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Semper: „Ich will aus dem Tief kommen und Tore werfen“

SC DHfK Leipzig Semper: „Ich will aus dem Tief kommen und Tore werfen“

Er ist eines der größten Handball-Talente in Deutschland: Franz Semper vom SC DHfK Leipzig. Im Interview spricht er über Ladehemmungen und seine Zukunftspläne.

Keine Angst vor großen Namen: Franz Semper im Duell mit Nationalspieler Hendrik Pekeler.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Erst vier Tore in sechs Spielen. Rückraumspieler Franz Semper (19) hat sich in dieser Saison noch nicht warm geworfen. Mit LVZ.de spricht er über die Gründe für seine Torflaute.

Franz Semper, wo klemmt es in dieser Saison noch?

Ich mache meine Leistung nicht nur am Torerfolg fest. Klar ist es schön, im Spiel zu treffen. Es geht aber auch darum, für andere Räume zu schaffen. In Dessau, wo ich ein Zweitspielrecht besitze, klappt es besser mit den Toren. Dort habe ich in zwei Partien schon zehn Mal getroffen.

Sie haben in der vorigen Saison sehr unbekümmert auch gegen namhafte Bundesligateams gespielt. Haben sich die Gegner dieses Jahr besser eingestellt?

Unbekümmert spiele ich immer noch. Die Gegner nehmen mich jetzt sicher ernster. Es gibt immer Phasen mit kleinen Tiefs, da will ich schnell wieder herauskommen und auch wieder Tore werfen.

Sie konnten wegen der Junioren-EM kaum an der Vorbereitung mit dem SC DHfK teilnehmen und hatten auch kaum Urlaub. Macht sich das jetzt bemerkbar?

Der Sommer war mega anstrengend. Das merke ich jetzt, nicht nur beim Handball. Ich gehe in die 12.Klasse und muss mich auf mein Abitur konzentrieren, will danach vielleicht Sport und Geschichte auf Lehramt studieren. Die Ausbildung ist mir sehr wichtig. Trotz der Belastung bin ich aber weiter motiviert.

Die Konkurrenz auf Ihrer Position ist gewachsen. Mit Andreas Rojewski und Christoph Steinert haben Sie zwei gestandene Profis vor der Nase. Ist es für Sie jetzt schwerer Spielanteile zu bekommen?

Ich versuche mich im Training immer voll reinzuhauen. Von Roje und Steini bekomme ich Tipps, da gibt es keine Probleme. Im Moment profitiere ich natürlich davon, dass Christoph Steinert vor allem auf Rechtsaußen spielt.

Mit Ihrem Zweitspielrecht werden Sie auch in der 2. Bundesliga eingesetzt. Bringt Sie das voran?

Auf jeden Fall, so spiele ich regelmäßig. Ich trainiere weiter in Leipzig, wenn ein Einsatz in Dessau ansteht, mache ich dort die Taktikeinheiten mit. Das Niveau in der 2. Bundesliga ist sicher nicht ganz so hoch, dafür kann ich dort Sachen ausprobieren, die gegen Teams wie die Rhein-Neckar-Löwen nicht möglich wären. Davon profitiere ich dann später auch in Leipzig.

Der SC DHfK ist mit 7:5 Punkten bestens gestartet und hätte sogar fast den Deutschen Meister besiegt. Was ist in dieser Saison mit der Mannschaft möglich?

Die Liga ist ausgeglichener denn je. Der Trainer hat es vorgegeben, wir brauchen mindestens 25 Punkte um drin zu bleiben. Es hat keiner gesagt, dass es nicht auch mehr werden dürfen. Wir müssen aber aufpassen, sechs bis sieben Mannschaften werden gegen den Abstieg kämpfen. Wir wollen nicht dazu gehören.

Von Interview: Matthias Roth

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