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Handballer des SC DHfK setzen auch gegen Baunatal ihren Siegeszug fort

Handballer des SC DHfK setzen auch gegen Baunatal ihren Siegeszug fort

Es war eine klare Angelegenheit: Der SC DHfK Leipzig setzte sich am Sonntagnachmittag vor 770 Zuschauern in der heimischen Ernst-Grube-Halle 32:26 (17:12) gegen den GSV Eintracht Baunatal durch.

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René Wagner (DHfK) kann sich am Kreis durchsetzen.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Im Duell Zweiter gegen Vierter der 3. Liga-Ost waren die Gastgeber jederzeit Herren der Lage und ließen die bis dato recht souverän aufgetretenen Gäste zwischenzeitlich ziemlich alt aussehen.

Bester Torschütze auf Seiten der Hausherren war René Boese mit sieben Toren. Beim GSV traf Jan Pollmer (6) am häufigsten. Mit dem Sieg setzten sich die Messestädter weiter vom Drittplatzierten ESV Lok Pirna ab, der seine Partie gegen Gensungen/Felsberg am Samstag 27:29 verlor.

„Wir haben 45 Minuten lang eine fast tadellose Leistung gezeigt", lobte DHfK-Coach Uwe Jungandreas nach dem Abpfiff, wollte jedoch nicht in Überschwänglichkeiten verfallen. „Ich sage bewusst fast tadellos. Wir waren etwas großzügig mit unseren Chancen."

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Leipzig. Es war eine klare Angelegenheit: Der SC DHfK Leipzig setzte sich am Sonntagnachmittag vor 770 Zuschauern in der heimischen Ernst-Grube-Halle 32:26 (17:12) gegen den GSV Eintracht Baunatal durch. Im Duell Zweiter gegen Vierter der 3. Liga-Ost waren die Gastgeber jederzeit Herren der Lage und ließen die Gäste zwischenzeitlich ziemlich alt aussehen.

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Mit dem Anpfiff war den Jungs in Grün-Weiß anzumerken, dass sie aus den vergangenen Partien gelernt hatten. Statt einem mühevollen Beginn wie noch vor einer Woche gegen Gensungen/Felsberg gaben die Messestädter sofort Vollgas und wurden dafür belohnt. Nach fünf Minuten traf René Wagner zum 3:0. Einem ungefährdeten Spielverlauf schien nichts im Weg zu stehen, zumal Michael Galia im Tor gleich zu Beginn mit mehreren Paraden glänzte und die Gäste aus Baunatal im Angriff wenig konzentriert agierten.

Doch dann war plötzlich alles anders. Beim Stand von 4:1 riss Galia den herannahenden Jan Pollmer um und kassierte dank der verschärften Regelauslegung, die den Feldspieler stärker schützen soll, in der zehnten Minute die rote Karte. Sebastian Schulz nahm seinen Platz im Tor ein und benötigte einige Augenblicke, um in der Partie anzukommen. Zudem heizte sich nun die Stimmung enorm auf. Jede Aktion des GSV wurde mit Pfiffen bedacht. Die Hausherren agierten kurzzeitig nicht mehr durchgehend konzentriert. Das nutzten die Gäste, allen voran der gefoulte Pollmer, der in der 14. Minute den 6:5-Anschlusstreffer erzielte.

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DHfK-Torwart Sebastian Schulz.

Quelle: Christian Nitsche

Dann allerdings schlug die Stunde des Sebastian Schulz, der sich in einen wahren Rausch spielte und ein ums andere Mal die Versuche der Baunataler vereitelte. Trainer Jungandreas bescheinigte ihm später eine „sehr sehr ordentliche Leistung". Damit verschaffte er seinen Mannschaftskameraden den nötigen Rückenwind. Das Spiel der Grün-Weißen kam nun immer besser ins Rollen. In der 19. Minute traf Wagner zum 10:6, in der 21. Minute machte René Boese das 12:6. Der Vorsprung pendelte sich bei fünf bis sechs Toren ein.

„Uns hat einfach der Mut gefehlt", monierte Gästetrainer Arnd Kauffeld. „Das hat mir schon etwas weh getan." Zudem sei seine Mannschaft nicht mit der offensiven Abwehr der Hausherren zurechtgekommen. „Wir waren deshalb heute schlicht nicht in der Lage zu gewinnen."

Dennoch versuchten es die Männer in rot natürlich. In der zweiten Hälfte wurde die Gangart der Gäste ruppiger. Das Team von Trainer Kauffeld konnte mit der Leipziger Spielweise immer weniger umgehen und behalf sich auf andere Art. Das Schiedsrichtergespann Tobias Fröbe und Marcus Pesth hatte nun alle Hände voll zu tun. Zwischenzeitlich standen sich nur noch drei Baunataler und vier Messestädter gegenüber. Auch Kauffeld selbst kam mit der Situation auf der Platte nicht klar und schimpfte derart ausdauernd, dass er in der 39. Minute eine gelbe Karte sah.

Die Kräfteverhältnisse blieben trotz allem konstant eindeutig. In der 45. Minute traf Ulrich Streitenberger zur umjubelten erstmaligen Zehn-Tore-Führung. Der GSV fand kein Mittel gegen die massive Defensive des SC DHfK. Überdies zeigte sich der 21-jährige Schulz im Tor unverändert stark und drückte der Begegnung zum Leidwesen der Gäste seinen Stempel auf.

Lediglich in der Schlussphase zeigten die Grün-Weißen dann doch Schwäche und ließen ihre Gegner mehrfach unbedrängt zum Abschluss kommen. Auch wenn Trainer Jungandreas auf der Bank ob dieser Unkonzentriertheiten beinahe explodierte. „Wir haben in den letzten 15 Minuten die Zügel schleifen lassen", schimpfte der Coach. „Wir waren, sicher auch durch die vielen Wechsel in dieser Phase, nicht mehr souverän genug und haben den Gegner zur Ergebniskosmetik eingeladen." Der Feierstimmung in der Halle tat das keinen Abbruch.

Leipzig:

Galia; Schulz; Dietzmann (3); Leuendorf; Streitenberger (3); Wolf (1/1); Baumgärtel (3/1); Oehlrich (3); Binder; Witaszak; Schepers (1); Boese (7); Jacob (3); Wagner (2); Seitle (6/1).

Baunatal:

Kuksa; Paar; Koch (3); Behrends (1); Gbur (4); Griesel (1); Räbiger (1); Horn; Weinrich (2); Gabriel (1); Ochmann (5); Schade (2); Pollmer (6).

Siebenmeter:

Leipzig 5/3; Baunatal 1/0.

Strafen:

Leipzig 4 + rote Karte für Galia; Baunatal 5.

Antje Henselin-Rudolph

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