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Wölfe von Tarp-Wanderup wollen ihre Festung gegen SC DHfK verteidigen

Wölfe von Tarp-Wanderup wollen ihre Festung gegen SC DHfK verteidigen

Leipzig. Die Festung Tarp-Wanderup steht in Schleswig-Holstein. Seit März 2010 hat sie kein Team mehr eingenommen. Und das soll auch am Sonnabend so bleiben, zumindest wenn es nach dem Willen von Stephan Thonak geht.

Er ist der Manager der HSG Tarp-Wanderup und seine Mannschaft empfängt am Sonnabend um 17 Uhr die Handballer des SC DHfK Leipzig in der Treenehalle mit ihren 900 Zuschauerplätzen. Beide Teams müssen siegen, um sich in der Relegation zum Zweitligaufstieg eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen.

Thonak gibt sich selbstbewusst vor dem Spiel gegen den Drittligameister aus dem Osten. „Wir müssen uns nicht verstecken“, sagt er. Die Erfolgsserie der Norddeutschen gibt ihm recht. Die letzte Heimniederlage musste die HSG in der vergangenen Saison gegen die zweite Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt hinnehmen.

Schnell gesteht der Manager aber seinen Respekt vor dem SC DHfK ein. „Da kommt eine kompakte, erfahrene Mannschaft zu uns“, hat Thonak beobachtet. Er wolle zwar auch aufsteigen, müsse aber nicht. Die HSG habe dafür noch nächstes oder übernächstes Jahr Zeit. „Der Druck liegt klar bei Leipzig“, so Thonak.

Seine Jungs freuen sich besonders auf die vom SC DHfK kurzfristig verpflichteten Topstars Joel Abati und Goran Stojanovic. „Solche Spieler haben wir schließlich sonst nicht in unserer Halle“, sagt der HSG-Macher. Hätte er die Möglichkeit zu solchen Verstärkungen gehabt, so Thonak, dann hätte er es genau wie die Leipziger gemacht.

So muss er auf seinen erfahrenen Drittligakader zurückgreifen, mit Spielern allesamt aus der Region. Und da ragen zwei Akteure heraus. Sie heißen Sjören Tölle und Mario Petersen und haben in der abgelaufenen Spielzeit allein 324 Tore der insgesamt 836 erzielten Treffer ihrer Mannschaft geworfen. Petersen war in den vergangenen drei Jahren jeweils Torschützenkönig der Liga und bringt bereits Zweitligaerfahrung mit.

„Die Rückraum bei Tarp ist wirklich stark“, erkennt auch Sven Lakenmacher an. Er ist Spielertrainer der HF Springe und musste in der drittenLiga zwei Niederlagen gegen die Nordlichter hinnehmen. Springe belegte punktgleich mit dem besseren Torverhältnis den zweiten Platz in der Tabelle, weil der direkte Vergleich zählt. „Wir wollten auch in die Relegation und haben das Ding am Ende verschenkt“, meint der gebürtige Magdeburger und ehemalige Nationalspieler. Die HSG sei gut eingespielt, verstehe sich blind auf dem Parkett, mache es mit ihrer agressiven Abwehr jedem Gegner schwer.

Vom Potential her sieht Lakenmacher aber klar den SC DHfK in der zweiten Bundesliga. „Wenn sich dort ein Mann wie Andreas Rudolph (Anmerk.: Präsident des Deutschen Meisters HSV Hamburg) engagiert, sagt das doch alles“, so der Linksaußen.

Manager Thonak glaubt trotzdem an seine Chance. Die HSG habe in dieser Woche noch einmal voll trainiert. Am Freitag wird das Pensum zurückgeschraubt, dann stehen Wellness und Videostudium des Gegners auf dem Programm. „Und am Sonnabend entscheidet dann die Tagesform“, meint Thonak.

Matthias Roth

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