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Einbruch in zweiter Halbzeit: SC DHfK Leipzig verliert nach deutlicher Führung in Eisenach

Einbruch in zweiter Halbzeit: SC DHfK Leipzig verliert nach deutlicher Führung in Eisenach

Unterschiedlicher können zwei Halbzeiten kaum sein. Der SC DHfK Leipzig hat am Samstagabend das Spitzenspiel beim ThSV Eisenach mit 23:27 (15:12) verloren. Nach überragender erster Hälfte haben die Gäste in den zweiten 30 Minuten den Spielfaden verloren.

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Lukas Binder.

Quelle: Christian Modla

Eisenach. Die Thüringer klettern damit erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz. Leipzig liegt mit sechs Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger aber weiter an der Tabellenspitze.

"Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Karsten Günther, Geschäftsfüher der DHfK-Handballer nach der Niederlage. Seine Mannschaft habe gegen die beste Mannschaft der Liga verloren, auch wenn sich das im Tabellenstand des ThSV nicht zeige.

Das Spiel elektrisierte die Eisenacher schon seit Tagen. Mit mehr als 3000 eng an eng stehenden und sitzenden Zuschauern war die Werner-Aßmann-Halle ausverkauft. Gejubelt haben aber zunächst vor allem die Gästeanhänger. Rund 150 Schlachtenbummler machten sich an diesem Osterwochenende auf den Weg unter die Wartburg und pflegten auch in fremder Halle ein Ritual aus der heimischen Arena: Sie standen bis zum ersten Treffer ihres Teams. Genau 4 Minuten und 53 Sekunden mussten die Grün-Weißen warten, dann erzielte Philipp Pöter den Auftakttreffer. "Das war ein Wahnsinns-Support von unseren Fans", so Günther. In der Halle sei es sehr emotional, aber immer sportlich fair zugegangen.

Der SC DHfK, der auf den grippekranken Franz Semper verzichten musste, agierte in der Abwehr konzentriert und ließ sich von der Zuschauerkulisse nicht beeindrucken. Mit einem Zwischenspurt zogen die Sachsen in der 14. Minute durch Philipp Weber auf 7:3 davon. Eisenach kam in der ersten Hälfte nicht richtig in Fahrt und musste teilweise einem Fünf-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Nur der Lette Aivis Jurdzs überzeugte mit sechs Toren in 30 Minuten. Bjarki Elisson, bester ThSV-Schütze in dieser Saison, blieb dagegen wie der zum HSV Hamburg wechselnde Dener Jaanimaa ohne Erfolg.

Nach der Pause drückten die Gastgeber aufs Tempo und fanden zu alter Stärke zurück. Keeper Rene Villadsen steigerte sich im Tor und nun traf Jaanimaa ebenso wie Tormaschine Elisson. Der SC DHfK leistete sich vor allem im Angriff zu viele Fehler und erzielte in den ersten knapp 18 Minuten der zweiten Halbzeit nur zwei Tore. "Gegen Villadsen haben wir kein Mittel gefunden", so Günther.

Nach einer glänzenden ersten Hälfte erinnerte die Partie nun an die Niederlage gegen Nordhorn vom vergangenen Sonntag. Eisenach verwertete die Vorlagen jetzt Tor für Tor und setzte sich von 16:17 auf 23:17 in der 47. Minute ab. Das Spiel war an dieser Stelle entschieden, auch wenn beim 23:20 noch einmal Hoffnung bei den Leipziger aufkeimte. "Wir haben uns nie aufgegeben", meinte der Geschäftsführer. Eisenach verwaltete den Vorsprung bis zum Schluss und der überragende Jurdzs besserte sein Konto auf am Ende zehn Treffer auf.

Der SC DHfK muss nun zurück in die Erfolgsspur finden. "Es gilt die Ruhe zu bewahren und den Blick nach vorn zu richten", sagte Günther. Bereits am kommenden Mittwoch (Anwurf 19.30 Uhr) ist der TV Emsdetten in der Arena zu Gast.

ThSV Eisenach:

 Villadsen 1, Gorobtschuk – Jurdzs 10, Hansen 1, Elisson 4, Sklenak 2, Wöhler, Luther, Jaanimaa 4, Forstbauer, Schliedermann, Heinemann 2/1, Koloper 3, Seifert,

SC DHfK:

 Storbeck, Tovas – Krzikalla 4, Pöter 3, Binder 2, Milosevic 4, Naumann, Emanuel 2, Oehlrich 1, Janke 2, Roscheck, Weber 5/1, Pechstein

Siebenmeter:

 Eisenach 2/1, DHfK 1/1

Zeitstrafen:

 Eisenach 6, DHfK 3

Schiedsrichter:

 Holger Fleisch/Jürgen Rieber (Nellingen/Nürtingen)

Matthias Roth

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