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SCM-Trainer Wiegert: „Das möchte ich nicht noch einmal erleben“

Magdeburg gegen SC DHfK Leipzig SCM-Trainer Wiegert: „Das möchte ich nicht noch einmal erleben“

SCM-Trainer Bennet Wiegert musste in der Bundesliga erst eine Heimniederlage einstecken, gegen den SC DHfK Leipzig. Am Sonntag treffen beide Teams wieder aufeinander. Der Coach will eine erneute Pleite verhindern, hat aber mit jeder Menge Problemen zu kämpfen.

SCM-Coach Bennet Wiegert (vorn) engagiert an der Seitenlinie, dahinter unterstützt Geschäftsstellenleiter Steffen Stiebler.

Quelle: dpa

Magdeburg. Diese Niederlage wirkt bei Bennet Wiegert noch immer nach. Der Trainer des SC Magdeburg hat in seiner noch jungen Amtszeit erst einmal in der heimischen Getec-Arena verloren und das war gegen den SC DHfK Leipzig im April. Am Sonntag (Anwurf 15 Uhr) treffen beide Teams in der Elbestadt wieder aufeinander. „Das möchte ich nicht noch einmal erleben“, blickt der 34-Jährige auf die 28:31-Pleite vom Februar zurück.

Wiegert will immer gewinnen. „Da ist es egal, ob wir in der Bundesliga antreten oder ich mit meiner Tochter Mensch-ärgere-dich-nicht spiele“, sagt der ehemalige SCM-Profi. In der vergangenen Woche musste er deshalb regelrecht leiden. Supercup und Punktspielauftakt verlor der SCM gegen die Rhein-Neckar-Löwen. „Die Art und Weise wie wir dort aufgetreten sind, hat mir gar nicht gefallen“, so der Coach.

Vier Olympiamedaillen

Bei den Sachsen-Anhaltern läuft es nicht rund zum Saisonbeginn und das hat Gründe. In der Vorbereitung hatte der Übungsleiter nur einen Teil der Mannschaft beisammen. Grund sind die Olympischen Spiele. Zwar kehrten die Dänen Yannik Green, Mads Christiansen und Michael Damgaard mit der Goldmedaille sowie Finn Lemke mit Bronze zurück, Zeit zur Erholung hatten die Rio-Fahrer nicht. „Sie sind doch vom Olympischen Dorf direkt zum DHB-Pokal nach Nordhorn gefahren“, so Wiegert. An ein Grundlagentraining oder gar taktischen Feinschliff war deshalb nicht zu denken.

Neben Christiansen stießen zudem der Norweger Christian O’Sullivan und der Schwede Daniel Petterson im Sommer neu zur Mannschaft. Es fehlt an der Abstimmung. Und nun kommen noch Verletzungen dazu. Torhüter Green fällt mit Rückenproblemen am Sonntag höchstwahrscheinlich, Yves Grafenhorst mit einem Muskelfaserriss hundertprozentig aus. Die Stammkräfte Marko Bezjak, Nemanja Zelenovic und Matthias Musche sind angeschlagen.

„Da wird Körperraub betrieben“

„Ich will nicht jammern, es ist unsere Aufgabe die Mannschaft fit zu bekommen“, sagt Wiegert. Der enge Zeitplan ärgert ihn dennoch. Für Magdeburg folgen englischen Wochen und Spiele im Europapokal. „Da wird bei den Spielern Körperraub betrieben“, so Wiegert.

In den verbleibenden Einheiten bis Sonntag will er an der Taktik feilen. „Klar sind vier Olympiamedaillen gut, die Spieler müssen jetzt aber auch beim SC Magdeburg ihre Rolle finden“, meint der Trainer.

An Unterstützung von den Rängen wird es nicht fehlen. Magdeburg erwartet mit mehr als 7000 Fans ein ausverkauftes Haus. „Leipzig zieht das Publikum an“, so Wiegert. Und ein Wiedersehen wird es dann mit Andreas Rojewski geben, der noch mit Magdeburger Coach zusammenspielte und im Sommer nach Leipzig wechselte. „Dieser Transfer hat für Leipzig Sinne gemacht. Roje hat viel Erfahrung und kann junge Spieler führen“, so sein ehemaliger Teamkollege.

Die Bundesliga ist in diesem Jahr enger zusammengerückt. „Da ist mächtig was los, jeder kann jeden schlagen“, sagt der SCM-Coach. Die größten Überraschungen auch für ihn: Die Heimniederlagen von Melsungen und Göppingen zum Auftakt sowie die Pleite von Kiel in Wetzlar am Dinestag. Wiegert will mit seinem Team nicht die nächste Schlagzeile liefern und einen Start mit 0:4-Punkten hinlegen. Denn eines kann er wie gesagt gar nicht leiden: verlorene Spiele.

Von Matthias Roth

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