Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Verlässt Franz Semper den SC DHfK Leipzig in Richtung Zweite Liga?

Bundesliga-Handballer Verlässt Franz Semper den SC DHfK Leipzig in Richtung Zweite Liga?

Zunächst sechs Tage Urlaub, danach intensives Training. Die Köpfe sind wieder frei, die Akkus voll. Nach dreiwöchiger Bundesliga-Pause brennen die DHfK-Handballer am Sonnabend in Wuppertal gegen den Bergischen HC (19 Uhr) auf das nächste Erfolgserlebnis.

Ist eines der größten Talente beim an Talenten nicht armen SC DHfK: Franz Semper. Doch der Rückraumspieler braucht mehr Spielpraxis, um sich weiter verbessern zu können.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das Ziel der Leipziger ist klar: Beim Abstiegskandidaten gewinnen, dann am 22. April in eigener Halle gegen die Füchse Berlin den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen und mit den Fans feiern. Beides wird schwer. Auch weil der Bergische HC glänzend besetzt ist, jetzt sechs Akteure zu Länderspielen abstellte. „Bei uns war es nur einer zur Junioren-Auswahl, das sagt alles“, meint DHfK-Coach Christian Prokop – und war doch hoch erfreut über den Auftritt von Franz Semper in der EM-Qualifikation. Der 18-jährige Linkshänder brachte aus Litauen nicht nur drei Siege und das Endrunden-Ticket für den deutschen Nachwuchs mit, sondern auch die persönliche Auszeichnung als „MVP“, als wertvollster Spieler des gesamten Turniers. „Er ist der Beweis, dass sich Talente auch mit wenigen Bundesliga-Einsätzen sehr gut entwickeln können“, sieht sich Prokop bestätigt. Semper und der momentan an Aue ausgeliehene Gregor Remke, 18, seien ein Faustpfand für die DHfK-Zukunft.

Dennoch wird vielleicht auch Semper in der nächsten Saison an einen Zweitligisten verliehen, mit einem Doppelspielrecht und mit Trainingsschwerpunkt in Leipzig. „Ich bin da noch hin- und hergerissen“, sagt Prokop, „aber Franz braucht Praxis – und die Mannschaft im schwierigen zweiten Bundesliga-Jahr unbedingt einen Qualitätszuwachs.“

Den sollen zwei weitere Verstärkungen für den Rückraum bewirken. Einige Akteure waren zuletzt im Probetraining. Der schwedische Nationalspieler Magnus Persson, 25, vom VfL Gummersbach gilt als heißer Kandidat. Auf Sempers Position ist aber auch der polnische Auswahl-Handballer Andreas Rojewski, 30, vom SC Magdeburg nach wie vor ein Thema. „Er hat die nötige Erfahrung und würde als Typ genau passen“, versichert Prokop, „die Frage ist, ob er ins Budget passt.“ Geschäftsführer Karsten Günther erklärt salomonisch: „Beide Seiten müssen wollen und auch können, es darf keine Zweifel geben. Wir streben eine baldige Entscheidung an.“ Bis Ende April sollen die Kaderplanungen abgeschlossen sein.

Während beim Russen Sergey Zhedik, 25, die Zeichen auf Abschied stehen, hat Benjamin Herth die Hoffnungen auf einen neuen Vertrag nicht ganz aufgegeben. „Ich bin jetzt körperlich in einem Top-Zustand, will mich anbieten und sehe noch eine kleine Chance“, sagt der im Winter aus Lübbecke gekommene Rückraumspieler. Den Wechsel nach Leipzig hat der 30-Jährige trotz seiner Reservisten-Rolle nie bereut: „Das Training ist hier auf einem höheren Niveau, die Stimmung in der Mannschaft spitze. Mit dieser junge Truppe macht es einfach Spaß.“

Steffen Enigk

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News