Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
„Wollen nicht zur Rechen-Olympiade“: SC DHfK Leipzig setzt Zahlenspiele auf den Index

„Wollen nicht zur Rechen-Olympiade“: SC DHfK Leipzig setzt Zahlenspiele auf den Index

Rechnen verboten! Die Zweitligahandballer des SC DHfK Leipzig dürfen zwar einen heimlichen Blick auf die Tabelle werfen, Zahlenspiele in der Kabine stehen aber auf dem Index.

Voriger Artikel
Oehlrich und Streitenberger geben Vollgas - mit SC DHfK auf dem Weg zurück in die 1. Liga
Nächster Artikel
DHfK-Handballer treten gegen Hamm an – Wiedersehen für Leipziger Keeper Felix Storbeck

Bastian Roscheck am Kreis.

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. „Der Trainer würde uns sonst die Köpfe abreißen“, sagt Kreisspieler Bastian Roscheck. Dabei kennt sich der 23-Jährige mit Mathematik bestens aus. Er studiert neben dem Sport Betriebswirtschaftslehre.

Ein Blick in die Zweitliga-Statistik würde sich aber auch für Roscheck lohnen. Die Grün-Weißen sind im Laufschritt unterwegs. In den mittlerweile 15 zurückliegenden Saisonspielen haben sie 28 von 30 möglichen Punkten eingesammelt. Bis zum Jahreswechsel stehen in englischen Wochen noch sechs Partien auf dem Programm oder anders ausgedrückt: Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben.

Sollten die Leipziger alle Partien gewinnen, würden sie Silvester bereits mit 40:2 Punkten von der Tabellenspitze grüßen. Bietigheim genügten in der vergangenen Spielzeit 48 Punkte zum Aufstieg. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther schiebt diese Zahlen beiseite. „Wir wollen doch nicht zur Rechen-Olympiade“, meint er.

Vier Verträge laufen aus

Mit der Zukunft beschäftigt er sich dennoch intensiv. Im Januar ist WM-Pause in der Liga. In dieser Zeit werden die ersten Vertragsgespräche für die neue Saison geführt. Vier Kontrakte laufen bei den Grün-Weißen im Sommer aus.

Bei Uli Streitenberger ist klar, er beendet seine Karriere und arbeitet dann ausschließlich in der Geschäftsstelle, wo er jetzt bereits stundenweise hilft. Mit den Personalien Lukas Binder, Henrik Ruud Tovas und René Boese muss sich Günther dagegen befassen. Eine Verlängerung mit Kapitän Binder scheint von Vereinsseite eine ausgemachte Sache, sofern nicht ein Konkurrent aus der 1. Bundesliga noch dem Linksaußen ein unmoralisches Angebot vorlegt.

Der Geschäftsführer lässt sich bei der weiteren Kaderplanung nicht in die Karten schauen. „Die Entwicklung der Mannschaft ist noch nicht beendet“, erklärt er nur. Mit anderen Worten: Jeder kann sich noch für einen Platz im Team bei einem möglichen Aufstieg empfehlen.

Neuhausen hat „meisten Spielwitz“

Sollte die Qualifikation gelingen, rechnet Günther aber auch mit punktuellen Verstärkungen. „Wir haben einige Namen im Block“, verrät er. Das Anforderungsprofil: Die Spieler müssen die erste Bundesliga kennen und sich dort durchsetzen können. Auf ausländische Spieler anderer Ligen wollen sich die Grün-Weißen nicht verlassen.

Deshalb ist die WM in Katar für Günther zur Spielerbeobachtung wenig interessant. Das wäre von Leipzig aus auch schwierig. ARD und ZDF haben am Dienstag erklärt, keine Spiele des Turniers (15. Januar bis 1. Februar) zu übertragen. Grund ist ein Streit mit einer Rechteagentur über Übertragungstechniken. „Für unsere Sportart ist das ein herber Rückschlag, durch die öffentlich-rechtlichen Übertragungen hätten auch wir neue Zuschauer für den Handball gewinnen können“, so Günther.

Ein Live-Spiel in der Arena Leipzig wird wieder am kommenden Sonnabend (Anwurf ist  um 19.30 Uhr) geboten. Dann ist der TV Neuhausen beim SC DHfK zu Gast. Der Tabellenzehnte knöpfte am vergangenen Wochenende dem TV Bittenfeld einen Punkt ab. „Diese Mannschaft ist in der Liga mit dem meisten Spielwitz gesegnet“, warnt Trainer Christian Prokop, der sich für seine eigene Taktik gern von Varianten des Flensburger Spitzentrainers Ljubomir Vranjes inspirieren lässt.

Der Leipziger Coach kann bis auf den langzeitverletzten Michael Qvist (er soll Ende März wieder fit sein) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Max Emanuel trainierte am Mittwoch nicht mit. Der 20-Jährige stellte sich zur Musterung bei der Bundeswehr vor und strebt einen Platz in der Sportfördergruppe an.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News