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Feuchte Augen beim letzten Spiel des SC DHfK Leipzig

Saisonabschluss Feuchte Augen beim letzten Spiel des SC DHfK Leipzig

Tränen in den Augen von Spielern und Fans, ein überlegener Sieg und die Meisterschale aus den Händen des Ligapräsidenten: Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich mit einem emotionalen letzten Spieltag aus dem Bundesliga-Unterhaus verabschiedet.

Der DHfK feiert den Meistertitel in Liga 2.

Quelle: dpa

Leipzig. Mit ganz vielen Emotionen und der Meisterschale in der Hand haben sich die Handballer des SC DHfK Leipzig am Sonntag aus der 2. Bundesliga verabschiedet. Auch wenn schon vor der Partie viele Spieler und Zuschauer feuchte Augen bekamen, musste auch noch einmal gespielt werden. Der bereits feststehende Absteiger TV Hüttenberg kassierte eine 20:29 (10:16)-Niederlage. Trainer Adelsteinn Eyjolfsson nahm die Pleite mit Fassung: "Heute sollte Leipzig im Vordergrund stehen. Viel Glück und bleibt gesund", gab er dem Gastgeber mit auf den Weg.

Gänsehautstimmung erlebten die 2849 Fans schon beim Einlaufen der Mannschaft. Die Halle verabschiedete sich von René Boese, Uli Streitenberger, Henrik Ruud Tovas, Marc Pechstein und Max Emanuel, die den Verein verlassen werden. Boese hatte seinen Sohn auf dem Arm, für Streitenberger kniete die Mannschaft nieder, Tovas erhielt eine La-Ola-Welle von den Kollegen. Die Fans beteiligten sich mit stehenden Ovationen für alle fünf Profis.

DHfK-Handballer verabschieden sich mit der Meisterschale und großen Gefühlen aus der zweiten Liga. Bilder: Christian Modla

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Und als sich beide Mannschaft schon auf den Anpfiff vorbereiteten, setzten die Verantwortlichen des SC DHfK noch einen Gefühlsleckerbissen drauf: Sie zogen die Trikots von Streitenberger und Boese unters Hallendach. Dort werden die Spielerhemden künftig bei jeder Heimbegegnung neben dem Jersey von Maik Wolf, das schon seit mehreren Jahren dort angebracht ist, in der "Hall of Fame" hängen. "Das ist ein unglaublicher Abschluss, vielen Dank an meine Mannschaftskollegen", sagte Streitenberger. Und Boese merkt an: "Ich hatte keine Ahnung, dass mein Trikot in die Hall of Fame kommt. Das waren heute viele emotionale Augenblicke, man soll gehen, wenn es am schönsten ist."

Auch für die Partie hatte sich Trainer Christian Prokop etwas Besonderes ausgedacht. Er ließ bis auf Emanuel seine Abgänge aufs Parkett und nahezu durchspielen. Zum Abschied gaben die Spieler noch einmal richtig Gas und zogen bis zur Halbzeit auf 16:10 davon. Wie eng die Mannschaft in diesem Jahr zusammensteht, zeigte jede gelungene Aktion. Egal, ob Treffer oder eine der zahllosen Paraden von Tovas, der extra seinen Vater nach Leipzig eingeladen hatte: Die Spieler auf der Bank sprangen stets auf und reckten die Fäuste in die Luft.

Und auch das erlebt man selten: Als Thomas Oehlrich nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung in der 56. Minute die dritte Zeitstrafe kassierte und damit die rote Karte sah, erhoben sich die Zuschauer und feierten den Kreisspieler. Abgesprochen mit Hüttenberg war dagegen die letzte Auszeit nach 58 Minuten: Die fünf Leipziger Abgänge durften sich noch einmal für 30 Sekunden vom Publikum feiern lassen. Letzter DHfK-Torschütze in der 2. Bundesliga war übrigens Pechstein.

Nach der Party auf dem Spielfeld ging es weiter mit der Feier hinter dem Parkett. Auf einer eigens aufgebauten Showbühne überreichte Ligapräsident Uwe Schwenker die Meisterschale an den Aufsteiger. Und noch eine Ehrung hatte der Kieler mit im Gepäck: Trainer und Manager der Liga haben Philipp Weber zum besten Spieler der Saison gewählt.

SC DHfK: Storbeck, Tovas - Semper 4, Streitenberger 3/1, Pöter 2, Oehlrich 6, Binder, Janke, Greß 2, Boese 5/1, Roscheck 1, Weber, Milosevic, Pechstein 6
 
(Matthias Roth)

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