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Bewegendes letztes Spiel von Christian Prokop mit dem SC DHfK

28:32 gegen die Füchse Bewegendes letztes Spiel von Christian Prokop mit dem SC DHfK

Der SC DHfK Leipzig hat sein letztes Saisonspiel gegen die Füchse Berlin verloren. Mannschaft und Fans bereiteten Trainer Christian Prokop einen emotionalen Abschied.

Es war sein letztes Spiel als Trainer des SC DHfK: Christian Prokop gab am Sonnabend mit seiner Leipziger Mannschaft noch einmal alles gegen die Füchse Berlin.

Quelle: dpa

Leipzig. Emotionen, Tränen, Wehmut: Es war von Anfang an klar, dieses Spiel des SC DHfK Leipzig wird kein normaler Saisonabschluss. Trainer Christian Prokop betrat am Sonnabend 20 Minuten vor dem Anpfiff die Arena, setzte sich allein auf die Bank und verfolgte zum letzten Mal die Aufwärmübungen seiner Mannschaft. Es wirkte geradeso, als ob der 38-Jährige jeden dieser Augenblicke aufsaugen und bewahren wollte, bevor er den SC DHfK nun verlässt und künftig ausschließlich die deutsche Nationalmannschaft betreut. "Ich habe letzte Nacht unruhig geschlafen", verriet der Coach.

Noch vor dem Anpfiff wurde Prokop unter dem lautstarken Jubel der 5115 Zuschauer verabschiedet. Besondere Ehre: Er ist nun auch Mitglied der Hall of Fame des Vereins. Unter dem Dach der Arena hängt ein Banner mit der Aufschrift "Christian Prokop - CCCP - 2013-2017" (CCCP für Chefcoach Christian Prokop). "Ich habe davon nichts gewusst, es war ein sehr emotionaler Augenblick und ist eine riesige Ehre für mich", sagte Prokop.

Es war Christian Prokops letztes Spiel als Trainer von Leipzig: Gegen die Füchse Berlin hat der SC DHfK am Sonnabend verloren.

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Auch drei Spieler verlassen die Grün-Weißen: Christoph Steinert (HC Erlangen), Roman Becvar (HC Elbflorenz) und Marvin Sommer (Ziel noch unklar) wurden ebenfalls geehrt.

Die Vorzeichen vor der Partie waren klar: Der SC DHfK hatte den achten Platz sicher, wollte aber "aggressiv und mit Freude" auf die Berliner Spieler gehen. Für die Füchse stand noch mehr auf dem Spiel. Mit einem Sieg sollte der SC Magdeburg auf Distanz und der vierte Rang verteidigt werden. Trainerfuchs Velimir Petkovic ist aber auch ein kühler Rechner. Sollte der THW Kiel beim Absteiger in Balingen-Weilstetten verlieren, dann könnte sein Team am letzten Spieltag noch den dritten Platz und damit die Champions League erreichen. Zur Pause war die Überraschung greifbar, Kiel lag mit 10:13 hinten und die Berliner mit 16:12 in Führung. Gerade acht Tore trennte beide Spitzenteams noch voneinander. "Wir haben in der ersten Hälfte unsere Abwehr nicht gestellt bekommen", sagte Prokop.

Allerdings setzten sich die Füchse erst in den letzten beiden Minuten etwas ab. Zuvor hielten die Leipziger das Spiel offen, führten zwischenzeitlich sogar mit 10:8. In der Schlussphase von Hälfte eins packte die Gästeabwehr aber energischer zu und Torhüter Silvio Heinevetter vereitelte mehrere klare Gelegenheiten, wie zuvor auch schon Jens Vortmann auf der anderen Seite.

Im Blick hatte das Spiel auch stets der SC Magdeburg. Die Elbestädter konnten noch auf Rang vier vorziehen, brauchten aber die Hilfe des SC DHfK. "Wenn das klappt, rufe ich gleich nach dem Spiel an und bedanke mich", sagte SCM-Coach Bennet Wiegert.

Berlin drückte in der zweiten Hälfte auf die Tube und setzte sich auf 21:15 ab. Die Gastgeber holten zwar noch einmal zum 19:22 auf, auch wegen eines bestens aufgelegten Becvar. Der entscheidende Schritt sollte aber nicht mehr gelingen. Entweder hielt Heinevetter, kam mit Pfostenwürfen auch Pech dazu oder es wurden Siebenmeter nicht verwandelt.

Die Füchse siegten am Ende mit 32:28 (16:12), an der Tabelle änderte das nichts mehr, weil Kiel in Balingen doch noch gewann. "Schade, dass es mit dem i-Tüpfelchen heute nicht geklappt hat", meinte der DHfK-Trainer.

Nach dem Abpfiff feierten Fans und Mannschaft eine überragende Saison und natürlich Christian Prokop auf einer Partybühne.

SC DHfK Geschäftsführer Karten Günhter mit Christian Prokop und einigen Spielern.

Zum Abschied bekam Trainer Christian Prokop von seiner Mannschaft eine Bierdusche - und einen Gutschein für ein Konzert von Helene Fischer.

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Putera - Steinert 3/1, Rojewski 5, Jurdzs 2, Krzikalla, Binder 1, Janke 4, Pieczkowski 3, Sommer 1, Roscheck, Meschke 4, Becvar 2, Milosevic 2

Füchse Berlin: Heinevetter 2, Stochl - Wiede, Elisson 4, Gojun 1, Nenadic 8, Tönnesen 5, Plaza Jimenez 5, Lindberg 1/1, Zachrisson, Fäth 4, Matthes, Drux 2

Zeitstrafen: SC DHfK 4 Minuten , Füchse 6 Minuten

Siebenmeter: SC DHfK 3/1 , Füchse 1/1

Zuschauer: 5115

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