Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Ein 17-Jähriger kauft Empor den Schneid ab: SC DHfK Leipzig gewinnt Ostduell gegen Rostock

Ein 17-Jähriger kauft Empor den Schneid ab: SC DHfK Leipzig gewinnt Ostduell gegen Rostock

Der SC DHfK Leipzig hat die Tabellenführung in der 2. Handball-Bundesliga verteidigt. Am Sonnabend gewannen die Grün-Weißen das Ostduell gegen den HC Empor Rostock mit 31:24 (14:9) vor 2191 Zuschauern.

Voriger Artikel
Zähe Verteidigung lässt Leipziger scheitern - Saarlouis stoppt Siegesserie des SC DHfK
Nächster Artikel
Philipp Weber erwischt Sahnetag und schießt SC DHfK zum Sieg gegen Nordhorn-Lingen

Young Gun: Der 17-jährige Franz Semper des SC DHfK agierte unter den "Großen" ganz schön abgezockt.

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. Der punktgleiche Konkurrent aus Rimpar gewann am Sonntag bei Neuhausen ebenfalls, weist aber das schlechtere Torverhältnis auf.

Rostock war mit breiter Brust angereist. Mit dem neuen Trainer Aaron Ziercke haben die Ostseestädter zuletzt zurück zu alter Stärke gefunden und in der Vorwoche dem TV Bittenfeld sogar einen Punkt abgerungen. Davon war gegen die Leipziger allerdings wenig zu sehen. Im Angriff leisteten sich die Gäste vor allem im ersten Durchgang jede Menge technische Fehler oder scheiterten am DHfK-Keeper und Ex-Rostocker Felix Storbeck. "Felix war heute überragend und gegen seinen alten Verein natürlich besonders motiviert", sagte DHfK-Coach Christian Prokop. Es lag aber nicht nur am Torhüter, auch die Abwehr davor arbeitete wie gewohnt agressiv. Zwischen der 12. und 25. Minute gelang Empor nicht ein Treffer. "Das war heute der Schlüssel zum Erfolg", so Prokop.

Sein Kollege Ziercke musste allerdings auch auf seinen Spielmacher Roman Becvar, der sich die Mittelhand gebrochen hat, verzichten. Zudem kassierte Abwehrchef Maic Sadewasser schon nach elf Minuten die zweite Zeitstrafe und musste in der 41. Minute nach den dritten Zweiminuten vom Parkett. "Das war unser Ziel, wir wollten so früh wie möglich seine rote Karte erreichen", gab Youngster Franz Semper schon ganz abgezockt zu.

Prokop griff gegen Rostock in die Trickkiste. Auf Linksaußen ließ er diesmal nicht Uli Streitenberger sondern Bastian Roschek von Beginn an spielen. Der Kreisläufer musste den verletzten Lukas Binder, der erst gegen Nordhorn wieder fit ist, ersetzen und überzeugte.

Youngster Semper kann überzeugen

Für die Glanzlichter im Angriff sorgte allerdings Semper. Der jüngste Spieler im Team (wurde im Juli gerade 17 Jahre alt) spielte völlig unbeeindruckt gegen die Defensiv-Haudegen von der Küste auf. In der ersten Halbzeit warf er vier Bälle in die gegnerischen Maschen. Allerdings mussten Semper auch lernen: Ein Welpenschutz gilt für ihn nicht. Die HC-Abwehr langte ordentlich gegen das Talent zu und Semper fand sich gleich mehrfach auf dem Boden wieder. "Das war heute schon etwas härter als sonst", sagte Semper. Unheimlich ist ihm seine steile Karriere nicht. "Ist doch super, dass es so gut läuft", meinte er.

Was Prokop schon nach dem Pokalspiel gegen TV Hüttenberg anmahnte, galt auch gegen Rostock: Seine Männer vergaben in der Offensive zu viele Chancen. Beim zuletzt stets überragenden Philipp Weber lief nur wenig zusammen, auch Marc Pechstein und Max Emanuel entwickelten im Rückraum zu wenig Druck. "Wir lassen da noch zuviel liegen", fand der Leipziger Coach, der mit seinem Gegenüber Ziercke einst gemeinsam bei Minden spielte. Die Entscheidung brachte ein Zwischenspurt in der 51. Minute: Der SC DHfK erzielte drei Treffer in einer Minute und zog auf 26:18 davon. In dieser Phase trumpfte Ulrich Streitenberger mit seinen insgesamt vier Toren groß auf und bekam dafür "Uli-, Uli-Rufe" von den Fans.

Am Ende bleiben zwei wichtige Punkte im Aufstiegskampf und die Gewissheit, dass sich die Leipziger in der übernächsten Woche beim Spitzenspiel in Nordhorn beim Torabschluss steigern müssen.

SC DHfK:

 Storbeck, Tovas - Emanuel, Streitenberger 4, Krzikalla 5, Pöter 4/2, Oehlrich, Greß, Boese, Roscheck 3, Weber 3/1, Milosevic 6, Pechstein, Semper 6

HC Empor:

 Porath, Malitz - Hövels 1, Dethloff 2, Mladenovic 2, Barten, Gruszka 6/2, Flödl 3, Sadewasser, Papadopoulos 7/4, Zboril, Hruscak 2, Zemlin 1

Zuschauer:

 2191

Siebenmeter:

 SC DHfK4/3, HC Empor 7/6

Zeitstrafen:

 SC DHfK keine, HC Empor 4

Schiedsrichter:

 Jan Lier/Manuel Lier (Stuttgart)

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte