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Große Handball-Party: Nationalmannschaft tankt beim All Star Game gute Laune

Große Handball-Party: Nationalmannschaft tankt beim All Star Game gute Laune

Leipzig. Sag zum Abschied ganz laut Servus, das hätte das Motto des All Star Games der DKB-Handball-Bundesliga sein können. Im Hauptspiel des Abends setzte sich am Samstagabend die Deutsche Nationalmannschaft gegen die Liga-Stars mit 38:31 (15:17) durch.

7063 Zuschauer in der ausverkauften Arena Leipzig feierten wie in den Vorjahren eine große Handball-Party. Zum "Man of the Match" wurde der 21-jährige Finn Lemke gekürt. Die abwechslungsreiche Partie war der Schlussstrich unter vier Jahre All Star Game in der Messestadt. 2015 ist die Arena zum Termin bereits mit der Hallenhockey-WM belegt. Noch ist kein neuer Austragungsort gefunden. Aber die Verantwortlichen wollen in der Region bleiben und haben offenbar ein Auge auf Riesa geworfen. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

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Leipzig. Sag zum Abschied ganz laut Servus, das hätte das Motto des All Star Games der DKB-Handball-Bundesliga sein können. Im Hauptspiel des Abends setzte sich am Samstagabend die Deutsche Nationalmannschaft gegen die Liga-Stars mit 38:31 (15:17) durch. 7063 Zuschauer in der ausverkauften Arena Leipzig feierten wie in den Vorjahren eine große Handball-Party. Zum "Man of the Match" wurde der 21-jährige Finn Lemke gekürt.

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Bundestrainer Martin Heuberger hatte die Partie im Vorfeld als ernsthaften Test eingestuft und ein Trickshot-Verbot ausgesprochen. Mit dem schweren WM-Qualifikationsduell gegen die bei der Europameisterschaft starken Polen vor der Brust wollte der Auswahl-Coach jede Möglichkeit zum Probieren und Abstimmen nutzen. Denn die dafür möglichen Termine sind dünn gesät. "Es ist sicherlich schwierig, an einem Abend wie heute das richtige Maß zu finden. Es ist und bleibt aber eine Showveranstaltung für die Fans", äußerte Michael Haaß eine gänzlich andere Meinung als sein Trainer.

Polens Trainer Michael Biegler nutzte das All Star Game ebenfalls zur Vorbereitung. Er war Gast in der Arena und schaute sich den Auftritt des DHB genau an. Vor dem Duell mit den Nachbarn ist Haaß nicht bang. "Wir dürfen uns nicht verrückt machen und sagen: Oh Gott, jetzt geht es gegen Polen", so der 30-Jährige. Er will sich zunächst auf die Bundesliga konzentrieren, wo er mit dem SC Magdeburg am kommenden MIttwoch wieder ran muss. "Das Training unter unserem neuen Coach Uwe Jungandreas ist sehr intensiv. Wir gehen sehr fit in die Rückrunde."

Die Heuberger-Sieben hatte Probleme gegen die von den Fans zusammengestellten und von Lubomir Vranjes trainierten All Stars um Welthandballer Domagoj Duvniak. Zwischenzeitlich lagen die Deutschen mit vier Toren zurück. Duvnjak selbst hatte in der 28. Minute zum 13:17 getroffen. Gegen die bunte zusammengemischte internationale Truppe kamen die Deutschen vor allem in der Abwehr nicht so zurecht wie erhofft. Zwar entschärfte Keeper Silvion Heinevetter mehrere Würfe. Doch seine Leistung allein reichte nicht, zumal die auf der anderen Seite eingesetzten Niklas Landin und Mattias Andersson dem ehemaligen Delitzscher in Nichts nachstanden.

In Hälfte zwei zeigte sich dann ein gänzlich anderes Bild. In der 44. Minute traf Dominik Klein zum 27:23. Die Arena tobte. Das Spiel wurde nun zum Selbstläufer und damit doch noch zur großen Party. Möglich, dass Heuberger das Spaß-Verbot zurückgenommen hatte. Natürlich kamen der DHB-Auswahl auch die pausenlosen Wechsel und nicht immer von Erfolg gekrönten spektakulären Wurfeinlagen auf Seiten der All Stars zu Gute.

Das Resultat war in jedem Fall erfreulich: Die Deutschen hatten ihre Lockerheit gefunden. Da durfte beim Siebenmeter durch Paul Santos dann schon mal ein kleiner Nachwuchshandballer ins Tor oder Heinevetter vorstürmen und sich gegen Mikael Appelgren in die Torschützenliste eintragen. Da tat der DHB-Coach den Fans den Gefallen und wechselte nach minutenlangen Sprechchören "Bald-Rentner" Oliver Roggisch ein. Der wurde lautstark gefeiert und durfte 13 Sekunden vor Schluss sogar zum Siebenmeter antreten, natürlich mit Erfolg. Er setzte damit den Schlusspunkt zum 38:31. Später zeigte sich der 35-Jährige sichtlich beeindruckt von der Kulisse und der offenkundigen Zuneigung der Fans zu ihm: "Bevor ich in den Ruhestand gehe, ist das umso schöner."

Nationalmannschaft:

Heinevetter (1); Lichtlein; Kneer (2); Gensheimer (6/4); Roggisch (1/1); Sellin (3); Lemke (4); Wiencek (5); Reichmann (3); Glandorf (1); Pekeler (5); Groetzki; Weinhold (1); Kneule (2); Haaß (1); Klein (3).

All Stars:

Andersson; Landin; Appelgren; Duvnjak (2); Sidurdsson (3); Mogensen (1); Svan (6); Tönnesen (2); Rnic (1); Weber (4/2); Petersson (1); Vujin (2); Knudsen; Zeitz (2); Myrhol; Jicha (1); Toft Hansen (3); Santos (2). 

Siebenmeter:

Nationalmannschaft 5/7; All Stars 2/3.

Strafen:

Nationalmannschaft 1; All Stars keine.

Gewinner des Trickwurf-Contest:

Raul Santos.

Antje Henselin-Rudolph

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