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"Unglaublich": A-Jugend des SC DHfK ist Deutscher Meister

Handballkrimi gegen Wetzlar "Unglaublich": A-Jugend des SC DHfK ist Deutscher Meister

War das ein Handballkrimi! Die A-Jugend-Handballer des SC DHfK Leipzig holen gegen die HSG Wetzlar einen Sechs-Tore-Rückstand auf und krönen vor der sensationellen Kulisse von mehr als 1500 Zuschauern eine überragende Saison.

Feiern den Titel Deutscher Meister: A-Jugend-Handballer des SC DHfK nach dem Sieg über Wetzlar.

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. Deutschlands beste Handball-Nachwuchsmannschaft kommt aus Leipzig: In einem hochklassigen Finale um die Deutsche Meisterschaft hat die A-Jugend des SC DHfK am Pfingstsonntag vor mehr als 1500 Zuschauern in der Arena Leipzig gegen die U19 der HSG Wetzlar (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) mit 33:25 (14:10) gewonnen und damit den Sechs-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel (26:32) aufgeholt.

"Unglaublich, einfach nur unglaublich!" Leipzigs Kapitän Jonas Hönicke konnte seine Gefühle nach den nervenaufreibenden 60 Minuten gegen die A-Jugend aus Wetzlar kaum in Worte fassen. Mit neun Treffern, davon vier vom Siebenmeterpunkt, ging er einmal mehr als bester Werfer seiner Mannschaft voran. Und Franz Semper, der sieben Tore zur Glückseligkeit beisteuerte, machte am Pfingstsonntag in der Arena sein persönliches Triple komplett: Bundesliga-Aufstieg und Zweitliga-Meisterschaft mit den Männern plus deutscher Meistertitel mit der A-Jugend. "Die perfekte Saison, besser geht's nicht", freute sich der 17-Jährige.

Acht Jahre nach Neugründung kann die Handball-Abteilung des SC DHfK auf ihre bislang erfolgreichste Spielzeit zurückblicken. Geschäftsführer Karsten Günther, sein vierjähriges Töchterchen auf dem Arm, ging nach dem Abpfiff freudestrahlend durch die Reihen, bedankte sich bei allen Unterstützern und verteilte Komplimente: "Ein Kompliment an die Jungs, die aus der verkorksten Partie in Wetzlar die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und ein hervorragendes Rückspiel abgeliefert haben. Ein Kompliment an das Trainerteam, das die Mannschaft super auf den Gegner eingestellt hat. Und ein Kompliment an dieses tolle Publikum." Und weil er nie daran dachte, dass die Aufholjagd nach der 26:32-Hinspiel-Niederlage scheitern könnte, lagen auch schon die Meister-T-Shirts bereit. Die dazu passende Goldmedaille bekamen die Leipziger aus den Händen von DHB-Nachwuchstrainer und Weltmeister von 2007, Christian Schwarzer.

Die A-Jugend des SC DHfK holt hat mit dem Sieg über Wetzlar die Meisterschaft gewonnen.

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"Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs", lobte ein erleichterter DHfK-Coach André Haber. "Diese Partie war eines Finales absolut würdig: Jugendhandball auf Superniveau vor einer tollen Kulisse." Anders als im Hinspiel, bei dem die Leipziger einen rabenschwarzen Tag erwischten, störten sie diesmal deutlich wirkungsvoller die Angriffswellen der Wetzlarer und trafen auch selbst wieder von allen Positionen. Dennoch schafften sie es erst kurz vor der Pause (14:10), sich von den engagiert um ihren Vorsprung kämpfenden Gästen etwas abzusetzen. Als Kapitän Jonas Hönicke in der 38. Minute zum 20:14 einnetzte, war der Rückstand erstmals wettgemacht. Besonders die Manndeckung gegen Wetzlars Spielmacher Lukas Gümbel hatte Wirkung gezeigt. Zwei Minuten vor dem Ende verwandelte Rechtsaußen Jonas Hellmann zwei schnelle Konter in Folge zum 31:22 - und die Halle stand Kopf. Dennoch gaben die Gäste nie auf und kamen 30 Sekunden vor Abpfiff beim 32:25 nochmals gefährlich nahe. Ein weiterer Treffer hätte die Entscheidung im Siebenmeterwerfen bedeutet. Doch André Haber nahm seine letzte Auszeit, stellte das Team auf die zu erwartende offene Manndeckung ein, deren Lücken vier Sekunden vor Schluss Sebastian Naumann zum 33:25-Endstand nutzte. Der Rest war Jubel, Sektduschen und Konfetti.

Die DHfK-A-Jugend der Jahrgänge 1996/97 krönt mit dem deutschen Meistertitel eine außergewöhnliche Saison mit 26 Siegen in 28 Pflichtspielen. Als ungeschlagener Staffelsieger (im Vorjahr Platz sieben) hatte sie ihr Saisonziel, die direkte Qualifikation für die Jugend-Bundesliga, frühzeitig erfüllt und war erstmals in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft dieser Altersklasse eingezogen. Nach Siegen im Viertelfinale über den TBV Lemgo und im Halbfinale über die Füchse Berlin holten die Schützlinge von André Haber und Matthias Albrecht nun erstmals den Titel nach Leipzig. Im Vorjahr war das bereits mit der DHfK-B-Jugend gelungen - was für die neue Saison hoffen lässt, denn dann sind die Jahrgänge 1997/98 wieder in der A-Jugend vereint.

Tom Seidler
SC DHfK: Guretzky, Voigt (TH), Hönicke (9/4), Remke (3), Semper (7), Naumann (2), Jungemann (3), Hellmann (4), Neudeck (5), Kügler, Dietze, Prautzsch, Meiner, Reinholz, Sowada, Centner, Esche

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