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Grün-weißer Sieg: SC DHfK Leipzig dreht Spiel gegen Essen in der Schlussviertelstunde

Grün-weißer Sieg: SC DHfK Leipzig dreht Spiel gegen Essen in der Schlussviertelstunde

Leipzig. Der SC DHfK Handball hat seine Mini-Niederlagenserie überwunden. Die Grün-Weißen setzten sich zum Jahresabschluss vor der Rekordkulisse von 3692 Zuschauern gegen TuSEM Essen mit 34:30 (15:16) durch.

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Lukas Binder beim Wurf.

Quelle: Christian Modla

Dabei zeigte der Tabellenführer einmal mehr vor allem Herz. Lange Zeit kämpften die Hausherren gegen einen Rückstand an. Erst in der Schlussviertelstunde gelang die Wende. Nach der Partie gab der Club die Vertragsverlängerung von Kapitän Lukas Binder bekannt.

"Ich denke, heute muss man meiner Mannschaft wirklich ein Kompliment machen", zeigte sich DHfK-Coach Christian Prokop zufrieden. "Was diese junge Mannschaft an Emotion, Kampfgeist und Einstellung gezeigt hat, war aller Ehren wert." Als Sieggarant wertete der Trainer aber auch das Publikum. "Das war heute schon beim Einlaufen Gänsehaut pur. Die Unterstützung während des Spiels war Wahnsinn."

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Leipzig. Der SC DHfK Handball hat seine Mini-Niederlagenserie überwunden. Die Grün-Weißen setzten sich zum Jahresabschluss vor der Rekordkulisse von 3692 Zuschauern gegen TuSEM Essen mit 34:30 (15:16) durch. Dabei zeigte der Tabellenführer einmal mehr vor allem Herz. Lange Zeit kämpften die Hausherren gegen einen Rückstand an. Erst in der Schlussviertelstunde gelang die Wende.

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Prokop musste auch im letzten Spiel des Jahres mit Philipp Weber, Bastian Roscheck und Max Emanuel auf drei Leistungsträger verzichten. Deren Fehlen merkte man dem grün-weißen Spiel sofort an. Das lag natürlich auch daran, dass sich die Gäste aus Essen gut auf den Tabellenführer vorbereitet hatten. Die Sieben von Mark Dragunski rückte in der Abwehr weit heraus, bewegte sich klug und unterband möglicherweise erfolgreiche Aktionen der Hausherren so bereits im Ansatz. Zusätzlich kämpften die Gastgeber mit deutlichen Problemen im Abschluss. Philipp Pöter in der ersten Halbzeit gleich mehrfach, Marc Pechstein und Franz Semper ebenso.

Schwierigkeiten machten sich auch in der Leipziger Defensive bemerkbar. Thomas Oehlrich und Co. bekamen nicht den Zugriff, der sie in den Vorwochen ausgezeichnet hatte. Immerhin: Felix Storbeck steigerte sich im Verlauf der ersten 30 Minuten zusehends, vereitelte mehrere gute Möglichkeiten der Essener. "Ich denke, in dieser Phase haben wir ganz ordentlich gespielt", kommentiert Gäste-Coach Mark Dragunski. "Wir haben das Spiel gemacht und vor allem gut verteidigt."

Trotz allem: Die Hausherren zeigten ihr Kämpferherz. Mehrfach lagen sie mit drei Toren zurück, kämpften sich stets wieder heran. Eine Führung gelang ihnen aber in Hälfte eins nicht. Immer, wenn sie sich wieder ins Spiel gebracht hatten, kassierten sie selbst verursachte Nackenschläge. "Wir haben da auch einfach zu viele Gegenstoß-Tore kassierte", meinte Marc Pechstein später. Immerhin: In die Kabinen ging es lediglich mit einem 15:16. Das lag auch am starken Lukas Binder, der mit der Pausensirene einen langen Pass von Storbeck fing und im Fallen direkt verwandelte.

