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"Superoptimist" Philipp Seitle setzt im Duell des SC DHfK Leipzig gegen Minden auf Sieg

"Superoptimist" Philipp Seitle setzt im Duell des SC DHfK Leipzig gegen Minden auf Sieg

Handballer Philipp Seitle besitzt hellseherische Fähigkeiten. Er hat vorigen Sonnabend in der Halbzeitpause des Spiels beim bisherigen Tabellenführer TV Neuhausen noch daran geglaubt, dass Match drehen zu können.

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Philipp Seitle im Spiel gegen den ASV Hamm-Westfalen

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Und das bei einem Rückstand von 9:17. Am Ende behielt der 25-Jährige Recht, denn der Zweitliga-Neuling SC DHfK erreichte noch ein sensationelles 28:28 und schaffte sich damit ein Erfolgserlebnis vor der sonntäglichen Partie gegen den jetzigen Spitzenreiter GWD Minden (17 Uhr, Grube-Halle).

"Wer mir sagt, dass er 20 Minuten vor Schluss beim 14:23 an eine Wende geglaubt hat, der lügt", meinte Trainer Uwe Jungandreas nach dem Spiel. "Da hatte ich die Hoffnung auch schon aufgegeben", erinnert sich Superoptimist Seitle genau. Aber der mit 1,80 m eher kleine Rückraumspieler bleibt dabei: "Zur Pause war ich mir sicher, dass noch was geht." Er habe gespürt: Hier ist noch einiges möglich. "Ich war in der ersten Hälfte einfach nicht ins Spiel gekommen. Das änderte sich mit Wiederbeginn. Ich hielt es nicht für ausgeschlossen, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Dabei war mir klar, dass aber alles passen muss, um das Spiel umzubiegen."

Mit drei wichtigen Treffern in der nervenaufreibenden Schlussphase, darunter dem Ausgleich zwölf Sekunden vor Schluss, hatte Seitle respektablen Anteil am Erfolg dieser Aufholjagd. "Als wir näher herankamen, lief es immer besser für uns. Ich hatte in dieser Phase eine richtig gute Hand und entschied mich mehrfach richtig zu werfen. Ich wusste um die Chance, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen, die wir ja in den beiden Heimspielen gegen Rostock und Hamm nachgewiesen haben."

Der frühere Delitzscher, der beim ThSV Eisenach alle Altersklassenteams absolvierte, und dort bei den Männern auch zu einigen Erstliga-Einsätzen kam, hat ein solches Spiel noch nie erlebt. "Zumal Neuhausen ja nicht irgendeine Pfeifen-Truppe ist. Diese Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt immerhin der aktuelle Spitzenreiter."

Seitle hat sich ein persönliches Ziel mit dem SC DHfK gesteckt: "In dieser starken zweiten Liga möchte ich am Ende unter die besten Zehn kommen. Mehr ist nicht drin." Und: "Wenn wir am Sonntag unsere Stärken ausspielen, können wir auch gegen Minden gewinnen. Ich will den Sieg. Wenn wir hinten gut stehen, muss uns erst mal jemand besiegen." Seitle ist begeistert vom Leipziger Publikum. "Was bei uns derzeit abgeht, ist spitze. Wenn dann noch die 200 Leute mehr kommen, damit die Halle richtig voll ist, würde das für mich noch einen zusätzlichen Schub geben. Ich bin stolz darauf, vor dieser Kulisse spielen zu dürfen."

Norbert Töpfer

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