Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Abwehrschlacht in Wetzlar: SC DHfK Leipzig gewinnt - Weber verletzt

Keeper Vortmann überragend Abwehrschlacht in Wetzlar: SC DHfK Leipzig gewinnt - Weber verletzt

Spannung bis zum Schluss: Es war das Aufeinandertreffen zweier gleichstarker Mannschaften. Weder der SC DHfK Leipzig noch die Gastgeber der HSG Wetzlar konnten sich entscheidend absetzen. Mit 23:22 (10:11) gewannen die Grün-Weißen denkbar knapp.

SC-DHfK-Tormann Jens Vortmann (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Am Donnerstagabend legte Leipzigs Yves Kunkel mit dem ersten Tor vor. Doch für Wetzlar zog Jannik Kohlbacher, der derzeit stärkste Kreisläufer der 1. Bundesliga, gleich. Dass die Hausherren in der Rittal Arena so lang bis zum ersten Treffer brauchten, lag vor allem an einem starken Keeper Jens Vortmann. Mit seinen Paraden – auch beim Siebenmeterwurf von Kristian Björnsen – sorgte er für Sicherheit in der Abwehr. Bis zur 10. Minute stand es 4:4. Im Anschluss schlichen sich beim DHfK einige Abspielfehler ein. Die HSG Wetzlar reagierte mit zwei Toren in kurzer Folge. André Haber, Trainer der Gäste aus Sachsen, zückte die grüne Karte, bat zur Auszeit. Sein Team kämpfte sich wieder auf Schlagdistanz heran. Unterstützt von einem weiterhin starken Jens Vortmann – seine Paraden hielten den Rückstand minimal. In der Offensive der Leipziger war vor allem Yves Kunkel erfolgreich, der in der 22. Spielminute einen Siebenmeterwurf zum 8:8-Ausgleich verwandelte – sein vierter Treffer bis dahin.

Philipp Webers Kurzeinsatz

Während Wetzlars Trainer Kai Wandschneider von Beginn an auf den Ex-Leipziger Philipp Pöter vertraute, ließ André Haber den Ex-HSG-Spieler Philipp Weber zunächst draußen. Doch ab der 25. Minute sollte der 1,93-Meter-Spieler für mehr Druck im Rückraum sorgen. Während Leipzig im Angriff glücklos blieb, machten die Hessen zwei Tore. Kurz darauf lag Weber am Spielfeldrand und musste behandelt werden. „Ich wollte schnell vorbei laufen, das war eine unglückliche Aktion. Da kann keiner was dafür.“ Der rechte Fuß hatte etwas abbekommen. Keine fünf Minuten auf der Platte, musste er auf der Tribüne Platz nehmen. Weber sagte, auf die Verletzung angesprochen: „Es tut weh. Wir wissen noch nicht, wie schwer die Verletzung ist. Ich denke, es ist etwas mit den Bändern, hoffentlich nur überdehnt.“ In der Schlussphase des ersten Durchgangs, 14 Sekunden vor den Schlusspfiff, bekamen die Gastgeber einen Siebenmeter zugesprochen. Torhüter Vortmann ließ sich nicht verladen, der Ball landete fast auf der Linie. Doch der Keeper griff sich das Leder, leitet noch einen Konter ein, der nicht von Erfolg gekrönt war. Mit 11:10 ging es in die Pause.

Nach der Pause blieb zunächst ein Angriff von Leipzigs Maximilian Janke in den Händen von HSG-Keeper Benjamin Buric hängen. Wetzlar traf anschließend in Gestalt von Kasper Kvist und – Philipp Pöter. Nach einem brutalen Foul an musste Joao Ferraz für zwei Minuten von der Platte. Den fälligen Siebenmeter verwandelt Yves Kunkel. Ein Tor von Franz Semper kurz darauf und der DHfK warwieder auf ein Tor ran. Niclas Pieczkowski war es dann, der aus dem linken Rückraum das 13:13 und damit den Ausgleich wieder herstellte. Das Glück war den Leipzigern nicht hold, den Franz Semper musste nur Sekunden danach von der Platte. Den folgenden Angriff konnte ein überragender Jens Vortmann noch abwehren, aber den Wurf von Björnsen direkt auf seinen Kopf konnte er nicht abwehren.

Packende Schlussminuten in Wetzlar

Leipzig im Angriff: Stefan Kneer schlug Leipzigs Aivis Jurdzs gegen den Adamsapfel und flog für zwei Minuten vom Feld. Leipzig lief noch hinterher. Aber erst besorgte Yves Kunkel den nächsten Ausgleich. Andreas Rojewski (43.) war es dann, der Leipzig erstmals seit der sechsten Minute wieder in Führung brachte. So ging es weiter: Leipzig geht in Führung, Wetzlar neutralisiert den Vorsprung. Die 4056 Zuschauer sahen zu jeder Zeit zwei Teams auf Augenhöhe, die sich eine enge Abwehrschlacht lieferten. Niclas Pieczkowski war es dann, der in der 58. Minute den Treffer zur 22:20-Führung markiert. Für die HSG traf André Hermann 30 Sekunden später. In der 59. Minute bekam der SC DHfK einen weiter Siebenmeter zugesprochen. Yves Kunkel jagte den Ball an die Latte. Mit nur einem Tor Vorsprung ging es in die alles entscheidende Minute. Joao Ferraz gelang 38 Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich. André Haber zückte den grünen Karton. Niclas Pieczkowski drosch den Ball vier Sekunden vor dem Schlusspfiff in die Maschen. Wetzlar lief einen finalen Konter, doch Jens Vortmann, auf den Knie, verhinderte den Ausgleich. Der SC DHfK gewann mit 23:22.

Ein überragender Keeper Vortmann sagte nach der Partie: „Wir haben gut und hart in der Abwehr gestanden, dabei keine Schwächephase gehabt. Das war der Grundstein. Der Keeper lobte aber auch Wetzlar: „Das war ein kampfstarkes Spiel mit guten Abwehrreihen auf beiden Seiten.“ Sein Gegenpart, Wetzlars Tormann Benjamin Buric, sprach von einem „Spiel mit einer sensationellen Abwehr von beiden Mannschaften. Wir hatten große Probleme im Angriff.“

Der SC DHfK Leipzig rückt nun auf Platz vier der stärksten Liga der Welt vor, da sowohl Hannover als auch Berlin am Donnerstag Siege verzeichneten. Nun haben die Jungs von André Haber erstmal zwei Tage Trainingsfrei, denn die kommende Woche wird hart. Am Donnerstag, 5. Oktober empfängt der SC DHfK um 19 Uhr mit den Berliner Füchsen den Tabellen-Dritten. Am Sonntag, 8. Oktober, steht den Leipzigern dann Aufsteiger und Schlusslicht TuS N-Lübbecke ins Haus. Anwurf ist dann um 12.30 Uhr.

Statistik

SC DHfK: Jens Vortmann (TW), Milos Putera (TW) – Yves Kunkel (8, 3/4), Niclas Pieczkowski (5), Maximilian Janke (3), Franz Semper (2), Aivis Jurdzs (1), Lucas Krzikalla (1), Benjamin Meschke (1), Tobias Rivesjö (1), Andreas Rojewski (1), Philipp Weber, Lukas Binder, Bastian Roschek, Alen Milosevic, Peter Strosack

Strafen: 6 Minuten, 1 Gelbe Karte
Zuschauer: 4056

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte