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60 Minuten geackert: SC DHfK Leipzig gewinnt im Abstiegskampf gegen TuS Ferndorf

60 Minuten geackert: SC DHfK Leipzig gewinnt im Abstiegskampf gegen TuS Ferndorf

Leipzig. Hartnäckig und überzeugend: Der SC DHfK Leipzig hat sich am Samstagabend im Kellerduell der 2. Handball-Bundesliga in der Arena Leipzig mit 29:24 (18:15) durchgesetzt.

Gegen TuS Ferndorf steigerten sich die Leipziger im Vergleich zum vergangenen Wochenende deutlich und nahmen zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt mit.

 

Das Team von Uwe Jungandreas gab gleich den Ton an, legte 3:1 vor. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther hatte eine andere Einstellung als zuletzt bei der 31:37-Heimniederlage gegen Friesenheim gefordert. Die Rückendeckung dafür gab Gabor Pulay in den Anfangsminuten, stand im Tor der Leipziger wie ein Fels in der Brandung. Der Ungar hielt drei Würfe aus dem Spiel heraus, in der 7. Minute sogar einen Siebenmeter. Dadurch konnte sein Team weiter auf 6:3 enteilen.

„Wir haben uns diese Woche alle beim Manager zu Hause in lockerer Runde getroffen, miteinander geredet und uns auf die anstehenden Partien eingeschworen“, erzählte Rene Boese. Das habe man gegen Ferndorf an der Körpersprache und dem Einsatz des Teams gemerkt. „Die Mannschaft hat eine Reaktion auf die Pleite gegen Friesenheim gezeigt“, meinte der Rechts Außen.

 

In der 12. Minute war Ferndorf allerdings beim 7:7 wieder dran. Hier ging es um puren Überlebenskampf in der Liga. Für den verletzten Kapitän Thomas Oehlrich wechselten sich Rico Göde und Till Riehn am Kreis ab. Gefährlich war aus gewaltiger Höhe im Rückraum immer wieder Matthias Gerlich, der in der ersten Viertelstunde bereits viermal das Tor traf.

 

Pulays gute Phase war zwar nun vorbei, aber ein Wechsel zwischen den Pfosten trug sofort Früchte. Aufsteiger Ferndorf kam einfach nicht an Igor Levshin vorbei. Auch das Umschalten von der Abwehr in den schnellen Angriff klappte beim SC DHfK. Die entscheidende Phase in Hälfte eins war geprägt von einem starken Leipziger Tatsuya Ogana, der im Doppelpack traf. Seine Teamkollegen veredelten im Anschluss zwei Konter und verschafften sich bis zum Gang in die Kabine ein Polster von drei Toren. „Heute hat wirklich jeder in der Mannschaft mitgezogen“, sagte Lukas Binder zufrieden, der mit sieben Treffern enormen Anteil am DHfK-Erfolg hatte.  

 

Nach der Pause ging es sofort munter weiter, Lukas Binder war am Samstag nicht zu stoppen. In der 41. Minute war der Vorsprung auf fünf Tore ausgebaut. Auch, weil Leshvin im Tor einige gute Möglichkeiten der Gäste vereitelte. „Die Abwehr stand in der zweiten Halbzeit bombensicher. Mit der Defensivleistung hat hier kein Gegner eine Chance“, erklärte Binder. Die knapp 2000 Zuschauer peitschten René Boese und Co. weiter nach vorn. Zehn Minuten vor Schluss stand ein 24:18 auf der Anzeigetafel.

 

War die Entscheidung gefallen? Leipzig antwortete mit einem Treffer: 25:18. Der Rest war Kür. Wie wichtig der Sieg war, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Ferndorf auf Abstiegsplatz 18 ist nun sieben Punkte vom SC DHfK entfernt. Auch DHfK-Coach Jungandreas zeigte sich zufrieden: „In der Abwehr haben wir heute den Grundstein gelegt. Viele Aktionen haben mir Freude bereitet. Diese Leidenschaft und Emotionen brauchen wir auch in den nächsten Wochen.“ Denn dann geht der Kampf ums Überleben in der 2. Handball-Bundesliga gnadenlos weiter. Die Kontrahenten heißen: Leutershausen, Saarlouis und Bad Schwartau – ebenfalls alles Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Statistik:

 

Leipzig:

Leshvin, Pulay, Streitenberger, Baumgärtel 2/1, Binder 7, Ogano 3, Gerlich 4, Boese 6/2, Riehn 1, Seitle 3, Prokopec, Feld 3, Göde, Emanuel, Krzikalla

Ferndorf:

Rottschaefer, Sijaric 2, Prskalo, Basic, Aust 6, Breuer 5, Hilger, Schneider 1, Thomas 2, Lange 2, Bettig 1, Barkow 2, Schneider 3  

Siebenmeter:

Leipzig: 2/1; Ferndorf: 2/0

Zeitstrafen:

Leipzig: 4, Ferndorf: 1

Zuschauer: 1998

Anne Grimm

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