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Defensiven prallen aufeinander: SC DHfK sichert gegen TV Großwallstadt einen Punkt

Defensiven prallen aufeinander: SC DHfK sichert gegen TV Großwallstadt einen Punkt

In der Auswärtspartie gegen den TV Großwallstadt haben die Handballer des SC DHfK Leipzig am Freitagabend einen Punkt geholt. Nachdem die Grün-Weißen 45 Minuten einem Rückstand hinterherliefen, konnte das Team kurz vor Schluss noch in Führung gehen.

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Philipp Weber - mit akrobatischen Flugeinlagen schaffte er es in Großwallstadt zu zehn Toren.

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. Ein Siebenmeterwurf nach Abpfiff sorgte jedoch für den 23:23-Endstand. 2079 Zuschauer sahen die Begegnung der 2. Handballbundesliga. Bester Schütze war Leipzigs Phillip Weber mit zehn Toren – davon drei Siebenmeter.

Die Mannschaften begannen defensiv. Gute fünf Minuten brauchte Leipzigs Philipp Weber, um den Ball zum ersten Mal am Abend ins Netz zu jagen. Lukas Binder nutzte einen Konter zum 0:2. Anschließend musste Bastian Roscheck für zwei Minuten von der Platte. Um das Spiel zu beleben, steckte DHfK-Coach Christian Prokop Rückraumspieler Marc Pechstein kurzfristig ins rote Torwart-Leibchen.

Doch Großwallstadt mit seiner 6:0-Verteidigung konnte gleichziehen. Beim 2:2 zeigte die Uhr bereits zehn Spielminuten an. Nach dem 3:3 zückte Prokop den grünen Karton, nahm eine Auszeit. Nach zwei Toren des Teams von Trainer Maik Handschke in Folge lagen die Grün-Weißen hinten und liefen von nun an hinterher. Zwar konnte Lucas Krzikalla mehrmals ausgleichen. Die stark verteidigenden Gastgeber ließen aber nicht viel zu.

Verwirrung um Siebenmeter

Zwischendurch gab es Verwirrung um einen Siebenmeter. Leipzigs Keeper Felix Storbeck hielt den Wurf, doch die Schiris pfiffen zur Wiederholung. Spatz holte den Zähler. Antonio Metzner ließ später erstmals die Eins auf der Anzeigentafel umklappen: 10:8 nach einem Freiwurf. Der DHfK agierte zu dem Zeitpunkt in Unterzahl, da Alen Milosevic bei einem Freiwurf näher als drei Meter am Werfenden stand. Auf der Fläche stand es alsbald 5:5 (nicht Tore, sondern Feldspieler) da auch Großwallstadt eine Zeitstrafe bekam.

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DHfK-Recke Thomas Oehlrich: Immer noch für Action auf der Platte gut. Einer muss ja den Altersschnitt im Team heben.

Quelle: Rainer Justen

Ein verwandelter Siebenmeter durch Weber und ein Treffer des erfahrenden Leipzigers Thomas Oehlrich in der 28. Minute führten zum 10:10-Ausgleich. Durch ein Tor von Antonio Metzner kamen die Hausherren aus der Nähe von Aschaffenburg erneut in Führung. Spatz traf noch…zu spät aber, die Unparteiischen hatten bereits zur Pause gepfiffen. Mit 11:10 ging es in die Unterbrechung.

Kurz nach dem Wiederanpfiff war Großwallstadts Alfredo Sorrentinoerfolgreich. Da Thomas Oehlrich zwei Minuten Auszeit verordnet bekam, jagten die Grün-Weißen dem Rückstand in Unterzahl hinterher. Nach einem Torversuch von Jannik Kohlbacher entschieden die Schiedsrichter auf Siebenmeter: Spatz netzte zum 13:10 ein. Erst Lukas Binder konnte in der 39. Minute für den 14:13-Anschlusstreffer sorgen. Die Ein-Tor-Führung sollte auch in den kommenden Spielminuten Bestand haben: Kaum legte die Handschke-Sieben vor, setzte Leipzig nach.

DHfK zeigt Schwächen

Die Gäste mussten zur Mitte der zweiten Halbzeit eine Schwächephase überwinden. Offensiv ging nicht viel, im Gegenzug traf Großwallstadt und es stand zwischenzeitlich 19:16. Krzikalla und Weber brachten die Sachsen wieder in Schlagdistanz zu den Unterfranken. Nach dem 20:18 nahm Coach Prokop – der Handschke vor Jahren in Essen auf dem Übungsleiterposten nachfolgte –  seine letzte Auszeit.

Maximilian Janke nahm sich des Trainers Worte zu Herzen und traf zum 20:19 (52. Minute). Nachdem sich Antonio Metzner auf der Platte krümmte, verwandelte Spatz erneut einen Siebenmeter. Im Gegenzug war es Alen Milosevic, der den DHfK keine fünf Minuten vor Schluss auf Schlagdistanz hielt. In der 58. Minute trat Michael Spatz zum sechsten Siebenmeter an, traf aber nur den Pfosten. Doch dann warf Krzikalla sein fünftes Tor zum 22:22. Und Phillip Weber jagte das zehnte Mal den Ball in die Maschen. Leipzig lag wieder vorn! 33 Sekunden waren noch zu spielen – Großwallstadt nahm eine Auszeit. Einen Wurf von Metzner konnte Henrik Ruud Tovas halten. Doch die Unparteiischen entschieden auf Siebenmeter. Pomeranz traf: 23:23. Leipzig nahm einen Punkt mit nach Hause.

Hat der DHfK nun einen Punkt gewonnen, oder einen liegen lassen? „Von beidem was“, findet Karsten Günther, seines Zeichens Handball-Geschäftsführer beim SC DHfK. „Wir haben im Angriff nicht so gut gespielt.“ Die starke Defensive der Heimmannschaft hat seinem Team gut zugesetzt. „Aber wir haben nie aufgegeben, trotz, dass wir so lang hinten lagen. Die Moral ist die richtige.“

In der kommenden Woche steht dem SC DHfK dann das Topspiel der zweiten Handballbundesliga ins Haus. Mit den Wölfen aus Rimpar kommt einer der der direkten Verfolger in die Arena Leipzig. Da die Wölfe aus Rimpar gegen Bittenfeld 22:26 verloren haben, rutschten sie am Freitag in der Tabelle ab. Dennoch: „Das ist eine Spitzenmannschaft. Rimpar hat sich nicht umsonst in dieser Saison so weit oben in der Tabelle festgesetzt“, so Günther. „Ich freu mich schon total auf das Spiel nächste Woche.“ Im Hinspiel mussten die Unterfranken noch eine empfindliche 23:34-Niederlage gegen die Mannen von Christian Prokop hinnehmen. Angepfiffen wird das Sonntagsspiel am 26. April um 17 Uhr.

Johannes Angermann

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