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Schlaflose Nacht für DHfK-Coach Prokop

Nach Pleite beim Spitzenreiter Schlaflose Nacht für DHfK-Coach Prokop

DHfK-Trainer Christian Prokop hadert mit der Niederlage gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Dabei wurde seine Mannschaft hochgelobt. Schon in der kommenden Woche erwartet das Team den nächsten Brocken.

Die Niederlage gegen die Titelanwärter von den Rhein-Neckar-Löwen hätte nicht sein müssen, glaubt Leipzigs Trainer Christian Prokop.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Niederlage bei den Rhein-Neckar-Löwen nagt an Christian Prokop. „Ich bin unzufrieden“, sagt der Trainer des SC DHfK Leipzig. Dabei haben seine Männer beim verlustpunktfreien Topteam der Liga am Mittwoch eine beherzte Leistung gezeigt und bis zur 46. Minute sogar ein Unentschieden gehalten. Erst in der Schlussphase schlichen sich Fehler ein und am Ende zog der Meisterschaftsfavorit auf 28:22 davon.

Es ist die letzte Viertelstunde die den Coach ärgert. Die Sensation war zum Greifen nahe. „Dann hatten wir aber zwei Fehlwürfe von außen und einen Rückhandpass der nicht ankam“, so der 35-Jährige. Solche Ballverluste bescheren ihm eine unruhige Nacht. „Eigentlich schlafe ich nach Niederlagen gut, dieses Mal nicht“, verriet der Trainer. Um 4 Uhr kam der Mannschaftsbus in Leipzig an. Bis dahin gingen dem Coach die Spielszenen noch einmal durch den Kopf.

Prokop und sein Co-Trainer André Haber hatten die Mannschaft bestens auf den Gegner eingestellt. Das sei nicht einfach gewesen gegen die Rhein-Neckar-Löwen, bei denen ein Nationalspieler neben dem nächsten steht. „Vor dem Spiel war es ruhiger als sonst“, hat der Trainer beobachtet. Schon die Anfahrt sei beeindruckend gewesen, besonders wenn sich die SAP-Arena mit ihren 15.000 Plätzen neben der Autobahn auftut. In der Halle dann, die allerdings mit 4649 Zuschauern nur übersichtlich gefüllt war, machten sich Profis wie Uwe Gensheimer warm. Viele DHfK-Spieler kennen die Stars nur aus dem Fernsehen.

Auf dem Parkett war der Respekt aber schnell verflogen und der Aufsteiger brachte den Tabellenführer immer wieder in Verlegenheit. „Auch wenn der Gegner übermächtig erscheint, wir haben immer eine Chance“, hatte Prokop seinen Männern zuvor eingetrichtert. Und dann doch stolz fügt er an: „Die Rhein-Neckar-Löwen konnten sich nicht schonen, musste lange mit ihrer Stammbesetzung spielen“, so der Trainer.

Richtig etwas vorgenommen hatte sich Sergey Zhedik. Der Russe kam bisher nur zu einigen Minieinsätzen und bekam nun ausgerechnet in Mannheim längere Spielanteile. Auch wenn noch nicht alles klappte, der Neuzugang aus Krasnodar erzielte drei Treffer. Wenn es nach Zhedik gegangen wäre, hätten es einige mehr sein können. „Er wollte so viele Tore werfen, wie es geht“, sagte sein Mannschaftskollege Aivis Jurdzs. Der Lette ist wichtigster Ansprechpartner für den 25-Jährigen. Noch hapert es mit der deutschen Sprache bei Zhedik und Jurdzs dolmetscht deshalb und hatte auch gleich einen Rat für ihn parat. „Er sollte sich mehr auf das Mannschaftsspiel konzentrieren“, so Jurdzs.

Schon in der kommenden Woche darf sich der Russe neu beweisen. Am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, empfangen die Leipziger FrischAuf Göppingen in der Arena (Anwurf ist um 19 Uhr). Marvin Sommer wird seinem Muskelfaserriss ausfallen, hinter dem Einsatz von Christoph Steinert (Handverletzung) und Max Jahnke (Bauchmuskelprobleme) stehen zumindest Fragezeichen. Für das Spiel hat der Erstligist bereits 2700 Karten verkauft. „Das Wechselspiel mit dem Publikum wird entscheidend sein“, glaubt Prokop.

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther hat in Mannheim übrigens auch seine Lektion gelernt. Er wollte Franz Semper aufmuntern, fasste ihm hinter der Bank stehend auf die Schulter und rief ihm zu: „Kopf hoch!“ Der direkte Kontakt zu den Auswechselwechselspielern ist aber verboten und die Schiedsrichter zeigten Günther die gelbe Karte. „Das mache ich nicht wieder“, versprach er.

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