Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Zum Sieg gebissen: Handballer des SC DHfK Leipzig holen 31:19-Sieg gegen Empor Rostock

Zum Sieg gebissen: Handballer des SC DHfK Leipzig holen 31:19-Sieg gegen Empor Rostock

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihren Heimauftakt in der 2. Bundesliga gegen den HC Empor Rostock klar mit 31:19 (14:5) gewonnen.

Vor 1485 Zuschauern hatten die Grün-Weißen nach großen Schwierigkeiten zu Beginn nur noch wenig Mühe mit ihrem Gegner, der aus seinen zweifellos vorhandenen körperlichen Vorteilen deutlich zu wenig machte. Bester Torschütze für die Hausherren war René Boese (10/5). Bei den Gästen trafen Tom Wetzel und Eric Göde (je 4) am häufigsten.

Mit ihrer starken Leistung überraschten die Leipziger vor allem Einen, ihren Trainer. "Was die Jungs ab der zehnten Minute gezeigt haben, hatte sich in den vergangenen Wochen nicht so angedeutet. Das hatte ich so nicht erwartet", gab Uwe Jungandreas unumwunden zu. "Da kann ich heute nicht viel kritisieren."

Im Grunde schien die Partie für die Messestädter bereits nach acht Minuten verloren. Die Gäste lagen 3:0 in Front und machten nicht den Eindruck, als würde sie irgendetwas von ihrem Konzept abbringen können. Vorn zeigten sich die Hanseaten zwar nicht sonderlich konsequent, aber doch bis zu diesem Zeitpunkt ausreichend treffsicher.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hier gibt es einen Zusammenschnitt der Liveübertragung als Audio-Podcast:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Es war das, was es bei uns eigentlich immer ist", kommentierte Ulrich Streitenberger diese Minuten später. "Wir haben seit zwei Jahren hier kein Spiel mehr verloren. Es war das erste mal zweite Liga vor unseren Fans. Es war ein Derby. Vielleicht war das zuviel. Wir sind einfach nicht reingekommen."

Dennoch: Nach 30 Minuten lautete der Zwischenstand 14:5, und zwar für die Hausherren, die sich zuvor mit unglaublicher Leidenschaft in die Partie gebissen hatten. Überragender Akteur war neben Kapitän Thomas Oehlrich René Boese, der zwischenzeitlich vier Mal in Folge traf und in der ersten Halbzeit vier Siebenmeter verwandelte.

Wie von der Kette seien seine Jungs los gewesen, nachdem sie zunächst das 3:3 geschafft hatten, meinte der Coach der Leipziger. "Da haben wir dann auch ein paar einfache Tore gemacht. Das hilft viel, wenn du nicht für jeden Angriff irgend etwas Besonderes machen musst", kommentierte Till Riehn diese Phase. Der Neuzugang aus Münden war in der 19. Minute auf's Feld gekommen. "Da lief es ja zum Gück schon etwas besser", meinte er mit einem Augenzwinkern.

Die Gäste erlebten dagegen ein echtes Waterloo. Denn wirklich nichts von dem, was zu Beginn so wunderbar funktioniert hatte, lief noch. Die Fehlwurfquote stieg ins Astronomische. Selbst eingefleischten Handballfans stand ob dieses Leistungseinbruchs bisweilen der Mund offen.

"Wir haben stark angefangen und dann noch stärker nachgelassen", sagte Gästecoach Holger Schneider. "Wir hätten das 5:0 machen können, haben diese Hunderprozentige aber liegengelassen und sind dann völlig auseinandergefallen. Das war eine richtige Vorführung." Verteufeln wollte Schneider seine Jungs aber ganz und gar nicht. "Es war klar, dass wir mit dieser jungen Mannschaft im Saisonverlauf so manches lernen würden. Heute denke ich, haben wir viel gelernt."

Trotz drei Treffern in Folge zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich an der nun herrschenden Situation nichts mehr. Die Leipziger hielten ihren Vorsprung konstant bei mindestens sieben Treffern und boten den Gästen keine wesentlichen Gelegenheiten mehr zu Ergebniskosmetik oder mehr. Im Gegenteil: Der inzwischen ins Rollen gekommene grün-weiße Zug behielt sein Tempo bei.

Den großen Wehrmutstropfen gab es nach 58 Minuten und 58 Sekunden, als Oehlrich am Torraum umgerissen wurde und schreiend zu Boden ging. Die Partie war mehrere Minuten unterbrochen. Der Kapitän, der sich offensichtlich am rechten Fuß verletzt hatte, musste von Till Riehn und dem Physiotherapeuten vom Feld geführt werden. Ein Schiedsrichterpfiff unterblieb.

"Ich hoffe, wir haben diesen Sieg heute nicht zu teuer bezahlt", sagte Jungandreas nach dem Spiel. Denn neben Oehlrich, bei dem wohl eine alte Fußverletzung aufbrach, waren nach dem Abpfiff auch Philipp Seitle (Schlag gegen den Kopf) und Eric Jacob (Knie) angeschlagen.

Leipzig:

Galia; Krechel; Riehn (2); Seitle (2); Jacob; Müller; Baumgärtel (4); Dietzmann; Streitenberger (4); Binder; Boese (10/5); Wolf (1); Oehlrich (7); Telehuz (1); Wagner.

Rostock:

Storbeck; Schröder; Bruna; Gorniak (1); Dethloff (2); Langhans (1); Höwt (3); Meschke (1); Gruszka (1); Wetzel (4); Sadewasser; Göde (4/2); Zemlin (2).

Siebenmeter:

Leipzig 5/6; Rostock 2/5.

Strafen:

Leipzig 4; Rostock 6.

Antje Henselin-Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News