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Weltmeister gibt für SC DHfK der ersten Liga einen Korb - Oliver Krechel im Interview

Weltmeister gibt für SC DHfK der ersten Liga einen Korb - Oliver Krechel im Interview

Wie es sich mit einem Weltmeister im Team spielt, haben die Handballer des SC DHfK Leipzig in den Relegationsspielen zur zweiten Bundesliga erfahren. Im Mai verstärkte der Franzose Joel Abati für zwei Begegnungen das Team.

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DHfK-Torhüter Oliver Krechel

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Jetzt haben die Grün-Weißen den nächsten Weltmeister in ihrer Mannschaft. Torhüter Oliver Krechel hat für drei Jahre einen Vertrag unterschrieben, kommt aus Wilhelmshaven und hat gerade mit den deutschen Junioren den WM-Titel gewonnen. Im Interview spricht der 20-jährige Sportsoldat darüber, warum er nach Leipzig gewechselt ist, über seine ersten Eindrücke und wie er sich in der neuen Umgebung eingelebt hat.

Frage:

Sie gelten als eines der größten deutschen Torwarttalente und sind Juniorenweltmeister. Gab es keine Angebote aus der ersten Bundesliga?

Krechel:

Doch die gab es, sogar mehrere. Ich war mit einigen Clubs schon sehr weit in den Verhandlungen. Gemeinsam mit meinen Eltern habe ich mich beraten und dann doch für die zweite Bundesliga entschieden.

Warum? Hatten Sie Angst vor der höchsten Spielklasse?

Angst hatte ich nicht. Für meine Entwicklung ist die zweite Liga aber besser. Hier kann ich Spielpraxis sammeln. Bei einem Erstligisten hätte ich möglicherweise oft auf der Bank gesessen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass Leipzig aufgestiegen ist. Die dritte Liga wäre nicht so toll gewesen.

Wie ist der Kontakt zum SC DHfK zustande gekommen?

Das lief über Stefan Kretzschmar. Er hat mich angerufen. Da habe ich erstmal geschluckt. Es ist schon etwas anderes, ob irgendein Spielervermittler oder ein Mann mit diesem Namen sich meldet.

Musste er viel Überzeigungsarbeit leisten?

Die Verantwortlichen aus Leipzig haben mir das Projekt Bundesliga-Handball vorgestellt und mich mit viel Euphorie davon begeistert. Ich habe dann noch mit einigen Trainern gesprochen. Die haben gesagt: Mach das!

Torwarttrainer Wieland Schmidt lobt sie in den höchsten Tönen, möchten aus Ihnen am liebsten einen neuen Olympiasieger formen. Belastet Sie der Druck?

Gar nicht. Wieland kenne ich schon vom SC Magdeburg, wo ich in den Jugendteams gespielt habe. Dort habe ich sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Er legt viel Wert auf Schnelligkeit. Was in der Zukunft einmal kommt, werden wir sehen.

DHfK-Trainer Uwe Jungandreas gilt als sehr hart. Wie war die Saisonvorbereitung?

Das war ganz anders als in Wilhelmshaven. In Leipzig wird viel länger und intensiver trainiert. Die Einheiten bei Uwe Jungandreas laufen eher ab wie den Lehrgängen des DHB.

Mit Wilhelmshaven haben Sie in der vergangenen Saison in der zweiten Bundesliga gespielt. Was dürfen die Fans in der Ernst-Grube-Halle erwarten?

Das Tempo ist viel höher als in der 3. Liga, es werden weniger Fehler gemacht und jede Begegnung ist ein Topspiel. Wichtig ist besonders für die Köpfe, dass wir gut in die Saison starten.

Haben Sie sich in Leipzig schon eingelebt?

Dafür hatte ich bisher kaum Zeit. Eine Wohnung habe ich zwar schon, durch die Spiele mit der Nationalmannschaft war ich aber kaum hier. Was ich von der Stadt gesehen habe ist super. Die Restaurants und Cafés gefallen mir. Auch die Freizeitangebote sollen richtig gut sein, da habe ich aber noch nichts ausprobiert.

Wer den 1,99 Meter großen Oliver Krechel live in seinem Tor sehen möchte, hat am Mittwoch dazu Gelegenheit. Der SC DHfK testet in der Ernst-Grube-Halle gegen Eintracht Hildesheim. Anwurf ist um 19 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Interview: Matthias Roth

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