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Handballer des SC DHfK machen es beim 28:26 gegen Pohlheim selbst unnötig spannend

Handballer des SC DHfK machen es beim 28:26 gegen Pohlheim selbst unnötig spannend

Leipzig.Die Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben weiter ungeschlagen. Am Sonntagabend setzten sie sich nach spannender Schlussphase 28:26 (14:10) gegen die HSG Pohlheim durch.

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Steve Baumgärtel beim Wurf

Quelle: Dietmar Möritz

650 Zuschauern sahen vor allem in der ersten Halbzeit eine überlegene Mannschaft in Grün-Weiß, die dem Gegner in der zweiten Hälfte durch Unkonzentriertheiten im Abschluss und technische Fehler unnötig Möglichkeiten ließ. Bester Werfer war Eric Jacob mit sieben Treffern.

„Ich bin sehr erleichtert, dass die zwei Punkte hier bleiben", sagte DHfK-Coach Sven Strübin. „Die vielen Strafen in der zweiten Halbzeit haben uns aus dem Konzept gebracht." Sein Gegenüber Horst-Günter Schmandt freute sich vor allem über die zweiten 30 Minuten: „Da haben wir gespielt, was wir können und dem Gegner nicht mehr viel Luft gelassen. Ich hätte deshalb gern einen Punkt mitgenommen."

Dass die Führung zur Halbzeit lediglich vier Tore betrug, war einer Schwächephase der Gastgeber gegen Ende zu „verdanken". Es haperte im Abschluss, wo sich zunehmend Unkonzentriertheiten einschlichen. Zwischenzeitlich lagen die Jungs in Grün-Weiß bereits mit sieben Toren vorn und überzeugten mit konsequentem Spiel. Die Gäste aus Pohlheim hatten durchgängig große Probleme mit der aggressiven Deckung der Leipziger. Zudem sorgte die starke Leistung von Michael Galia im Tor für spürbare Verunsicherung bei den Pohlheimern. Der Tscheche entschärfte gleich zu Beginn mehrere ihrer Versuche und ließ auch im weiteren Verlauf der ersten 30 Minuten nicht nach.

Zu Beginn der zweiten Hälfte benötigten die Strübin-Schützlinge knapp fünf Minuten um ins Spiel zu finden. In der Zwischenzeit hatten Björn Hofmann mit einem Doppelschlag auf 14:12 verkürzt. Eric Jacob sorgte mit zwei Treffern seinerseits für das 16:12 und beruhigte die Partie damit spürbar. Dennoch hatten die Leipziger jetzt mehr Probleme, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen, was auch am eingewechselten Sven Wösthoff im Tor lag. Der entschärfte deutlich mehr Bälle als sein zuvor eingesetzter Teamkollege Jan Wüst.

Insgesamt hatten die Messestädter in der zweiten Halbzeit spürbar mehr Mühe mit sich und ihrem Gegner. Ole Dietzmann und Thomas Oehlrich mussten in der 45. und 50. Minute jeweils mit roter Karte das Parkett verlassen. Der Partie fehlte es durch zahlreiche Unterbrechungen an Spielfluss. Die Intensität nahm dennoch zu. In gleichem Maße häuften sich die Fehler des SC DHfK. Nachdem sie in der 44. Minute noch mit fünf Toren in Front gelegen hatten, mussten sie in der 51. Minute den Anschlusstreffer hinnehmen. Aus dem Spiel heraus hatten die Grün-Weißen zu diesem Zeitpunkt seit acht Minuten nicht mehr getroffen. Coach Strübin reagierte mit einer Auszeit. Dennoch fiel im Anschluss der Ausgleich durch Mathias Kartak.

„Wir müssen die Fehler bei uns suchen und nicht nur bei den Schiedsrichtern", meinte Strübin, der trotzdem mit den Unparteiischen haderte und seinen Unmut während der Partie laut herausschrie. Nach dem Abpfiff klangen seine Worte milder. „Wenn die Jungs merken, dass die Schiris auf fast alles zwei Minuten geben, müssen sie weniger aggressiv zur Sache gehen."

Die Schlussminuten gestalteten sich hektisch und weitgehend ausgeglichen. Die Partie stand auf der Kippe, auch weil Ole Dietzmann 70 Sekunden vor Schluss bei 27:25 und Angriff für die Gäste eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte. Pohlheim nutzte die Chance und verkürzte auf 27:26, musste allerdings ebenfalls eine Zeitstrafe hinnehmen. Als René Wagner schließlich zum 28:26 traf und Michael Galia im Gegenzug den letzten Versuch der HSG abwehrte, war den Leipzigern der Sieg sicher.

„Wir werden von den Schiedsrichtern in dieser Liga wegen unserer körperlichen Spielweise nicht so angenommen", monierte Ulrich Streitenberger nach dem Schlusspfiff. Dass einige Leute über den dann doch knappen Ausgang des Spiels enttäuscht waren, konnte er nicht verstehen. „Die Zuschauer erwarten da zu viel. wir können nicht jeden Gegner im Vorbeigehen schlagen."

Vor dem Spiel der „Großen" hatte die Zweite des SC DHfK ihren Auftritt. Im HVS Moltenpokal ging es gegen Vertretung des ESV Pirna. Der Drei-Klassen-Unterschied zwischen beiden Teams - die Leipziger spielen in der Verbandsliga, die Pirnaer in der 3. Liga - war über weite Strecken kaum spürbar. Zwar unterlagen die Messestädter am Ende 29:31. Mit einem couragierten Auftritt sorgten sie aber für ein Achtungszeichen.

Leipzig:

Galia; Schulz; Dietzmann (4); Leuendorf; Streitenberger (5/4); Baumgärtel (3); Oehlrich (2); Binder; Witaszak (1); Schepers; Boese (3); Jacob (7); Wagner (3); Seitle.

Siebenmeter:

DHfK 4/4; Pohlheim 4/2.

Strafen:

DHfK 7; Pohlheim 1.

Antje Henselin-Rudolph

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