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SC DHfK trennt sich von Jonsson und gewinnt Testspiel gegen SG LVB deutlich

SC DHfK trennt sich von Jonsson und gewinnt Testspiel gegen SG LVB deutlich

Nur eine Woche nach dem Trainingsauftakt für die neue Saison hat sich der Handball-Zweitligist SC DHfK Leipzig von Rückraumspieler Maximilian Jonsson getrennt.

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Maximilian Jonsson (r.) wird nicht mehr für den SC DHfK Leipzig spielen.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Der 24-Jährige war vor einem Jahr vom Ligakonkurrenten Hildesheim gekommen, konnte den Erwartungen des Trainers Christian Prokop aber nicht gerecht werden, nannte der Verein als Grund für die Trennung. Der Schwede wird in die zweite französische Liga nach Nancy wechseln.

"Ich freue mich auf die neue Herausforderung, war in den vergangenen Tagen schon in Nancy", so Jonsson, der bereits Französisch spricht. Mit seiner neuen Mannschaft will er den Sprung in die erste Liga des Nachbarlandes schaffen. Die Grün-Weißen wollen nun auf Jonssons Position neben Max Emanuel die beiden A-Jugendlichen Franz Semper und Sebastian Naumann heranführen. Neuzugang Michael Quist, der eigentlich für den linken Rückraum gekommen ist, könne die Position auch besetzen, teilte der SC DHfK mit.

Positive Nachrichten gab es für Kreisspieler Bastian Roscheck, dessen Vertrag bis 2016 verlängert wurde. Nach einer schweren Schulterverletzung musste der 23-Jährige in der vergangenen Saison bis in die Rückrunde hinein pausieren. „Er war der Pechvogel des Teams, hat sich aber mit viel persönlichem Einsatz zielstrebig zurückgekämpft. Er ist ein Vorzeigespieler in Sachen Professionalität, Einstellung und Persönlichkeit“, sagt Trainer Christian Prokop.  

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Uli Streitenberger bleibt den Grün-Weißen in einer Doppelfunktion erhalten.

Quelle: Christian Nitsche

Auch Publikumsliebling Uli Streitenberger darf das Leipziger Trikot ein weiteres Jahr tragen und bereitet sich damit auf seine 13. Saison als Bundesligaspieler vor. Der Linksaußen ist mit 32 Jahren ältester Handballer des Teams und soll künftig nur die Trainingseinheiten am Abend bestreiten, dafür stärker als bisher in der DHfK-Geschäftsstelle mitwirken. „Der Übergang war schon immer geplant und das ist jetzt der nächste konsequente Schritt. Ich werde künftig noch mehr Kraft in die wirtschaftliche Entwicklung des Projekts stecken, will aber auch der Mannschaft helfen, die sportlichen Ziele zu erreichen.“ 

Erster Test gegen LVB - schlechte Stimmung wegen Nachwuchstalent

Nach Platz fünf in der vergangenen Spielzeit wollen sich die Leipziger unter den Topteams der zweiten Liga etablieren und die Aufstiegsplätze nicht aus den Augen verlieren. Am Donnerstagabend bestritten die Grün-Weißen ihr erstes Testspiel der Vorbereitung in der kleinen Arena gegen den Drittligisten LVB Leipzig und gewannen die 2x30 und 2x10 Minuten insgesamt deutlich mit 41:28. Trotzdem war Trainer Prokop nicht zufrieden: „Uns hat die Aggressivität gefehlt."

Bei der SG LVB sollte in der nächsten Saison auch das DHfK-Nachwuchstalent Sebastian Greß Spielerfahrung sammeln, der Verein lehnte aber ab, weil der Kader für die neue Saiosn bereits steht und sonst der Vertrag eines anderen Spielers hätte gekündigt werden müssen. "So etwas passt nicht zu unserem familären Umfeld", meinte ein LVB-Verantwortlicher. Das sorgte bei der DHfK-Führung für schlechte Stimmung, denn der 19-jährige Greß läuft nun mit Zweitspielrecht für den Drittliga-Aufsteiger Köthen auf und hat jedes Mal eine deutlich längere Fahrt zu bewältigen.

Dafür gab es bei den LVB-Handballern andere personelle Veränderungen: Gabor Pulay Junior hat den Verein verlassen, wechselte nach Bernburg. Der Sohn des gleichnamigen Ex-DHfK-Torhüters konnte sich bei den Straßenbahnern nicht durchsetzen, wurde aber auch nach Verletzungen immer wieder zurückgeworfen.

Die SG LVB hat ihre Strukturen geändert und die Handballmänner in eine eigene Gesellschaft ausgeglieder. Erster Geschäftsführer ist Tommi Sillanpää. Der Finne übernimmt die Aufgaben des langjährigen Managers Jens-Dirk Schöne, der sich wegen seinen beruflichen Verpflichtungen zurückgezogen hat.

Fitnesskaufmann Sillanpää muss das Team allerdings, anders als geplant, noch bis zum März weiter auf dem Parkett unterstützen. Kreisspieler Oliver Wendlandt wird nach einer Kreuzbandverletzung länger als gedacht ausfallen.

Anne Grimm / Matthias Roth

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