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Gummersbach ist zu stark für den SC DHfK Leipzig

Handball-Bundesliga Gummersbach ist zu stark für den SC DHfK Leipzig

Das Osternest bleibt für die Handballer des SC DHfK Leipzig in diesem Jahr leer. Am Sonntag verlor der Aufsteiger vor 4782 Zuschauern gegen den VfL Gummersbach in eigener Halle deutlich mit 21:31 (11:16).

Philipp Weber geht mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden - gegeg Gummersbach hatte der SC DHfK am Ostersonntag nicht viel zu melden.

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. Das ist Einsatz für die Mannschaft: Philipp Pöter wurde am Ostersonntag aus dem Krankenhaus entlassen und zwei Stunden später saß der verletzte Rückraumspieler bereits wieder in der Arena. Dort sah er sich den Auftritt seiner Kollegen gegen den VfL Gummersbach an und legte seinen verletzten Fuß auf einem extra bereitgestellten Stuhl ab. "Ich muss jetzt sechs Wochen eine Schiene tragen und an Krücken laufen, es geht alles noch etwas langsam", so Pöter, der in Eisenach einen Wadenbeinbruch erlitt. Neben dem 29-Jährigen hatte mit Lucas Krzikalla (Achillessehnenriss) der zweite Langzeitverletzte Platz genommen.

Philipp Pöter legt die Füße hoch

Philipp Pöter - direkt aus dem Krankenhaus in die Arena.

Quelle: Rainer Justen

Auf dem Parkett wurden die Beiden schmerzlich vermisst. Der VfL Gummersbach erwies sich nämlich wie erwartet als unangenehmer Gegner. Vor allem die körperlich robuste Spielweise der Gäste, machte dem SC DHfK zu schaffen. Zwei Spieler ragten in einer kompakten Mannschaft heraus: die Europameister Julius Kühn und Carsten Lichtlein. Der Keeper wies eine Quote gehaltener Bälle von knapp 41 Prozent auf. "Lichtlein war ein Stimmungskiller für uns", analysierte auch DHfK-Coach Christian Prokop. Kühn dagegen warf sieben Tore. "Wir hatten einen überragenden Keeper und waren im Positionsspiel abgezockter", sagte der Nationalspieler. Die Abwehr der Hausherren versuchte den Rückraumspieler zwar stets mindestens zehn Meter vom eigenen Tor fernzuhalten, völlig ausschalten konnte sie ihn nie.

Der SC DHfK tat sich in der Offensive mit der Deckung der Gummersbacher schwer. Auch hier verdiente sich Kühn Bestnoten. Bälle aus dem Leipziger Rückraum wurden einfach geblockt oder von Lichtlein entschärft. "Im Rückwärtsgang waren wir dann zu behäbig", sagte der Leipziger Trainer. Prokop versuchte alles, wechselte durch und fand doch kein Rezept gegen diesen VfL. "Wir hätten eine zweite Reihe gebraucht, die das Ding herumreißt", so der Coach.

Nach 35. Minuten lagen die Bergischen bereits mit 19:12 in Front. Es war nicht der Tag der Grün-Weißen: Selbst bei doppelter Überzahl konnten sie nicht verkürzen. Im Gegenteil: Simon Ernst baute den Vorsprung auf 21:13 für die Gummersbacher aus. "Wir waren einen Tick cleverer und erfahrener", erklärte VfL-Trainer Emir Kurtagic.

Am Ende gewannen die Gäste mit 31:21. Der SC DHfK verhinderte zumindest knapp eine neue höchste Saisonniederlage (21:32 gegen Melsungen). "Wir haben heute einen auf den Deckel bekommen. Nach solchen Niederlagen sind wir schon in der zweiten Liga gestärkt hervorgegangen", sagte DHfK-Kapitän Lukas Binder.

Statistik

SC DHfK: Vortmann, Storbeck - Semper 3, Steinert 1, Herth, Jurdzs 5, Binder 1, Roscheck 1, Weber 5/3, Zhedik, Strosack 1, Meschke 2, Milosevic 1, Sommer

VfL Gummersbach: Lichtlein, Puhle - Schroeter 1, Ernst 3, Schindler 5, Kühn 7, Persson 8/5, Pevnov 2, Zufelde 2, Jonsson, Bult, von Gruchalla 1, Becker 1, Schröder 1

Zeitstrafen: DHfK 4 Minuten, VfL 10 Minuten

Siebenmeter: DHfK 5/3, VfL 5/5

Zuschauer: 4782

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