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Zwei Leipziger DHfK-Spieler stehen vor ihrem Comeback

Handball-Bundesliga Zwei Leipziger DHfK-Spieler stehen vor ihrem Comeback

Der Kader des SC DHfK Leipzig füllt sich wieder. Gegen GWD Minden planen zwei Spieler am Sonntag ihr Comeback. Für Christoph Steinert wird es ein besonderes Spiel.

Will gegen seinen alten Verein wieder spielen: Christoph Steinert.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Trainerdiskussion abhaken und den Kampf annehmen: Für die Handballer des SC DHfK Leipzig steht am kommenden Sonntag (Anwurf 15 Uhr in der Arena) ein ganz wichtiges Spiel auf dem Programm. Aufsteiger GWD Minden ist zu Gast. Mit einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Christian Prokop weiter in Tuchfühlung zu den Europacup-Plätzen bleiben. Bei einer Heimpleite wäre der Aufsteiger aus Ostwestfalen bis auf zwei Punkte an die Leipziger herangerückt. So schnell geht das in dieser Saison.

„GWD spielt mit einer sehr laufintensiven Abwehr und mit einem Angriffskonzept, das unserem ähnelt“, sagt Prokop. Die Mindener haben nach dem Abstieg ihren Kader größtenteils zusammengehalten und sind so im Sommer direkt in die Beletage des deutschen Handballs zurückgekehrt. Trainer Frank Carstens hat aus einem Team mit Individualisten eine schlagkräftige Mannschaft geformt. Vor allem der 34:24-Heimsieg gegen den SC Magdeburg sorgte zuletzt für Aufsehen.

Die Wege von Spielern und Übungsleitern beider Teams haben sich in der Vergangenheit mehrfach gekreuzt. Prokop und Carstens spielten einst gemeinsam für GWD Minden und absolvierten auch zusammen die Trainerausbildung. Ein Thema, was beim SC DHfK im Moment niemand mehr hören mag, spricht Carstens gleich als erstes an: Der mögliche Wechsel seines Kollegen Prokop als Bundestrainer zum Deutschen Handballbund. „Das Amt hätte er so was von verdient. Christian hatte überall sportlichen Erfolg. Der SC DHfK hätte ein Problem, wenn er ginge“, so Carstens.

Ein besonderes Spiel wird es auch für Jens Vortmann und Christoph Steinert. Beide DHfK-Profis trugen einst ebenfalls das Trikot der Mindener. „Jens merkt man die Motivation für das Spiel im Training an“, findet Prokop. Steinert brennt nach seiner Schulterverletzung auf ein Comeback ausgerechnet gegen seinen alten Verein.

Steinerts Wechsel im vergangenen Jahr von GWD zum SC DHfK war erst nach einem Gerichtsprozess perfekt. Er hatte in Minden eigentlich noch einen Vertrag bis 2016, allerdings nur für die 1. Bundesliga. Der Tabellensechzehnte Minden wehrte sich damals auch mit juristischen Mitteln gegen den Abstieg aus einer mit 19 Teams aufgeblähten Liga, verzichtete nach einer ersten Niederlage vor Gericht auf weitere Rechtsmittel. Der Weg nach Leipzig wurde somit für Steinert frei.

Wieder fit ist auch Flügelflitzer Peter Strosack. Dem SC DHfK waren bei den Füchsen Berlin die Außenspieler auf der rechten Seite wegen Verletzungen ausgegangen. Die gesamte Last lag in dem Spiel auf Nachwuchsmann Sebastian Naumann.

Weitere Personalie: Der ebenfalls angeschlagene Tobias Rivesjö durfte für zwei Woche in seine schwedische Heimat reisen und arbeitet dort mit einem Physiotherapeuten an seiner Rückkehr.

In der kommenden Woche muss der SC DHfK dann zu den Nordspielen nach Flensburg und Kiel reisen und bleibt gleich mehrere Tage an der Küste, um zusätzliche Reisestrapazen zu umgehen. Fairer Zug der Flensburger: Sie lassen die Sachsen in ihrer Nachwuchsakademie wohnen.

Matthias Roth

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