Bessere Deckung, konsequenterer Angriff

Mit Wiederbeginn bemühten sich die Grün-Weißen vor allem in der Deckung um mehr Zugriff. Und das gelang Schritt für Schritt. Die Gastgeber rückten nun ihrerseits früher raus, unterbanden gegenerische Aktionen früh und gewannen so mehr Kontrolle. "Wir konnten den Spielfluss der Essener unterbrechen. Das hat in der ersten Halbzeit gefehlt", kommentierte Alen Milosevic, der zu denen gehörte, die die TuSEM-Sieben zu keinem Zeitpunkt im Griff hatte. Im Angriff agierten die Grün-Weißen nun überlegter. "Wir waren da dann geduldiger und konsequenter, haben nicht um jeden Preis den Abschluss gesucht", so Pechstein. Die positive Folge: In der 42. Minute traf Semper zum 23:23. Ein echter Meilenstein. Nur drei Minuten später netzte Alen Milosevic zum 27:24 ein. Die Partie stand auf dem Kopf.

Es folgten drei weitere Leipziger Tore. Bei 30:24 in der 50. Minute nahm Gäste-Coach Mark Dragunski noch einmal eine Auszeit. Seine Jungs wirkten bis dahin kopflos, hatten keine wirkliche Idee mehr, während der SC DHfK wie im Rausch agierte. Die 51. Minute brachte dann Aufregung satt: Kurz hintereinander kassierten Oehlrich und Pöter Strafzeiten von denen mindestens die gegen Pöter mehr als schmeichelhaft daherkam. Christian Prokop, an der Seitenlinie außer sich, sah zudem Gelb. Drei Gegentore kassierten die Hausherren so in Unterzahl, behielten aber drei Tore vor und gerieten auch nicht mehr in Gefahr, die Partie zu verlieren.

Positives Fazit vor der Pause

Mit fünf Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz geht der SC DHfK somit in die Länderspielpause. Zudem steht das Team bekanntlich im Viertelfinale des DHB-Pokals. "Das ist natürlich ein unglaublich positives Zwischenfazit", freute sich Prokop. "Aber es erzeugt auch eine Erwartungshaltung, der wir uns stellen müssen und werden."

Bevor es damit losgeht, haben die Spieler aber erst einmal Urlaub. "Die Pause ist sicher nicht verkehrt jetzt", meinte Marc Pechstein mit einem Lächeln. "Da haben unsere Verletzten Zeit, wieder auf die Beine zu kommen." Auch Alen Milosevic freut sich auf die freien Tage. "Ich fahre in die Schweiz, erstmal nach St. Moritz." Skifahren wird er dort aber wohl nicht. "Ich fahre total gern Ski. Aber das ist zu gefährlich. Ich denke, ich bleibe beim Schlitten."

Binder verlängert seinen Vertrag

Positive Nachrichten gab es im Übrigen auch nach dem Abpfiff noch. Wie DHfK-Handball-Geschäftsführer Karsten Günther und Lukas Binder vor Sponsoren bestätigten, ist man sich in Sachen Vertragsverlängerung einig. Der Kapitän wird seinen neuen Kontrakt im Januar unterzeichnen.

Leipzig:

Tovas; Storbeck; Naumann; Semper (6); Streitenberger; Krzikalla (4); Pöter (1); Oehlrich; Binder (8); Greß (1); Boese (6/6); Jungemann; Milosevic (6); Pechstein (2).

Essen:

Vegas; Bliß; Ellwanger (2); Hahn (1); Keller (8); Hegemann (8); Hansen; Zobel (1); Seidel (5/2); Schetters (1); Szczesny (1); Trodler (1); Mürköster (2).

Siebenmeter:

Leipzig 6/9; Essen 1/2.

Strafen:

Leipzig 3; Essen 6.

Antje Henselin-Rudolph

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