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Zünglein an der Waage: DHfK könnte gegen die Löwen in den Titelkampf eingreifen

Verletzungssorgen Zünglein an der Waage: DHfK könnte gegen die Löwen in den Titelkampf eingreifen

Die Handballer des SC DHfK könnten das Zünglein an der Waage des Meisterschaftskampfes sein. Doch vor der partie gegen die Rhein-Neckar Löwen plagen Trainer Christian Prokop Verletzungssorgen. Dafür kehren alte Bekannte wieder zurück.

Milos Putera (r.) und Thomas Oehlrich (l.) werden am Mittwoch für den SC DHfK auflaufen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. „Das wird die ultimative Herausforderung für uns“, sagt Karsten Günther vor dem Heim-Knüller am Mittwoch gegen Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen (20.45 Uhr, Arena). Der Geschäftsführer der DHfK-Handballer hat gute Gründe für diese Formulierung. Erstens: Durch die 20:24-Pleite der Löwen bei den Füchsen Berlin ist die Meisterschaft extrem spannend geworden. Zweitens: Der SC DHfK könnte im Titelrennen das Zünglein an der Waage sein. Drittens: Die Leipziger haben mit großen Personalproblemen zu kämpfen.

Gleich drei Rückraumspieler fallen aus. Aivis Jurdzs brachte vom 25:30 in Lemgo einen Pferdekuss nebst geschwollenem Oberschenkel mit, Max Janke eine Wadenverhärtung – und Franz Semper von der A-Jugend-Partie in Minden eine Zerrung an der linken (Wurf-)Schulter.

„Das sind Hiobsbotschaften“, stöhnt Christian Prokop, zumal Jurdzs und Janke den Innenblock in der Abwehr bilden, der Trainer nun vorn und hinten umstellen muss. So werden am Mittwoch auch zwei Akteure im Aufgebot stehen, die in dieser Saison nur wenige Chancen erhielten: Sergey Zhedik und Deckungs-Spezialist und DHfK-Urgestein Thomas Oehlrich. „Jetzt zahlt sich unser breiter Kader aus“, sagt Prokop. Und obwohl die Löwen mit Auswahl-Kapitän Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki Weltklasse-Außen im Team haben, ist der Leipziger Coach überzeugt: „Dieses Match wird im Zentrum entschieden.“

Im Hinspiel führten seine Jungs am Samstag mehrfach, waren 45 Minuten auf Augenhöhe, verloren erst in der Schlussphase 22:28. Prokop hofft, die Partie erneut lange offen halten zu können. „Aber dafür brauchen wir eine aggressivere Abwehr als in Lemgo, mehr Konsequenz im Angriff und einen weiterhin in überragender Form haltenden Torwart Jens Vortmann.“ Weil der zweite Keeper Felix Storbeck erkrankt ist (Angina), werden die Fans in der Arena – bisher sind 4000 Tickets verkauft – auch ein Comeback erleben: Milos Putera kehrt nach fünfmonatiger Verletzungspause in die Mannschaft zurück.

Die Rhein-Neckar-Löwen dürfen sich nach der Pleite in Berlin keinen Ausrutscher mehr leisten. Kiel ist nach Verlustpunkten jetzt gleichauf, Flensburg liegt nur einen Zähler zurück. Der Tabellenführer fuhr noch am Sonntag von der Hauptstadt nach Leipzig, übernachtet im Lindner-Hotel, trainierte heute bereits in der Arena. Am Mittwoch vor dem Anpfiff werden die Löwen wohl einen Blick auf den Fernseher werfen und Magdeburg gegen Kiel die Daumen drücken. Sport1 überträgt ab 19 Uhr live – und gleich danach auch das Spiel des SC DHfK. Deutschlandweit im TV: noch ein Grund für Karsten Günther, von der ultimativen Herausforderung zu sprechen.

Steffen Enigk

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