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SC DHfK will mit Abwehrbollwerk die HSG Wetzlar stoppen

1. Handball-Bundesliga SC DHfK will mit Abwehrbollwerk die HSG Wetzlar stoppen

Vor der Saison galt diese Ansetzung als Abstiegsgipfel schlechthin: Inzwischen haben der SC DHfK Leipzig und die HSG Wetzlar nicht nur Handballexperten überrascht. Am Sonntag treffen beide Mannschaften aufeinander.

Fühlt sich wohl beim SC DHfK: Abwehrchef Bastian Roscheck, hier im Duell mit Flensburgs Rasmus Lauge Schmidt.

Quelle: Christian Modla / LVZ

Leipzig. Vor der Saison wurden beide Mannschaften als Absteiger gehandelt, jetzt stehen sie blendend in der 1. Handball-Bundesliga da. Am Sonntag (Anwurf 17.15 Uhr) treffen der SC DHfK Leipzig und die HSG Wetzlar aufeinander. Mit dem Tabellenkeller haben die Teams nichts zu tun. Im Gegenteil: Die Sachsen befinden sich im Mittelfeld, die Hessen sind sogar auf Europapokalkurs unterwegs.

Die Philosophien beider Vereine sind ähnlich: Die Mannschaft ist der Star. Wetzlar musste im Sommer einige Topspieler ziehen lassen. Ivano Balic (Karriereende), Dejan Manaskov (Skopje), Kent Robin Tönnesen (Füchse) sind nicht mehr dabei. Dafür dominiert jetzt die Achse mit den deutschen Nationalspielern Andreas Wolff im Tor, Steffen Fäth im Rückraum und Jannik Kohlbacher am Kreis das Spiel der Hessen. Wie die Leipziger gegen Hamburg und Magdeburg haben auch die Wetzlarer in dieser Saison schon gegen namhafte Teams der Liga gewonnen. Zu Hause besiegte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider die SG Flensburg-Handewitt, auswärts nahm sie aus Göppingen beide Punkte mit.

DHfK-Trainer Christian Prokop lässt sich von diesen Erfolgen nicht aus der Ruhe bringen. „Wir sind stark genug, um auf Sieg zu spielen“, sagte er. Allerdings müssten sich die Grün-Weißen dafür in der Defensive steigern. „Wir wollen ein Abwehrbollwerk hinstellen“, so der Coach. Der SC DHfK will zudem das Torhüterduell gegen Nationalkeeper Wolff für sich entscheiden. Milos Putera ist nach seiner Blockade im Rücken wieder fit und hinterließ zusammen mit Felix Storbeck im Training einen starken Eindruck.

Ausfallen werden Marvin Sommer und Maximilian Janke. Während Sommer gegen Kiel wieder dabei sein könnte, fehlt Janke bis Jahresende. Prokop vermisst den 22-Jährigen besonders in der Abwehr. „Er ist ein sehr intelligenter Spiel und behält auch in Stresssituationen den Überblick“, findet der Trainer. Aivis Jurdzs und Sergey Zhedik sollen nun die Lücke schließen. Auch Thomas Oehlrich könnte wieder Spielanteile bekommen. Zhedik konnte in dieser Woche wegen einer Erkältung nicht voll trainieren.

SC DHfK lockt RB-Fans an

Ganz wichtig, so Prokop, sei wieder das Zusammenspiel mit dem Publikum. Rund 4000 Fans erwarten die Grün-Weißen zum Spiel. Mit einer Ticketaktion - bei Vorlage einer RB-Karte vom Spiel gegen Duisburg (Anpfiff ist am Sonntag um 13.30 Uhr) werden fünf Euro Rabatt gewährt - will der SC DHfK auch Fußballanhänger in die Halle locken. Gemeinsam soll das Publikum erneut für Gänsehautatmosphäre sorgen, wie beim Spiel gegen den Bergischen HC. Da standen die Zuschauer zwölf Minuten vor dem Ende auf und trieben den Aufsteiger noch zum Sieg. „Die Mannschaft hat verstanden, diese Unterstützung zu nutzen“, so Prokop.

Gut möglich, dass DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther, wie schon bei den beiden vergangenen Heimspielen auch, nach dem Schlusspfiff wieder eine Vertragsverlängerung bekannt gibt. Kandidaten stehen gleich mehrere bereit. Im Juni laufen die Verträge von Marvin Sommer, Bastian Roscheck, Philipp Weber, Milos Putera, Felix Storbeck und Philipp Pöter aus. Die jüngsten Erfolge lassen auch die Konkurrenz auf den Kader schielen. Roscheck bekannte bereits: „Ich identifiziere mich voll mit dem SC DHfK, es spricht nichts dagegen, dass es weitergeht.“ Günther merkte an: „Das kann ich nur bestätigen.“

Von Matthias Roth

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