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Ein Tag lang Tabellenführer – SC DHfK Leipzig holt in Dormagen siebten Sieg in Serie

Ein Tag lang Tabellenführer – SC DHfK Leipzig holt in Dormagen siebten Sieg in Serie

Nach einem packenden Handball-Krimi hat der SC DHfK Leipzig am Samstagabend vorübergehend die Tabellenspitze der 2. Bundesliga übernommen. Beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen gewannen die Messestädter mit 35:28 (21:13).

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Überragender Akteur beim 35:28 des SC DHfK Leipzig in Dormagen war Philipp Weber (Archivfoto).

Quelle: Christian Modla

Dormagen. Es war bereits der siebte Sieg in Serie für das Team von Trainer Christian Prokop, der zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten seiner Mannschaft sah. Am Sonntagabend wurden die Leipziger jedoch von den DJK Rimpar Wölfen wieder auf Platz zwei verdängt. Sie gewannen mit 19:18 (11:9) bei Eintracht Hildesheim und eroberten aufgrund der um vier Treffern bessern Tordifferenz die Tabellenspitze zurück.

"Es war eine überragende Leistung in der ersten Hälfte, aber in der zweiten Halbzeit mussten wir wieder eine mentale Prüfung bestehen", sagte DHfK-Coach Prokop nach der Partie gegenüber LVZ-Online. Als überragenden Akteur hob Prokop vor allem Philipp Weber heraus. Elfmal konnte sich der 22-Jährige für den SC DHfK in die Torschützenliste eintragen und verwandelte dabei drei Siebenmeter. "Er ist treffsicher und übernimmt auch Verantwortung", lobte der Trainer. Gewaltigen Anteil am Sieg hatte auch Lucas Krzikalla, der sieben Mal für die Gäste erfolgreich war.

DHfK erst bärenstark - dann zehn Minuten ohne Tor

Die Leipziger mussten vor 1016 Zuschauern im Dormagener Bayer-Sportcenter den verletzungsbedingten Ausfall von Lukas Binder kompensieren. Doch auch mit Routinier Ulli Streitenberger im Angriff wurden sie ihrer Favoritenrolle von Anfang an gerecht. Schon nach zehn Minuten hatten sich die Gäste eine 6:3-Führung erarbeitet und bauten diese kontinuierlich aus. Beim Stand von 16:8 (23.) sah es so aus, als ob der SC DHfK nichts mehr anbrennen lassen würde. Die Leipziger dominierten nach Plan. "Aus 30 Angriffen 21 Tore zu machen, ist schon überragend", lobte Prokop das variable Offensivspiel seiner Mannschaft in der ersten Hälfte.

Doch nach dem zwischenzeitlichen 25:16 (37.) war das Tor plötzlich wie zugenagelt. Ganze zehn Minuten gelang kein Treffer mehr. Die Gastgeber kamen bis auf 22:25 (47.) heran. "Das war eine Kopfsache, aber der Dormagener Torhüter hielt nun auch deutlich stärker", suchte Prokop nach einer Erklärung für die plötzliche Ladehemmung. Erst Sebastian Greß brach den Bann für den SC DHfK. Sein Treffer läutete eine hart umkämpfte Schlussphase ein, in der die Leipziger weiter zittern mussten.

Rote Karte für Pöter

In der 56. Minute sah Philipp Pöter nach einem aggressivem Foul die rote Karte. "Völlig vertretbar", bekannte Prokop und sprach von einer "unnötigen Aktion" seines Rückraumspielers. Den bereits sicher geglaubten Sieg ließ sich sein Team trotz Unterzahl aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Nachdem Dormagen beim zwischenzeitlichen 28:31 noch eine Chance witterte, machten Weber, Krzikalla und Thomas Oehlich mit ihren Toren den Sack zu.

Dormagen:

Bartmann, Jäger - Bettin (5), Genz (9/1), Plaz (1), Simon (1), Rudloff, Doetsch (8/4), Kübler (2), Backes, Strosack, Hüter, Marquardt (2).

Leipzig:

Tovas, Storbeck - Semper (3), Emanuel (2), Streitenberger (1), Krzikalla (7), Pöter (2/1), Oehlrich (1), Greß (3), Boese, Roscheck (3), Weber (11/4), Milosevic (1), Pechstein (1).

Zuschauer:

1016

Zeitstrafen:

beide je 5

Siebenmeter:

Dormagen 5/6, DHfK 5/8

Robert Nößler

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