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Transfercoup: SC DHfK Leipzig verpflichtet Europameister

Niclas Pieczkowski kommt Transfercoup: SC DHfK Leipzig verpflichtet Europameister

Aufsteiger SC DHfK Leipzig hat einen Spieler des umjubelten deutschen Europameisterteams verpflichtet. Niclas Pieczkowski entschied sich am Donnerstag für den Aufsteiger. Neben aller Freude muss Trainer Christian Prokop einen weiteren Verletzten beklagen.

Niclas Pieczkowski wird ein Leipziger.

Quelle: dpa

Leipzig. Transferhammer beim SC DHfK Leipzig: Der Aufsteiger verpflichtet zur neuen Saison einen Europameister. Niclas Pieczkowski kommt vom Ligakonkurrenten TuS Lübbecke-Nettelstedt und erhält einen Zweijahresvertrag. Am Donnerstag sagte er den Sachsen zu. Um den 26-jährigen Rückraumakteur hatten sich mehrere Erstligisten bemüht. „Wir freuen uns riesig, dass wir einen Nationalspieler verpflichten konnten“, sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

Der 1,93 Meter große Rechtshänder soll Spielmacher Philipp Pöter ersetzen, der im Sommer zur HSG Wetzlar geht. Prokop bleibt sich mit der Verpflichtung treu und holt erneut einen Profi nach Leipzig, mit dem er bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat. Vor drei Jahre coachte er Pieczkowski bei Tusem Essen.

Der SC DHfK besetzt damit frühzeitig eine der wichtigsten noch offenen Planstellen im Team. Die Grün-Weißen hatten sich mit Martin Strobl auch ernsthaft um einen weiteren Nationalspieler für diese Position bemüht. Der 29-Jährige verlängerte aber inzwischen bei seinem Heimatverein HBW Balingen-Weilstetten. Er wäre im Abstiegsfall wieder zu haben, weil sein Kontrakt nur für die 1. Bundesliga gilt. Eine solche Hängepartie mit ungewissem Ausgang erscheint den DHfK-Verantwortlichen allerdings zu riskant. Strobl, der ebenfalls von der Konkurrenz heiß umworben wurde, wäre bei einem Wechsel nur nach Leipzig gegangen. „Das hat er uns am Rande des All Star Games noch einmal bestätigt“, so Prokop.

Intensives Gespräch in Magdeburg

Der Trainer schaut sich weiter nach Verstärkungen um. Der Erfolg des SC DHfK macht den Verein inzwischen auch für Spieler von Europacup-Startern attraktiv. Nach dem Sieg beim SC Magdeburg unterhielt sich Prokop lange mit einem anderen ehemaligen Schützling: Andreas Rojewski. „Der SCM hat interessante Spieler, die unsere Qualität erhöhen können“, kommentierte der Trainer das Gespräch. Mehr wollte er nicht verraten. Linkshänder Rojewski muss die Elbestädter im Sommer verlassen, bekommt dort keinen neuen Vertrag. Der 30-Jährige Pole hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Nun will er in den verbleibenden Spielen dieser Saison noch einmal angreifen und sich für einen neuen Arbeitgeber präsentieren.

Am Sonnabend brechen die Leipziger zu einer fünftägigen Nordreise mit zwei Topspielen auf. Am Sonntag spielen sie gegen den Deutschen Meister THW Kiel (Anwurf 15 Uhr, live bei Sport 1) und bleiben anschließend gleich an der Förde. Am Mittwoch folgt dann die Begegnung gegen Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt. Mit einem Punktgewinn würde der SC DHfK Leipzig sogar den Titelkampf beeinflussen.

Selbstbewusst nach Kiel und Flensburg

Die beiden Nordteams liegen nahezu gleichauf mit den Rhein-Neckar-Löwen auf den ersten drei Tabellenplätzen. Jeder Patzer könnte entscheidend im Kampf um den Meistertitel sein. „Mit einer starken Torhüterleistung wie in Magdeburg sind für uns überall Punkte drin“, sagt Prokop selbstbewusst. Vor allem die Kieler wirken im Augenblick angeschlagen. Die meisten Spieler spüren noch die Europameisterschaft in den Knochen. Hinzu kommt eine lange Verletztenliste. Der THW hat deshalb noch einmal im Kader nachgebessert und mit Ilija Brozovic, Dener Jaanimaa (beide vom HSV) und Blazenko Lackovic (kam von Vardar Skopje) drei Topspieler verpflichtet. Am vergangenen Wochenende musste der THW dennoch in der Champions League eine 27:37-Niederlage in Flensburg hinnehmen. Auch den knappen 26:24-Sieg am Mittwoch in der Königsklasse bei Wisla Plock mussten die Zebras hart erkämpfen.

„Der Erfolg gegen den SCM hat uns noch einmal Auftrieb und Selbstbewusstsein gegeben“, meinte der Trainer. Jetzt müsse die Mannschaft aber demütig und hungrig nach Erfolg bleiben. Verzichten muss Prokop auf Thomas Oehlrich. Der Kreisspieler brach sich am Mittwoch beim Training den Daumen und fehlt mindestens fünf Wochen. Dafür ist Maximilian Janke wieder fit und steht im Kader. Ausfallen werden dagegen noch Pöter, Lucas Krzikalla, Marvin Sommer und Milos Putera.

Matthias Roth

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