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Wegen Jurdzs: SC DHfK Leipzig und Eisenach noch einmal vor Gericht

Ost-Duell in der Handball-Bundesliga Wegen Jurdzs: SC DHfK Leipzig und Eisenach noch einmal vor Gericht

Emotionen sind genug in dieser Partie: Am Sonntag empfängt der SC DHfK Leipzig den ThSV Eisenach in der Handball-Bundesliga. Es geht dabei nicht einfach nur um zwei Punkte. Beide Teams streiten auch um die Nummer zwei hinter dem SC Magdeburg im Osten und vor allem um den Klassenerhalt.

Aivis Jurdzs (DHfK) jubelt beim Spiel zwischen SC DHfK Leipzig und Hamburger SV (HSV).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Emotionen sind genug in dieser Partie: Am Sonntag empfängt der SC DHfK Leipzig den ThSV Eisenach in der Handball-Bundesliga. Es geht dabei nicht einfach nur um zwei Punkte. Beide Teams streiten auch darum, die Nummer zwei hinter dem SC Magdeburg im Osten zu werden und kämpfen um den Klassenerhalt. Hinzu kommen alte Geschichten, die vor so einer Partie bei den Fans noch einmal die Runde machen.

Da wäre das Spiel im vergangenen Jahr in Leipzig. Beide Mannschaften kämpften noch in der 2. Bundesliga um den Aufstieg. Die Gäste aus Thüringen lieferten eine bärenstarke Vorstellung ab, knickten aber in der Schlussphase ein. Erst eine halbe Minute vor dem Ende traf der SC DHfK zum 29:28-Endstand, der ersten eigenen Führung in der Partie. ThSV-Trainer Velimir Petkovic war anschließend so sauer, dass er die Pressekonferenz schwänzte.

Im vergangenen Sommer folgte dann das wochenlange Tauziehen um Aivis Jurdzs. Der Lette hatte längst bei den Grün-Weißen unterschrieben und war auch schon von Eisenach nach Leipzig umgezogen. Der ThSV wollte den Rückraumschützen allerdings nicht so einfach ziehen lassen und pochte auf eine Klausel im Vertrag, wonach sich der Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängert, wenn auch ein bestimmter Sponsor bei den Thüringern an Bord bleibe. Eisenach erwirkte zwischenzeitlich juristisch sogar eine Sperre für den Trainings- und Spielbetrieb.

Im Eilverfahren trafen sich beide Vereine schließlich vor dem Arbeitsgericht Suhl. Richter Maximilian Steckermeier erinnert sich an eine denkwürdige Verhandlung. „Das hat so lange gedauert, wir wollten eigentlich schon längst das Gebäude absperren“, so der Jurist.

Leipzig und Eisenach einigten sich damals in letzter Sekunde. Über die Details vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. „Wir haben eine Kompensation gezahlt“, sagt DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther heute.

Vom Tisch ist der Streit damit allerdings immer noch nicht. Im Dezember sehen sich die Anwälte erneut, dieses Mal vor dem Arbeitsgericht in Eisenach. Dann wird im Hauptverfahren verhandelt. Sollten die Leipziger dort verlieren, werde eine weitere Kompensation fällig, bestätigte Günther. Summen nannte er nicht.

Eisenachs Geschäftsführer Karsten Wöhler will, wie auch Günther, um den Streit keine großen Worte mehr machen. Die Auseinandersetzung solle das Spiel am Sonntag (Anwurf 13.45 Uhr) nicht bestimmen. Nur so viel: „Wir haben uns korrekt verhalten. Ohne unser Entgegenkommen hätte Aivis bis heute nicht gespielt und Leipzig jetzt sicher vier Punkte weniger“, so Wöhler. Er freue sich aufs Derby und auch darauf, seinen ehemaligen Spieler wiederzusehen.

Die sportliche Konstellation ist für Wöhler klar: „Leipzig ist der Favorit.“ Der SC DHfK habe nach dem Saisonstart mit 10:10 Punkten jede Menge Selbstvertrauen gesammelt. Dazu komme die Verletztenliste des ThSV. Definitiv nicht dabei sein wird Bogdan Criciotoiu (Handverletzung). Mit Patrik Hruscak droht auch der zweite Linkshänder nicht fit zu werden. Der Slowake bestritt nach einer Verletzung noch keine Partie für Eisenach, trainiert aber inzwischen mit der Mannschaft. Dusko Celica klagte nach seinem Kurzeinsatz gegen Stuttgart wieder über Schmerzen im Fuß. Eisenach hat damit nicht nur Lücken im Rückraum, sondern auch in der Verteidigung. Die drei Spieler gehören zum Abwehrblock und sind zwischen 1,96 und 2,06 Meter groß.

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