzte Saison mit elf und acht Toren Unterschied, fügte dem SC DHfK zudem die höchste Heimpleite zu. „Diesmal wollen wir viel stärker aussehen“, kündigt Prokop an und fügt hinzu: „Unsere Mannschaft hat sich auch verändert.“

Melsungen startete mit zwei Gesichtern in die neue Spielzeit, liegt auf Platz 13 und damit weit hinter seinen Erwartungen. „Sie sind keine Wundertüte, sondern ein stark besetztes Team“, meint Prokop. Da wären zum Beispiel die beiden konterstarken Außenspieler Johannes Sellin und Michael Allendorf, sowie der schwedische Torhüter Johan Sjöstrand. Leipzigs Kreisläufer Benjamin Meschke hat aber einen Plan: „Sie sind mental anfällig, wir müssen also einen guten Start hinlegen.“ Der Aspirant auf einen internationalen Startplatz ließ bereits mit Neuverpflichtungen für 2017/18 aufhorchen. Tobias Reichmann und Finn Lemke, Bronzemedaillengewinner in Rio, spielen kommende Saison in Melsungen.  

In Leipzig freut sich dafür Trainer Prokop über die Genesung seines Europameisters Niclas Pieczkowski nach einem Bänderriss. In Kombination mit Roman Becvar sowie Max Jahnke kündigt er auf der Position an: „Das ist kein Kindergartenrückraum.“ Etwas jugendlicher geht es dafür beim SC DHfK auf den Außenpositionen zu. Nach den Verletzungen von Marvin Sommer und Peter Strosack wurden die Nachwuchstalente Marc Esche (18) und Sebastian Naumann (19) vom Kooperationspartner SG LVB Leipzig vorerst in den Kader zurückgeholt.  

Zweieinhalb Wochen liegen zwischen der knappen 24:25-Niederlage gegen den Meister Rhein-Neckar Löwen und dem Heimspiel am Samstag. Nicht gerade förderlich, aber aufgrund der Spielverlegung gegen Flensburg unumgänglich, wie Prokop meint. Der Trainer nutzte die Zeit, um das Angriffsspiel seines Teams weiter zu verbessern: „Wir müssen es schaffen, unberechenbarer für den Gegner aufzutreten“, sagt der 37-Jährige. Zudem wurde viel Athletik und Kondition geschrubbt.  

2500 Tickets sind bisher für das dritte Heimspiel verkauft. Verliert der SC DHfK in seiner zweiten Bundesligasaison bereits an Popularität bei den Fans? 4.360 Zuschauer kamen durchschnittlich in der vergangenen Spielzeit. „Wenn man die Zahlen bei den Spielen gegen die bisherigen Teams direkt vergleicht, sind die Zahlen etwas zurückgegangen“, sagt Günther. Allerdings relativiert der Geschäftsführer, dass der vergangene Saisonstart aufgrund des warmen Wetters ähnlich verlief. Zudem sei das Faninteresse rund um den Fußball-Bundesligisten RB Leipzig nicht wegzudiskutieren. Der Verein will sich nun überlegen, wie Zuschauer aus dem Umland oder auch Studenten gewonnen werden können. Die einfachste Rechnung für Günther ist aber folgende: „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, dann kommen die Zuschauer automatisch.“

Anne Grimm

So sieht es aus, wenn der SC DHfK den Nachwuchs für den Handballsport begeistert:

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