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Vor dem Spiel in Leipzig: Bad Schwartaus Trainer drückt Daumen für langen Castoreinsatz

Vor dem Spiel in Leipzig: Bad Schwartaus Trainer drückt Daumen für langen Castoreinsatz

Mit ihm kam der Erfolg zurück nach Bad Schwartau. Tobias Schröder hat Ende Oktober den Handball-Zweitligisten übernommen und den VfL mit zuletzt zwei Siegen in Folge vom Tabellenende geführt.

Leipzig. „Ich habe schon einige Sachen verändert“, sagt der 30-Jährige selbstbewusst. Zuerst erhöhte er das Trainingspensum. Dann sei er an die Spielabläufe gegangen.

Schröder hat die Norddeutschen von einem Mann mit großem Namen übernommen. Handball-Ikone Thomas Knorr, einst als Profi in Flensburg, Kiel, Hamburg und Bad Schwartau aktiv, betreute das Team in den vergangenen vier Jahren. Seinen Nachfolger holte er selbst als Spieler aus Wilhelmshaven und machte ihn nach dessen Sportinvalidität zu seinem Assistenten.

Nach einer 21:29-Heimniederlage gegen den VfL Potsdam und dem letzten Platz in der Tabelle zogen die Vereinsverantwortlichen in Bad Schwartau die Reißleine und trennten sich von Knorr. Von einem Riss zwischen Coach und Spielern war die Rede. „Die Luft ist raus. Das war ein Trott, kein Dampf mehr“, lässt sich VfL-Kapitän Matthias Hinrichsen in den Lübecker Nachrichten zitieren.

Nun also Schröder, der mit einem 36:30-Auswärtssieg bei Nordhorn-Lingen ein deutliches Zeichen setzte. Am vergangenen Wochenende folgte ein weiterer Erfolg gegen Saarlouis. Damit reisen die Ostholsteiner mit kräftigem Rückenwind nach Leipzig. Am Sonntag treffen sie in der Ernst-Grube-Halle auf den SC DHfK.

Die Leipziger müssen dann voraussichtlich wieder auf ihren Kapitän Thomas Oehlrich verzichten. Der Bereitschaftspolizist hat Dienst und muss den Castor-Transport ins Wendland absichern. Wie wichtig Oehlrich für die Grün-Weißen ist, hat er am vergangenen Sonntag bei der knappen Heimpleite gegen Nordhorn gezeigt. Mit dem Beamten, der wegen eines weiteren Polizeieinsatzes nur in der zweiten Halbzeit spielte, brachte der SC DHfK nach durchwachsener erster Hälfte die Gäste noch an den Rand einer Niederlage.

 

„Ich wusste gar nicht, dass Oehlrich fehlt. Da drücke ich die Daumen für einen langen Castor-Transport“, sagte VfL-Coach Schröder. Die Bad Schwartauer müssen mit Martin Zeschke voraussichtlich auf ihren eigenen Kreisläufer verzichten. Nach einem Fingerbruch hat er noch Trainingsrückstand. Auch Rückraumshooter Marcel Schliedermann droht nach einer Rippenfellentzündung auszufallen. Dafür wirbelt in der Mitte der geborene Plauener Christoph Märtner, der die Nachwuchsschule des SC Magdeburg durchlief.

Mit dem Videostudium des Gegners hat Schröder gerade erst begonnen. Auffällig sei aber, dass bei den DHfK-Spielen vergleichsweise wenig Tore fallen.  „Das spricht für sehr intensive Begegnungen“, glaubt der Handball-Lehrer.

Ein Wiedersehen wird es am Sonntag mit seinem einstigen Teamkollegen Oliver Krechel geben. Der DHfK-Torhüter spielte gemeinsam mit Schröder in Wilhelmshaven. Danach sei der Kontakt allerdings abgerissen. „Er hat großes Leistungspotential“, erinnert sich der frühere Rückraumschütze an den Juniorennationalspieler Krechel.

Anwurf in der Ernst-Grube-Halle ist um 17 Uhr. LVZ-Online überträgt die Partie als Audiolive-Stream.

Matthias Roth

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