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Zurück zum Erfolg: SC DHfK Leipzig hakt Pleite ab – Henstedt-Ulzburg überrascht

Zurück zum Erfolg: SC DHfK Leipzig hakt Pleite ab – Henstedt-Ulzburg überrascht

Mund abputzen und weiter geht’s. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben keine Zeit, lange über die zweite Saisonniederlage am vergangenen Mittwoch gegen Hamm zu grübeln.

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DHfK-Trainer Christian Prokop.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Am Sonntag (17 Uhr) steht schon das nächste Spiel auf dem Plan. Gegner ist dann Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg. Für DHfK-Trainer Christian Prokop kommt die schnelle Chance zur Wiedergutmachung gelegen. „Wir haben in der Hinrunde bisher vieles richtig gemacht“, sagt der Coach. Deshalb werde er jetzt auch keine Veränderungen vornehmen.

Der ASV Hamm-Westfalen versetzte dem Höhenflug der Leipziger einen Dämpfer. Für Prokop wurde das Duell im Rückraum entschieden. „Im Angriff waren wir einfach nicht konsequent genug“, analysiert er. Philipp Weber habe als einziger seiner Spieler in der Offensive zu seiner Normalform gefunden. Aber auch beim besten Torschützen der Liga schränkt Prokop ein: Er hat erst in der zweiten Halbzeit gezündet. Weiteres Manko der Grün-Weißen waren die Siebenmeter. Von elf Strafwürfen brachten sie nur sechs Bälle im Kasten von Hamm unter. „Das ist eine Konzentrationsfrage, da brauchst du hundert Prozent“, so Prokop.

Mit Henstedt-Ulzburg kommt nun ein vom Papier her leichter Gegner in die Arena. Mit den Rand-Hamburgern verbinden die Leipziger Fans aber unschöne Erinnerungen. Vor zwei Jahren reisten die Norddeutschen ebenfalls im Dezember nach Leipzig, waren damals Tabellenletzter und nahmen dennoch beide Punkte mit. Manager Maik Gottas reagierte damals spektakulär, verbannte Steve Baumgärtel, Till Riehn und Cristian Telehuz aus der Mannschaft und holte dafür Philipp Seitle aus Neuhausen zurück nach Leipzig.

Video von der Blamage vor zwei Jahren

Die Situationen lassen sich aber nicht vergleichen. Heute stehen gerade noch vier Spieler von damals im Kader. Und Leipzig agiert nach der Erfolgsserie mit 15 gewonnenen von 17 Saisonspielen selbstbewusst. Prokop warnt dennoch: „Wenn wir nicht unser komplettes Leistungsvermögen abrufen, wird jeder Gegner auf Augenhöhe sein.“

Bittenfeld ist Warnung

Am Mittwoch bekam das der Konkurrent aus Bittenfeld zu spüren. Der Tabellendritte kam gegen Henstedt-Ulzburg nur zu einem 24:24-Unentschieden und das noch mit Glück. Erst in der letzten Spielsekunde erzielten die ambitionierten Süddeutschen den Ausgleich. Nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga hat der SV seine Personallinie aufgegeben und setzt nicht mehr ausschließlich auf junge deutsche Spieler. Inzwischen stehen vier Skandinavier, drei ehemalige Spieler vom HSV Hamburg und ein slowakischer Nationalspieler mit spanischer Erstligerfahrung im Kader.

Die Gäste belegen den zwölften Tabellenplatz und haben sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Mit etwas Glück hätte es am Mittwoch auch zu einem Sieg gegen Bittenfeld gereicht. Vor dem letzten Konter, der dem TV den unverhofften Ausgleich bescherte, hatte Henstedt-Ulzburg sogar noch das 25. eigene Tor erzielt. Der Treffer zählte aber nicht, weil Trainer Matthias Karbowski genau in diesem Augenblick die grüne Karte für die Auszeit auf den Tisch legte. Statt danach die Zeit herunterzuspielen, warf Tim Völzke fünf Sekunden vor Schluss ohne Not auf das Tor und scheiterte. Es folgte der Bittenfelder Konter.

Diese Dramatik will der SC DHfK gar nicht erst aufkommen lassen. Prokop schult seine Männer noch einmal per Taktik-Video. „Mit einer starken eigenen Leistung haben wir uns in dieser Saison stets vom Gegner abgesetzt“, so der Trainer. In der Arena haben die Leipziger in dieser Saison alle Punktspiele gewonnen. Ein weiterer Erfolg würde nicht nur wichtige Punkte im Aufstiegskampf mit sich bringen, sondern auch Rückwind für den Höhepunkt im Dezember. Am kommenden Mittwoch ist Erstligist Balingen-Weilstetten zum Pokalspiel bereits der nächste Kontrahent. Anwurf ist um 19.30 Uhr.

Matthias Roth

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