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Wie der FC Bayern München: Prokop setzt beim SC DHfK Leipzig auf Rotation

Wie der FC Bayern München: Prokop setzt beim SC DHfK Leipzig auf Rotation

Der FC Bayern München macht es, RB Leipzig wird sich nächste Saison anschließen und auch DHfK-Coach Christian Prokop nutzt diese Taktik: Der Trainer lässt in seinem Team rotieren. „Wir haben einen großen Kader, drei Spieler sitzen sogar hinter der Bank und können noch während der Partie nachnominiert werden“, so der Übungsleiter.

Beim SC DHfK soll das Team rotieren.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der FC Bayern München macht es, RB Leipzig wird sich nächste Saison anschließen und auch DHfK-Coach Christian Prokop nutzt diese Taktik: Der Trainer lässt in seinem Team rotieren. „Wir haben einen großen Kader, drei Spieler sitzen sogar hinter der Bank und können noch während der Partie nachnominiert werden“, so der Übungsleiter.

Am deutlichsten wurden die Spielerwechsel in den vergangenen Wochen auf Linksaußen. Prokop entschied sich immer für neue Aufstellungen. Zu Hause gegen Gummersbach brillierte am Ostermontag Marvin Sommer mit neun Treffern. Im Spiel danach in Wetzlar blieb er wieder draußen und Lukas Binder durfte ran.

Nach dem Gesetz der Serie müsste nun Sommer wieder spielen. Prokop will sich da noch nicht festlegen. „Es ist noch alles offen“, so der 38-Jährige. Einsätze wären für den Flügelflitzer wichtig. Nach seinen monatelangen Schulterbeschwerden ist er endlich fit. „Ich habe zuvor ein halbes Jahr unter Schmerzen trainiert, da kann man die Lust verlieren“, so der 25-Jährige. Sein Aufschwung kommt für ihn in Leipzig allerdings zu spät. In der kommenden Saison rückt der Balinger Yves Kunkel an seine Stelle. Sommer genießt die letzten Spiele dennoch und freut sich vor allem auf die Heimspiele gegen vier Spitzenteams aus Flensburg, Kiel, Magdeburg und Berlin.

Ein Erlebnis würde er gern noch einmal wiederholen: Im September 2015 erzielte Sommer gegen den SC Magdeburg in der letzten Sekunde den überraschenden 26:25-Siegtreffer in der Arena. „Ich würde am liebsten gegen alle vier Mannschaften das entscheidende Tor werfen“, blickt er auf die noch vor ihm liegenden Aufgaben.

Wohin es Sommer in der kommenden Saison verschlägt, ist noch offen. Am liebsten möchte er in der 1. Bundesliga bleiben. „Das wird aber schwer, weil die meisten Plätze in den Teams schon vergeben sind“, so Sommer. Die 2. Bundesliga bliebe eine Option, auch eine mögliche Rückkehr zu seinem alten Verein nach Aue. Entschieden, so Sommer, sei aber noch nichts.

Prokop ist nach der knappen Niederlage gegen Wetzlar noch immer die Enttäuschung anzumerken. „Uns hat die Cleverness gefehlt“, sagt er mit Blick auf den 0:4-Lauf in der Schlussphase. Von der Mannschaft fordert Prokop, sich nach der überragenden Saison jetzt nicht in Selbstzufriedenheit zu begeben.

Der Name des nächsten Gegners klingt zwar übermächtig, Prokop rechnet sich trotzdem gegen die SG Flensburg-Handewitt (Anwurf am Sonntag um 15 Uhr in der Arena) etwas aus. Die Mannschaft müsse aber an ihre Leistungsgrenze gehen.

Bis auf den langzeitverletzten Tobias Rivesjö und Christoph Steinert (Zahn-OP) kämpfen alle Spieler um einen Platz im Kader. Prokops Rotation macht ihnen Hoffnung. Wer tatsächlich den Sprung schafft, entscheidet der Trainer erst kurzfristig.

Flensburg fliegt am Donnerstag nach dem Spiel gegen Skopje in der Champions League mit einer Chartermaschine noch einmal nach Hause. Am Sonnabend geht es dann im Bus weiter nach Leipzig. In den Reisestrapazen der Gäste könnte eine Chance des SC DHfK liegen. Prokop setzt darauf nicht: „Die SG ist immer voll fokussiert, ich sehe keinen Vorteil für uns“, so Prokop.

Von den 6000 Karten wurden für das Spiel inzwischen 5200 Tickets verkauft. Im Angebot sind noch Stehplätze und Sitze in den Blöcken sechs und elf. Nach dem Bundesligaspiel trifft die A-Jugend um 17.15 Uhr in der kleinen Arena im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft auf GWD Minden. Der Eintritt ist kostenlos.

Von Matthias Roth

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