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Erste Heimniederlage nach mehr als zwei Jahren - SC DHfK unterliegt starken Mindenern deutlich

Erste Heimniederlage nach mehr als zwei Jahren - SC DHfK unterliegt starken Mindenern deutlich

Leipzig. Werbung für den Handball, das war die Partie des SC DHfK Leipzig gegen den TSV GWD Minden am Sonntagnachmittag. Zwar verloren die Hausherren die Begegnung in der heimischen Ernst-Grube-Halle auch in der Höhe verdient mit 31:41 (16:21).

Doch die 1559 Zuschauer hatten 60 Minuten lang eine intensive Partie mit zahlreichen sehenswerten Spielzügen, vor allem auf Seiten der Mindener, gesehen. Beste Torschützen auf Seiten der Hausherren waren Eric Jacob und Thomas Oehlrich mit je sechs Toren. Beim TSV traf Aljoscha Schmidt (13) am häufigsten.

"Es war klar, dass wir gegen eine Mannschaft wie Minden an die Grenzen gehen müssen, um eine Chance zu haben. Leider ist uns das von Anfang an nicht gelungen", sagte DHfK-Neuzugang Till Riehn nach dem Abpfiff. "Wenn wir dann zusätzlich noch permanent einem Rückstand hinterherlaufen, wird es eben sehr schwer."

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Leipzig. Werbung für den Handball, das war die Partie des SC DHfK Leipzig gegen den TSV GWD Minden am Sonntagnachmittag. Zwar verloren die Hausherren die Begegnung in der heimischen Ernst-Grube-Halle auch in der Höhe verdient mit 31:41 (16:21). Doch die 1559 Zuschauer hatten 60 Minuten lang eine intensive Partie mit zahlreichen sehenswerten Spielzügen gesehen.

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Die Anfangsphase und im Grunde auch nahezu alle anderen Phasen gehörten den Gästen. Mit ihren Toptorjägern Nenad Bilbija, Aleksandar Svitlica, Evars Kesniks, Aljoscha Schmidt und vor allem der omnipräsente Spielmacher Dalibor Doder bestimmten sie die Partie, und das auf eine beeindruckende Art und Weise.

Wie Trainer Ulf Schefvert im Vorfeld angekündigt hatte, versuchten sie sich nicht auf Zweikämpfe einzulassen. Geschickt verschoben sie in der Defensive die Positionen, gingen aggressiv zur Sache und ließen den Hausherren kaum Wurfmöglichkeiten. Die wiederum ließen auch noch mehrere der besseren sich bietenden Gelegenheiten aus. Zudem fand Keeper Michael Galia nicht in gewohnter Weise in die Partie. Bereits nach zehn Minuten machte er Platz für Oliver Krechel, der im weiteren Verlauf durchaus Akzente setzen konnte. An der Dominanz des TSV änderte das aber nichts.

"Ich denke, heute lag es an der Abwehr und am Torhüter", schätzte Krechel später durchaus selbstkritisch ein. Aber auch die Chancenverwertung habe nicht hingehauen. "Wenn wir die Fehler in allen Bereichen abgestellt hätten, wäre da vielleicht eine Chance gewesen. Aber so nicht."

Denn insgesamt fehlten den Gastgebern am Sonntag schlicht die Mittel, um vor allem den ungemein starken Rückraum der Mindener vom Torerfolg abzuhalten. Dort schien das Motto zu lauten: „Wenn gar nichts anderes geht, geht's über Bilbija." Der 2,08-Meter-Mann hämmerte seine Würfe nach Belieben über Freund und Feind in die Leipziger Maschen.

"Wir hatten am Anfang 20 sehr gute Minuten", kommentierte TSV-Coach Schefvert, der freimütig zugab, Angst vor der Begegnung mit den Leipzigern gehabt zu haben. "Ich denke, mit zehn Toren Vorsprung sollte ich zufrieden sein."

Dennoch zeigte der SC DHfK, von seinen Fans frenetisch angefeiert, Herz. Trotz Neun-Tore-Rückstands steckten sie nicht auf und nutzten eine Schwächephase des TSV kurz vor Ende der ersten Halbzeit und verkürzten auf 16:21. "Da ist unser übliches Problem zu Tage getreten: Wir sind im Angriff manchmal schlicht zu schnell", so Schefvert. "Da fällt es den Jungs zu schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren."

In der zweiten Hälfte war es dann aber wieder vorbei mit der Aufholjagd. Trotz offensiver 3-2-1-Deckung konnten die Gäste ihre Vorteile ausspielen. In der 41. Minute traf Bilbija zum 21:31. Bei einigen Würfen der Mindener blieb selbst dem erfahrenen Handball-Zuschauer der Mund offen stehen. Der Handball, den die körperlich ungemein präsenten Jungs des TSV boten, war offensiv phasenweise schlichtweg ein kleiner Zweitligatraum und beendete die mehr als zwei Jahre andauernde Siegesserie des SC DHfK in Ligaspielen auf eigenem Parkett. Selbst die gegen Ende eher schlampige Defensivarbeit der Gäste änderte daran nichts.

"Wir haben heute sehr sehr viel Lehrgeld bezahlt", resümierte DHfK-Coach Jungandreas. Minden sei individuell durchgängig besser besetzt. Das habe man vorher gewusst. "Dennoch haben wir in der Abwehr viel zu abwartend agiert, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir standen am Kreis und haben auf die Aktion der Mindener gewartet. So konnte das nichts werden."

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Hier gibt es einen Zusammenschnitt der Liveübertragung als Audio-Podcast:

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Leipzig:

Galia; Krechel; Dietzmann; Streitenberger (3/2); Baumgärtel (3); Binder; Boese (4/1); Jacob (6); Wagner (1); Riehn; Seitle (4); Telehuz (1); Müller (3); Wolf; Oehlrich (6).

Minden:

Persson; Vortmann; Andersson (3); Oevermann; Bartsch; Auerswald; Steinert (1); Südmeier; Schmidt (13/5); Svitlica (5); Doder (5); Klesniks (6); Bilbija (8); Fuchs; Helmdach.

Siebenmeter:

Leipzig 3/6; Minden 5/5.

Strafen:

Leipzig 4; Minden 8.

Antje Henselin-Rudolph

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