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SC DHfK spielt schon nächsten Mittwoch um Zweitligaaufstieg – Lizenz für DHC Rheinland

SC DHfK spielt schon nächsten Mittwoch um Zweitligaaufstieg – Lizenz für DHC Rheinland

Jetzt geht es auf einmal ganz schnell für die Handballer des SC DHfK Leipzig. Schon nächste Woche Mittwoch könnte in der Ernst-Grube-Halle die große Feier zum Aufstieg in die zweite Bundesliga steigen.

Leipzig/Dortmund.   

Der Grund: Am Montagabend hat das Schiedsgericht der Handball-Bundesliga (HBL) einer Klage von Erstligist DHC Rheinland statt gegeben. Das bestätigte HBL-Sprecher Oliver Lücke am Morgen gegenüber LVZ-Online. Einzelheiten sollen im Laufe des Tages mitgeteilt werden. Der insolvente Erstligist hatte zunächst auch für die zweite Liga keine Lizenz bekommen. Die Richter sahen das nun anders und erteilten dem Team aus Dormagen in letzter Minute die Spielgenehmigung doch noch. Die Entscheidung hat Auswirkungen auf die Relegationsspiele um die beiden letzten Startplätze in der zweiten Bundesliga.

Die Verantwortlichen der Handball Bundesliga (HBL) hatten sich zunächst einen Modus ausgedacht, um die versagte Spielberechtigung des DHC Rheinland zwischen den Zehnten der Zweitliga-Staffeln Nord und Süd ausspielen zu lassen. Hinzu wären Ausscheidungsspiele der beiden Elften um den letzten Relegationsplatz gekommen. Dieses Konstrukt ist nun hinfällig und die HBL kehrt zu ihren ursprünglichen Plänen zurück. „Das ist die Quadratur des Kreises“, meinte  Lücke.

Jetzt spielen die beiden Drittligameister SC DHfK Leipzig und die HSG Tarp-Wanderup gemeinsam mit einem Zweitligavertreter aus der Staffel Nord um die Qualifikation zur 2. Bundesliga. Zunächst treten die Leipziger am kommenden Sonnabend in Schleswig-Holstein an. Am Mittwoch darauf ist dann der Zweitligist in der Ernst-Grube-Halle zu Gast. Für Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball GmbH, steht bis dahin logistische Schwerstarbeit auf dem Programm. „Wir hatten von allen Seiten die Signale erhalten, dass der DHC Rheinland keine Lizenz bekommt“, so Günther.

Die Leipziger hätten nach bisherigen Planungen erst am 28. Mai oder 4. Juni ihr Ausscheidungsspiel auf eigenem Parkett bestritten. Nächsten Mittwoch, so Günther, ist die Ernst-Grube-Halle eigentlich durch die Universität belegt. „Da müssen wir jetzt kurzfristig eine Lösung finden“, erklärte der Geschäftsführer. Der Kartenvorverkauf solle nicht vor Donnerstag starten. Fans mit einem Ticket vom letzten Ligaspiel gegen Bad Neustadt werden bevorzugt behandelt. Die Ernst-Grube-Halle biete 1900 Zuschauern einen Platz. „Sollte die Nachfrage noch größer sein, organisieren wir ein Public Viewing vor der Halle“, kündigte Günther an.

Unklar ist bis jetzt allerdings, auf welches Profiteam aus der zweiten Liga der SC DHfK trifft. Das entscheidet sich erst am letzten Punktspieltag am Sonnabend. Eigentlich hat der Zehntplatzierte über den Umweg Relegation die Chance die Klasse doch noch zu halten. Derzeit belegt der Wilhelmshavener HV diesen Rang. Die Jadestädter verzichten aber aus finanziellen Gründen. Damit rückt der Elfte nach. Um diesen Platz streiten noch die punktgleichen Vertretungen aus Dessau-Roßlau und Altenholz. Der Unterschied im Torverhältnis macht gerade vier Treffer aus.

DHfK-Trainer Uwe Jungandreas will sich an Rechenspielen nicht beteiligen. "Für uns als Mannschaft zählt zunächst nur, dass wir die Aufgabe am Sonnabend in Tarp erfolgreich lösen“, sagte er. Am Donnerstag steigt dann auch Superstar Joel Abati ins Mannschaftstraining ein. Gemeinsam mit dem früheren HSV-Torhüter Goran Stojanovic verstärkt der Franzose die Leipziger für zwei Spiele.

Der SC DHfK fährt am Sonnabend per ICE nach Hamburg und von dort mit dem eigenen Bus die restlichen 150 Kilometer ins 5400-Einwohner-Städtchen Tarp. Anwurf ist um 17 Uhr.

Für Anhänger organisiert der Verein einen Fanbus. Abfahrt ist am Spieltag um 8 Uhr, die Rückkehr am Sonntag um 3 Uhr geplant. Der Ausflug kostet 40 Euro. Interessenten melden sich per Mail unter sponsoring@scdhfk-handball.de oder direkt in der Geschäftsstelle unter der Rufnummer 0341/9821122. Wer zu Hause bleibt, kann das Spiel über den Live-Ticker von LVZ-Online verfolgen.

Matthias Roth

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