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Der Käpt’n ist zurück: SC DHfK Leipzig fertigt mit Thomas Oehlrich den TuSEM Essen ab

Der Käpt’n ist zurück: SC DHfK Leipzig fertigt mit Thomas Oehlrich den TuSEM Essen ab

Leipzig: Der SC DHfK Leipzig macht in der Tabelle einen Sprung nach vorn. In der zweiten Handball-Bundesliga gewannen die Grün-Weißen gegen Tusem Essen klar mit 27:19 (14:9).

Es war das Comeback des Jahres am Sonnabend in der Arena: Thomas Oehlrich steht nach einem halben Jahr wieder auf dem Parkett. Der DHfK-Kapitän gab sofort wieder den Ton in der Mannschaft an.

Trainer Christian Prokop ließ den Kreisspieler in der ersten Hälfte nur in der Abwehr spielen, im zweiten Abschnitt auch im Angriff. Die Zuschauer mussten genau 45 Minuten und 12 Sekunden warten, bis sie laut und langgezogen den Namen des Torschützen „Oheeeeeelrich“ rufen durften.

 

Dass der 29-Jährige überhaupt wieder spielt, grenzt schon fast an ein Wunder. Rückblick in den vergangenen April: Der SC DHfK steckte damals mitten im Abstiegskampf. Beim Auswärtsspiel in Friesenheim verletzte sich Oehlrich ohne gegnerische Einwirkung. Über das Ausmaß der Blessur machte der Verein stets nur spärliche Angaben, auch um seine Gegner im Ungewissen zu lassen.

 

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Leipzig: Der SC DHfK Leipzig macht in der Tabelle einen Sprung nach vorn. In der zweiten Handball-Bundesliga gewannen die Grün-Weißen gegen Tusem Essen klar mit 27:19 (14:9). Es war das Comeback des Jahres am Sonnabend in der Arena: Thomas Oehlrich steht nach einem halben Jahr wieder auf dem Parkett. Der DHfK-Kapitän gab sofort wieder den Ton in der Mannschaft an.

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Jetzt verriet Mannschaftsarzt René Toussaint: „Es war ein Muskelabriss im Ober- und im Unterschenkel. Da haben irre Kräfte gewirkt.“ Oehlrich gab in der entscheidenden Phase nicht auf, auch um das Projekt Leipziger Männer-Handball in der Bundesliga zu retten und bestritt noch die anschließenden Partien. Erst nach dem Sieg gegen Hildesheim und dem gesicherten Klassenerhalt einen Monat nach der Verletzung wechselte er vom Spiel- in den Rehamodus.

In der Schlussphase gegen Essen erhielt Oehlrich einen Ellenbogenschlag an den Hals und musste nach dem Abpfiff sofort in der Kabine behandelt werden und konnte deshalb auch nicht auf der Pressekonferenz seine Rückkehr kommentieren. Dafür lobte in sein Trainer. „Oehle hat uns Staibilität gegeben“, sagte Prokop. Die intensive Verteidgung sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen und das schnelle Umkehrspiel. „Sieben Kontertore in der ersten Halbzeit, das war phantatstisch“, meinte der Trainer.

 

Auch mit Oehlrich musste der DHfK-Trainer umstellen. Alexander Feld und Philipp Weber fehlten angeschlagen. Dafür erhielten Matthias Gerlich von Beginn und später auch Philipp Seitle eine Chance. Beide Spieler saßen zuletzt meist auf der Bank oder standen gar nicht im Kader. Gerlich überzeugte in der Verteidigung, leistete sich aber zu viele Fehlwürfe. Seitle führte klug Regie.

 

Die Leipziger hätten schon in der ersten Hälfte die Partie für sich entscheiden können. Einzig die nachlässige Chancenverwertung erlaubte nur einen Fünf-Tore-Vorsprung zur Halbzeit. Essen, Europapokalsieger von 2005, fiel im Angriff erschreckend wenig ein. In 50 Minuten erzielte der Tusem gerade 13 Tore. Einzig Torhüter Sebastian Bliss verhinderte ein Auswärtsdebakel. Allerdings musste Essen schon nach 20 Minuten auf seinen Rückraumspieler Niclas Pieczkowski verzichten, der sich verletzt hatte. „Der Ausfall war für uns nicht mehr zu kompensieren“, erklärte Tusem-Coach Mark Dragunski. Trotz der Niederlage bleibt Essen zwar vor Leipzig in der Tabelle, hat bei einem mehr bestrittenen Spiel aber auch schon einen Minuspunkt mehr.

 

SC DHfK: Tovas, Pulay – Emanuel 1, Streitenberger, Krzikalla 2, Oehlrich 2, Binder 6, Jonsson 2, Gerlich 4, Boese 2, Seitle, Prokopec 7/5, Milosevic 1, Göde

 

Tusem Essen: Bliß, Vulkas – Keller, Leenders 1, Pöter 3, Pieczkowski 3, Seidel 4/2, Hornyak 6/5, Pinto 1, Ridder 1, Tovornik, Kropp 1

 

Siebenmeter: SC DHfK: 5/5 , Tusem 9/7

 

Zeitstrafen: SC DHfK: 6 , Tusem: 3

Matthias Roth

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