Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
SC DHfK startet in die neue Saison - Qvist geht

Trainingsauftakt bei 33 Grad SC DHfK startet in die neue Saison - Qvist geht

Beim SC DHfK Leipzig gibt es kein hitzefrei: Die Erstligahandballer sind am Donnerstag bei 33 Grad in die neue Saison gestartet. Für einige Neuzugänge kam die intensive Einheit überraschend.

Trainingsauftakt beim SC DHfk: Coach Christian Prokop (3.vl.) mit den Neuzugängen Milos Putera, Sergey Zhedik, Christoph Steinert, Marvin Sommer und Aivis Jurdsz (v.l.)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Diese Vorbereitung wird kein Zuckerschlecken: Die Erstligahandballer des SC DHfK Leipzig sind am Donnerstag auf dem Testfeld an der Jahnallee in die neue Saison gestartet. Trainer Christian Prokop kannte bei 33 Grad und praller Sonne kein Erbarmen: Er ließ seine Männer drei 800-Meter- und drei 1000-Meter-Läufe absolvieren. Zum Abschluss spendierte der Coach noch eine Staffel als Sahnehäubchen. "Die Vorbereitung wird anstrengend, damit Leipzig auch künftig den Handball zeigt, den die Fans kennen", so der Trainer.

Auch die Spieler selbst gingen hochmotiviert in die Einheit und schenkten sich nichts. Zu spüren bekamen das vor allem die Neuzugänge, die mit so einer Schlagzahl nicht gerechnet hatten. "Da war schon im ersten Training unfassbar viel Kampf drin", meinte Christoph Steinert, der von Absteiger GWD Minden nach Leipzig gewechselt ist und erst am Morgen ankam.

Sergey Zhedik wollte bei seiner Premiereneinheit in Deutschland glänzen. "Es war ziemlich hart für mich, weil ich nicht wusste, wie lange das Training dauert. Ich habe gleich volle Pulle begonnen, am Ende hat die Kraft gefehlt", so der 25-Jährige. Der russische Nationalspieler hatte mehrere Angebote von europäischen Verein. Am Ende war die Verlockung in der deutschen Bundesliga zu spielen aber am größten. "Deshalb habe ich mich für Leipzig entschieden", sagte Zhedik. Neben den Übungsstunden heißt es für den Neuzugang in nächster Zeit: Vokabeln pauken. Er will sich so schnell wie möglich mit seinen Kollegen ordentlich unterhalten. Bis dahin übersetzt ein weiterer Neuzugang: Aivis Jurdsz, der neben seiner Heimatsprache Lettisch auch perfekt Russisch und sehr gut Deutsch spricht. Wegen seiner Durchschlagskraft im linken Rückraum wird der 31-Jährige in Fachkreisen auch der "Hammer von Riga" genannt.

Arbeitsgericht entscheidet über "Königstransfer"

Für Prokop ist Jurdsz der "Königstransfer des SC DHfK". Er sei nicht nur im Angriff kaum zu stoppen, auch in der Verteidigung habe er eine hohe Qualität. Sein alter Verein ThSV Eisenach weiß das auch und sendet noch immer Störfeuer in Richtung Leipzig. "Wir gehen wegen einer Klausel in seinem Vertrag davon aus, dass er sich bei uns bis 2016 verlängert hat", erklärte ThSV-Vereinssprecher Thomas Levknecht. Das Arbeitsgericht soll den Streit in den nächsten Wochen entscheiden. An eine Rückkehr nach Thüringen ist allerdings nicht zu denken, weil Jurdsz in der kommenden Saison nur eine Spielgenehmigung für Leipzig besitzt. Am Sonntag will der Rechtshänder mit seiner Familie nach Sachsen umziehen.

Eine Wohnung sucht noch Christoph Steinert. Wegen der juristischen Streitigkeiten von Minden um den Klassenerhalt, war lange Zeit unklar, ob er überhaupt umziehen kann. "Jetzt muss ich erstmal alles kündigen", so der 25-Jährige. Seine Freundin, der Hund und die Katze kommen deshalb erst später nach Leipzig nach. Eingewöhnungsprobleme wird Steinert kaum haben. Viele Spieler kennt er aus gemeinsamen Zeiten im Nachwuchs des SC Magdeburg. Dort hat er auch erstmals mit Prokop zusammengearbeitet. "Ich bin von dem Trainer überzeugt, will mich bei ihm weiterentwickeln", meinte Steinert.

Qvist verlässt den SC DHfK

Vom SC DHfK verabschiedet hat sich dagegen Michael Qvist. Nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr hat er kaum für die Grün-Weißen gespielt. "Für ihn wäre es in der neuen Saison schwer geworden, deshalb haben wir den Vertrag aufgelöst", berichtete Prokop. Qvist sucht in seiner Heimat Dänemark einen neuen Verein.

Franz Semper und Lucas Krzikalla gehen am Freitag keinen Schritt ohne ihre Handys aus dem Haus. Junioren-Bundestrainer Marcus Baur will nämlich sein Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Brasilien per Mail den Spielern mitteilen. Während Krzikalla als Wackelkandidat gilt, darf sich Semper berechtigte Hoffnungen machen. Gespielt wird vom 19. Juli bis 2. August.

Und noch zwei Personalien: Sebastian Greß und A-Jugend-Torhüter Jan Gurezkij trainieren mit den Profis, erhalten aber per Zweitspielrecht Praxis bei anderen Vereinen. Greß steht zusätzlich beim HC Elbflorenz Dresden unter Vertrag, Gurezkij bei der SG LVB. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News