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DHfK-Handballer holen sich mit 32:20-Sieg gegen Baunatal die Tabellenführung

DHfK-Handballer holen sich mit 32:20-Sieg gegen Baunatal die Tabellenführung

Der SC DHfK Leipzig ist neuer Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga. Die Messestädter setzten sich am Sonntagnachmittag vor 2213 Zuschauern in der Arena Leipzig 32:20 (15:8) gegen Eintracht Baunatal durch und eroberten damit den Platz an der Sonne.

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Zeigte sich in Torlaune: Alen Milosevic vom SC DHfK.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Dabei profitierten sie von der 18:24-Niederlage der Wölfe Rimpar in Großwallstadt und bleiben als einziges Team verlustpunktfrei.

"Es ist natürlich schön, jetzt auf die Tabelle zu gucken. Aber das ist nur eine Momentaufnahme", zeigte sich DHfK-Trainer Christian Prokopg gewohnt bescheiden. Auch sein erneut sehr starker Keeper Felix Storbeck mochte sich nur so ein bisschen freuen. "Im Grunde ist das doch nebesächlich. Wir müssen von Woche zu Woche schauen." Wenigstens DHfK-Handball-Geschäftsführer Karsten Günther zeigte Begeisterung. "Alle haben Einsatzzeiten bekommen. Ein schöner Sieg, ein schöner Tag", sagte er und angesprochen auf den ersten Platz dann doch wieder sofort zu betonen: "Das hat keine Bedeutung."

Im Spiel hatten sich die Grün-Weißen souverän gezeigt. Von Beginn an ließen die Gastgeber im Duell mit dem Aufsteiger an ihrer Favoritenrolle keinerlei Zweifel aufkommen. Bereits nach sechs Minute stand es 4:1. Schnell war klar: Die Gäste aus Baunatal würden hier heute keine Chance haben. Vor allem im Angriff konnten die Grün-Weißen mehr oder weniger schalten und walten, wie es ihnen gefiel. Dabei offenbarten sie auch zügig ihr größtes Manko an diesem Sonntag: die Chancenverwertung. 15:8 stand es zur Halbzeit. Es hätten locker und ohne Übertreibung auch 25 Treffer auf Leipziger Seite sein können.

Die Wurfeffektivität war zwar irgendwie desaströs, aber da die gänzlich harmlosen Eintracht-Männer diese Fehler der Hausherren nicht bestraften, konnten die das Spiel auch dank einer soliden Abwehr- und Torhüterleistung von Felix Storbeck überlegen gestalten. Dabei nutzte Coach Christian Prokop die Gelegenheit, bereits früh sein Personal durchzuwechseln. Auf links durfte zunächst Uli Streitenberger, später dann Sebastian Greß wirbeln. Auch der erst 17-jährige Sebastian Naumann kam mehrfach zum Einsatz und machte seine Sache nicht so schlecht. Bis zum Abpfiff hatte bis auf den angeschlagenen Kapitän Thomas Oehlrich jeder Akteur im Aufgebot auch auf der Platte gestanden. "Ich denke, dass das einer der ausschlaggebenden Punkte heute war, unsere Qualität in der Breite", freute sich Christian Prokop über seine Jungs. 

"Auch wenn das vielleicht nicht immer realistisch ist, wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte Baunatals Trainer Ralf Horstmann später. Er sei mit dem Beginn seiner Mannschaft eigentlich zufrieden gewesen, "Aber dann hält Felix Storbeck jeden Ball und wir laufen nur noch hinterher." Traurig war der Gästecoach keineswegs. "Bei uns ist ein Teil der Mannschaft voll berufstätig. Wir können uns viele Dinge nicht leisten. Für uns ist die zweite Liga ein großes Abenteuer."

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Philipp Pöter vom SC DHfK (m.) gegen Thorben Buhre (l.) und Phil Räbiger von Eintracht Baunatal.

Quelle: Christian Modla

Auch in Hälfte zwei änderte sich nichts an den herrschenden Kräfteverhältnissen. Die DHfK-Sieben baute ihren Vorsprung aus. In der 40. Minute traf Greß zum 21:12. Dann wurde der grün-weiße Express erst einmal gestoppt. Philipp Weber kassierte eine Zeitstrafe und das unter Prokop eigentlich bewährte Agieren mit einem zusätzlichen Feldspieler in Unterzahlsituationen klappte nicht richtig. Zwei Mal schaffte es Felix Storbeck nicht rechtzeitig zurück in den Kasten und "Interims-Keeper" Philipp Pöter offenbarte Reserven im Torhüterspiel.

Die zwei Gegentore in Folge blieben natürlich eine Episode. Die Jungs aus Baunatal hatten keinerlei Mittel gegen souverän aufspielende Hausherren, die auch in den zweiten 30 Minuten jede Menge bester Gelegenheiten ungenutzt ließen, sich aber in der Abwehr stark zeigten. So blieb Zeit für kleine besondere Momente wie den, als Sebastian Nauman sein erstes Tor in der Bundesliga feiern durfte. Auch der von den Fans so geliebte Uli Streitenberger trug sich in der Schlussminute gleich doppelt in die Torschützenliste ein und setzte gemeinsam mit René Boese mit einem Kempa-Trick den Schlusspunkt.

"Baunatal ist die jüngste Mannschaft in der Liga. Die haben viel Potential. Ein bisschen erinnern sie mich an uns", meinte Felix Storbeck, der keine Geringschätzung des sonntäglichen Gegner gelten lassen wollte. "Wir wussten um die Stärke des Gegners, haben uns entsprechend vorbereitet. Deshalb lief es genau so."

Leipzig:

 Tovas; Storbeck; Naumann (1); Emanuel (2); Streitenberger (2); Krzikalla; Pöter (4); Oehlrich; Greß (3); Boese (3); Roschek; Weber (7); Milosevic; Pechstein (4).

Baunatal:

 Paar; Kroll; Kroch; Buhre (1); Pollex (1); Schade (2); Fuchs (4); Feuring; Räbiger (2); Gessner; Bornemann (1); Weinrich (2); Gabriel (7).

Strafen:

 Leipzig 3; Baunatal 3 + rote Karte für Koch.

Antje Henselin-Rudolph

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