Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben daheim auch gegen Hamm-Westfalen ungeschlagen

Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben daheim auch gegen Hamm-Westfalen ungeschlagen

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben in der heimischen Ernst-Grube-Halle eine Klasse für sich. Die Messestädter setzten sich am Sonntagnachmittag vor rund 1400 Zuschauern mit 30:26 (11:9) gegen den ASV Hamm-Westfalen durch.

Erfolgreichste Torschützen waren Steve Baumgärtel und René Boese mit je neun Treffern.

"Das war ein Start-Ziel-Sieg", freute sich DHfK-Coach Uwe Jungandreas. "Ich habe meinen Jungs gesagt, dass wir heute unsere Stärken ausspielen und an uns glauben müssen. Dann klappt es auch."

Zunächst erwischte vor allem Michael Galia einen starken Start. Der Keeper der Grün-Weißen vereitelte gleich die ersten drei Angriffe des ASV. Die Partie entwickelte sich von Beginn an zu einem intensiven Ringen. Vor allem in der Verteidigung arbeiteten beide Teams hart. Torerfolge gab es vor allem bei Kontern und aus dem Rückraum. Dort erwischte Steve Baumgärtel einen wahren "Sahnetag". In den ersten Spielen sei seine Leistung ja nur Durchschnitt gewesen, meinte der Lockenkopf. "Aber heute hat's endlich mal geklappt. Wenn die ersten Würfe sitzen, läuft's bei mir."

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hier gibt es einen Zusammenschnitt der Liveübertragung als Audio-Podcast:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellten die Westfalen auf eine offensivere Defensivvariante um, die ihrem Spiel zumindest zwischenzeitlich guttat. Nun kamen auch die Hausherren nicht mehr allzu rasch zum Torerfolg. Mehrfach vergingen vier bis fünf Minuten zwischen zwei Treffern.

Am Kreis lieferten sich Thomas Oehlrich und Björn Wiegers ein hartes Duell. "Nachdem ich beim letzten Mal zu viel Schmerzmittel abgekriegt hatte, haben wir es heute ohne versucht", meinte Kapitän "Oehle" nach dem Spiel auf den lädierten Meniskus im rechten Knie angesprochen. "Ich bin ganz gut klargekommen." Das bekam Wiegers zu spüren, der sich im Duell Mann gegen Mann sichtlich aufrieb und zunehmend frustriert wirkte.

Mit zunehmender Spielzeit häuften sich vor allem auf Seiten der Gastgeber Fehlabspiele. Hatte der SC DHfK in der 24. Minute noch 9:4 geführt, war es zur Halbzeit „nur noch" ein 11:9. Till Riehn wurde von Jungandreas nach gleich vier Pässen ins Nirwana zwischenzeitlich auf die Bank zurückbeordert, durfte zu Beginn von Hälfte zwei aber wieder ran. Er führte sich gleich mit dem Treffer zum 12:9 ein und leitete damit eine weitere ganz starke Phase der Leipziger ein. In der 36. Minute führten sie 16:10, nachdem sie mehrfach von Fehlern ihrer Gäste profitiert hatten.

"Im Grunde haben wir uns die ganze Woche über auf die Dinge vorbereitet, die dann heute überhaupt nicht geklappt haben", resümierte ASV-Kreisläufer Björn Wiegers. "Es war klar, wenn wir es über Zweikämpfe versuchen, wird es nichts. In der ersten Halbzeit hat die Kraft dafür gerade noch gereicht, in der zweiten dann nicht mehr."

Beim ASV kam vor allem Einer kaum zum Zug: Spielertrainer Maik Machulla. Der Mann mit der Nummer vier tauchte im Spielverlauf auf nahezu jeder Position auf, sichtlich bemüht, seiner Mannschaft bestmöglich zu helfen. Die erhoffte Wirkung erzielte sein Einsatz allerdings nicht. Lediglich in einer handvoll Situationen blitzte seine zweifellos vorhandene Klasse auf.

Statt seiner glänzten vor allem Andreas Simon und in Halbzeit zwei Thomas Lammers. Ihre Tore brachten die Grün-Weißen gegen Ende noch einmal ins Wanken. In der 52. Minute war ihr Vorsprung auf 24:22 zusammengeschmolzen. Doch die Gäste konnten den Angriff zum möglichen Ausgleich nicht verwerten. Stattdessen traf Seitle zum 25:22. Näher kamen die Westfalen einem Punktgewinn nicht.

Maik Machulla zeigte sich im Anschluss ungehalten über die Einstellung seiner Mannschaft. "Wenn man glaubt, zu einem Aufsteiger zu fahren und dort nur die Schuhe schnüren zu müssen, um zu gewinnen, liegt man völlig falsch", sagte der Coach. "Wir sind nicht ein Mal in Führung gegangen, ständig hinterher gelaufen. Ich bin doch sehr enttäuscht."

Leipzig:

Galia; Krechel; Riehn (2); Seitle (3); Jacob (5); Müller; Baumgärtel (9); Dietzmann; Streitenberger (1); Binder; Boese (9/2); Wolf; Oehlrich (1); Telehuz; Wagner.

Hamm-Westfalen:

Mrkva; Friedrich; Machulla (1); Schumann; Lammers (4); Paul; Polasek; Hartmann (5); Rycharski; Simon (8/3); Gudat (1); Schmetz (4/1); Hynek; Wiegers (3).

Siebenmeter:

Leipzig 2/2; Hamm 4/5.

Strafen:

Leipzig 4; Hamm 7.

Antje Henselin-Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte