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Sechs Nationalspieler und null Punkte: SC DHfK Leipzig reist zu TuS N-Lübbecke

Handball-Bundesliga Sechs Nationalspieler und null Punkte: SC DHfK Leipzig reist zu TuS N-Lübbecke

Der SC DHfK Leipzig kann am kommenden Sonnabend eine weitere Überraschung schaffen. Mit einem Sieg hätte der Aufsteiger nach zehn Spieltagen ein positives Punktekonto. Auf dem Papier erscheint die Aufgabe bei TuS N-Lübbecke einfach.

Kann der SC Dhfk am Wochenende auch gegen das Bundesliga-Schlusslicht Lübbecke jubeln?

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Breite Brust gegen hängende Schultern: Die nächste Bundesligapartie des SC DHfK Leipzig am kommenden Sonnabend verträgt viele Bilder. Während der Aufsteiger nach dem ersten Auswärtssieg in Hannover und einem ausgeglichenen Punktekonto nur so vor Selbstbewusstsein strotzt, wird die Unsicherheit beim Gegner von TuS N-Lübbecke immer größer. Das Team von Trainer Goran Suton belegt mit 0:20 Zählern den letzten Tabellenplatz.
 
„Wir warten auf einen Befreiungsschlag, das wird aber immer schwerer“, sagt Teammanager Zlatko Feric. Seine Mannschaft werde nach ihren Spielen vom Gegner oft gelobt, am Ende stehe sie aber immer mit leeren Händen da. Dabei war ein Sieg in dieser Saison gleich mehrfach in greifbarer Nähe. Der TuS verlor gegen Eisenach, Magdeburg und Wetzlar jeweils knapp mit einem Tor Unterschied. Auch gegen Hamburg bot der Traditionsverein am vergangenen Wochenende einen beherzten Kampf, verlor aber bei den Hanseaten ebenfalls. „Der 18. Platz entspricht nicht der Qualität unserer Mannschaft“, glaubt Feric.
 
Dabei steckt in der jungen Mannschaft bereits jede Menge Erfahrung. Allein sechs Spieler erhielten gerade Einladungen zu ihren Nationalmannschaften. An der Linie steht mit Goran Suton ein Trainerfuchs der weiß, wie man den SC DHfK schlägt. In den vergangenen Jahren betreute er die HG Saarlouis in der 2. Bundesliga und gewann gleich mehrmals gegen die Leipziger. „Wir würden uns freuen, wenn der Trainer das auch bei uns schafft“, so Feric.
 
Sportlich wird TuS Lübbecke-Nettelstedt sein bestes Aufgebot am Sonnabend ins Spiel schicken. Möglich ist sogar noch ein Blitztransfer. Der Tabellenletzte sucht einen neuen Abwehrchef. „Selbst wenn es noch etwas wird, werde ich das jetzt nicht verraten“, so Feric gegenüber LVZ.de.
 
Während es nach dem Fehlstart im Umfeld des Traditionsvereins brodelt, bleibt die Vereinsführung nach außen gelassen. Wirtschaftsbeirat und Hauptsponsor Armin Gauselmann stellte sich gerade demonstrativ hinter seine sportliche Führung. Geschäftsführer und Teammanager werde weiter vertraut, auch der Trainer stehe nicht zu Debatte, betonte der Spielotheken-Unternehmer.
 
 „Es gibt für uns auch kein Ultimatum“, versicherte Feric gegenüber LVZ.de. Die Fans sehen das allerdings weniger entspannt. „Der Fisch stinkt vom Kopf her“, machten sie gegen die Vereinsführung beim jüngsten Heimspiel auf einem Transparent Stimmung. „Ich verstehe die Enttäuschung, es darf aber nicht unter die Gürtellinie gehen und muss beim offenen Dialog bleiben“, forderte der Teammanager.

Wie gefährlich ein angezählter Gegner ist, musste der SC DHfK vor einem Monat in Stuttgart erleben. Mitaufsteiger TVB empfing die Grün-Weißen ebenfalls punktlos und gewann dann prompt mit 28:26.

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