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DHfK-Handballer schaffen die Pokal-Überrraschung - 27:26-Sieg gegen Eisenach

DHfK-Handballer schaffen die Pokal-Überrraschung - 27:26-Sieg gegen Eisenach

Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind am Samstagabend mit einem 27:26 (16:14) über den ThSV Eisenach in die zweite Runde des DHB-Pokals eingezogen.

Die Drittliga-Jungs von Coach Sven Strübin zeigten vor rund 500 Zuschauern gegen die höherklassigen Thüringer streckenweise mitreißenden Handball und gewannen verdient. Bester Werfer auf Leipziger Seite war René Boese mit fünf Treffern. "Wir haben nervös angefangen und wurden erst zum Ende der ersten Halbzeit offensiver", kommentierte DHfK-Coach Sven Strübin nach dem Abpfiff. "Eigentlich waren wir überlegen, haben das Spiel aber durch zu viele Fehler unnötig spannend gemacht."

Beide Teams begannen die Partie eher verhalten. Es waren die Hausherren, die sich die erste Chance herausspielten. Aber Eisenachs Keeper Radek Musil hielt gegen Neuzugang Ulrich Streitenberger. Das eröffnete den Gästen die Möglichkeit zum ersten Treffer. Und die nutzte der Zweitligist. Nach vier Minuten stand es nach zwei Toren durch Philipp Lindner 0:2. Die Gastgeber benötigten fast sechs Minuten, um den Ball ihrerseits im gegnerischen Gehäuse unterzubringen: Maik Wolf hob die Lederkugel locker über Musil in die Maschen.

Bis zur 11. Minute gelang es den Leipzigern, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Dann häuften sich die Fehler. Mehrfach vertändelten die DHfK-Akteure den Ball am Kreis. Eisenach hatte bei den sich ergebenden Tempogegenstößen wenig Mühe. In der 14. Minute zogen die Gäste durch Benjamin Wöhler erstmals auf zwei Tore davon. Als sich der Vorsprung in der 19. Minute auf 6:9 erhöhte nahm Coach Strübin eine Auszeit. Die Wirkung ließ zunächst auf sich warten. Daniel Luther traf in der 22. Minute zum 7:11. Die Hausherren schienen auf der Verliererstraße.

Es folgten die Minuten des René Boese. Der Neuzugang von Concordia Delitzsch nahm auf Rechtsaußen und traf innerhalb von fünf Minuten gleich vier Mal. Gleichzeitig kehrte das Glück zu Leipzigs Keeper Michael Galia zurück. Der 37-Jährige hielt und versetzte die Eisenacher zusehends in Nöte. Die schienen vom plötzlichen Lauf der Gastgeber überrascht. Auch die Auszeit, die Coach Eyjolfsson nahm, änderte daran nichts. Zur Halbzeit hatten die DHfK-Jungs aus einem Vier-Tore-Rückstand ein 16:14 gemacht.

Boese sah seinen Auftritt nach Ende der Partie bescheiden. "Ob ich nun bester Werfer war oder nicht, ist doch egal. Wichtig ist, dass ich der Mannschaft helfen konnte und meinen Teil beigetragen habe." Man habe gesehen, dass die Mannschaft auf einem guten Weg sei. "Deshalb werden wir jetzt noch härter trainieren, um zum Ligastart noch besser zu sein."

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Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind am Samstagabend mit einem 27:26 (16:14) über den ThSV Eisenach in die zweite Runde des DHB-Pokals eingezogen. Die Drittliga-Jungs von Coach Sven Strübin zeigten vor rund 500 Zuschauern gegen die höherklassigen Thüringer streckenweise mitreißenden Handball und gewannen verdient.

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Zum Start der zweiten Hälfte hatten sich die Messestädter den Schwung bewahrt. Mit Tempo und sehenswerten Kombinationen zogen sie bis auf fünf Tore davon. In der 43. Minute traf Seitle zum 21:16. Die Stimmung in der „Grubehölle" drohte fast schon überzukochen. Die zweite Pokalrunde war zum Greifen nah. Doch die Gäste bliesen zur Aufholjagd und konnten in der 51. Minute durch einen Treffer von Tomas Sklenák erstmals den Anschluss wieder herstellen - 23:22. Der Lauf der Eisenacher wurden durch die zusehends schwinden Kräfte auf Seiten des SC DHfK begünstigt. Nach rund 50 Minuten war deutlich spürbar, dass sich die Leipziger noch mitten in der Vorbereitung befinden, die Eisenacher dagegen in der kommenden Woche in die Punktspielrunde starten. "Wir trainern derzeit acht Mal pro Woche und haben das auch vor dem Pokalspiel beibehalten", so Strübin.

Es war der sprichwörtliche Wille des „David" gegen den höherklassigen „Goliath", der das Team des SC DHfK jetzt immer weiter antrieb. Denn die Schlussphase wurde erwartungsgemäß hektisch. Thomas Oehlrich kassierte zunächst zwei Minuten. Die Jungs in Grün-Weiß meisterten die Unterzahl und ließen sich auch von der Verletzung von Steve Baumgärtel nicht beeindrucken, dem bei seinem Treffer die linke Kniescheibe heraussprang. Schließlich musste knapp drei Minuten vor Schluss Eric Jacob mit Rot vom Parkett. Doch die Leipziger bissen, kämpften und hielten den Vorsprung. Als Sven Strübin 80 Sekunden vor Schluss eine Auszeit nahm, führte sein Team 27:24 und rettete sich schließlich abgekämpft aber glücklich und vor allem verdient ins Ziel.

Eisenachs Coach Adalsteinn Eyjolfsson lobte nach dem Abpfiff vor allem die Abwehrleistung der Hausherren. "Wir haben gute Chancen nicht genutzt und konnten den Gegner dann nicht mehr bremsen", sagte der Isländer. Er glaube nicht, dass Leipzig Probleme haben werde, in der 3. Liga mitzuhalten. "Uns stand eine kompakte Mannschaft gegenüber, aus der ich keinen Spieler herausheben möchte."

Die Statistik des SC DHfK:

Galia; Schulz; Dietzmann; Leuendorf (3); Streitenberger (2/1); Wolf (3/2)); Baumgärtel (1); Oehlrich (1); Binder; Schepers (3); Boese (5); Jacob (2); Wagner (3); Schlichter; Seitle (4/1).

Antje Henselin-Rudolph /Anne Sturm

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