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SC DHfK will sportliche Nummer zwei in Leipzig werden

Handball-Bundesliga SC DHfK will sportliche Nummer zwei in Leipzig werden

In ihrer Bundesliga-Premieren-Saison gibt es für die Handballer des SC DHfK Leipzig nur ein Ziel: den Klassenerhalt. In der Stadt wollen sich die Grün-Weißen hingegen ganz weit vorn etablieren.

Trainer Christian Prokop (l.), Geschäftsführer Karsten Günther und Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar standen am Donnerstag den Medienvertretern Rede und Antwort.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Stefan Kretzschmar ist in der stärksten Handball-Liga der Welt zu Hause. Früher als Spieler, heute als TV-Experte, verfolgt er das Geschehen auf Schritt und Tritt. Der ehemalige Linksaußen weiß ganz genau: „In den vergangenen Jahren haben es Aufsteiger fast nie geschafft, in der Bundesliga zu bleiben.“ Trotzdem traut der Aufsichtsrat des SC DHfK seinem Team in der Premieren-Saison den Verbleib im Oberhaus zu: „Ich bin optimistisch, dass wir die Klasse halten“, sagt er und fügt hinzu: „Vergangene Saison sind Mannschaften mit 23 Punkten abgestiegen. Das wird eine Mörderaufgabe.“
 
Die finanziellen Möglichkeiten lassen in Leipzig keine großen Sprünge zu. Dank des Aufstiegs hat der Verein allerdings 15 neue Partner und Sponsoren dazu gewonnen, sowie den Etat um eine halbe Million, auf 2,2 Millionen Euro erhöht, erklärt Geschäftsführer Karsten Günther. Die Grün-Weißen rechnen im Schnitt mit 3000 bis 3500 Zuschauern bei den Heimspielen in der Arena. Das Ziel im Vergleich mit anderen Leipziger Sportvereinen: „Ich traue uns zu, dass wir uns perspektivisch als Nummer zwei in der Stadt etablieren können“, sagt Günther. Kretzschmar meint: „Unsere finanzielle Situation ist stabil, wir haben kein Harakiri betrieben. Dadurch haben wir auch später in der Saison noch die Möglichkeit, jemanden nachzuverpflichten, falls es langfristige Verletzungen gibt.“  

Termin vor Arbeitsgericht

Mit Blick auf den neuen Kader ist der Geschäftsführer stolz, dass alle Leistungsträger im Verein geblieben sind. Ein „Augenöffner“ sei in der vergangenen Saison laut Kretzschmar das „ernüchternde Pokalspiel“ gegen die Füchse Berlin gewesen. „Dort haben wir gesehen, dass uns für die erste Liga noch die Körperlichkeit fehlt“, sagt der Aufsichtsrat. Deshalb wurden sechs, teils international erfahrene Neuzugänge verpflichtet.

Vor allem die beiden Transfers auf der Königsposition im linken Rückraum mit Sergey Zhedik und Aivis Jurdzs sollen dieses Defizit laut Cheftrainer Christian Prokop kompensieren. Im Streit mit dem ThSV Eisenach um Jurdzs, gibt es am kommenden Mittwoch einen Termin vor dem Arbeitsgericht in Suhl. Dort soll laut Geschäftsführer Karsten Günther erreicht werden, dass die einstweilige Verfügung und damit auch das Trainingsverbot aufgehoben wird.      

Sport1 will zwei Partien live übertragen

Seit drei Wochen schwitzen die Männer von Trainer Christian Prokop nun schon für die Ende August beginnende Bundesliga-Saison. Der Chef hat vor allem den ersten Teil positiv erlebt, dann musste der Coach mit vielen Trainingsausfällen kämpfen. Lukas Binder (Angina), Christoph Steinert (Rückenprobleme), Benjamin Meschke (Zahn-OP), Franz Semper (U21-WM) und Jurdzs. Doch das Lazarett soll sich gegen Ende der Woche lichten, dann beginnt die heiße Taktik- und Testspielphase.

„Wir müssen in den nächsten vier Wochen bis zum Start ein Toplevel erreichen“, fordert der Coach, denn der Spielplan hat es in sich. „Es ist sicher nicht optimal, gleich zu Beginn drei Heimspiele zu haben“, blickt Prokop voraus. Als erstes empfängt der SC DHfK den HSV am 23. August in der Arena. Dass Leipzig kein normaler Aufsteiger ist, zeigt das Interesse von Sport1. Mindestens zwei Heimspiele, gegen den SC Magdeburg und den THW Kiel, werden live übertragen. „Im letzten Jahr wurde keine Partie eines Aufsteigers gezeigt“, erinnert sich Sport1-Experte Kretzschmar. Neben den anderen Aufsteigern sieht er Lemgo, Balingen und Wetzlar als mögliche Kandidaten im Kampf gegen den Abstieg.

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