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In Neuhausen musste Leipzig noch mal richtig kämpfen

DHfK ist Zweitligameister In Neuhausen musste Leipzig noch mal richtig kämpfen

In der Partie gegen den TV Neuhausen haben die Handballer des SC DHfK am Sonnabend die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga klar gemacht. Das Spiel endete mit einem knappen 23:21 (10:10) für die Leipziger.

Die Handballer des SC DHfK Leipzig kommen derzeit aus dem Feiern nicht heraus.

Quelle: Christian Modla

Leipzig/Münster. Dabei bot der Zwölftplatzierte dem Spitzenreiter tapfer die Stirn. Erst in einer spannenden Schlussphase konnten sich die Leipziger den zweiten Saisontriumph nach dem Aufstieg sichern.

Der SC DHfK hatte in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten in die Partie zu finden. In der dritten Spielminute konnten die Gastgeber aus dem Metzinger Stadtteil Neuhausen erstmals in Führung gehen. Philipp Pöter glich zwar kurz darauf durch einen Siebenmeter aus, doch die in weißen Trikots agierenden Leipziger waren zunächst zum Hinterherlaufen verdammt. „Die Jungs“, wie sich das Team von Trainer Aleksandar Stevic auch nennt, verteidigten konsequent, im Gegenzug waren die Vorstöße des DHfK nicht zwingend. Der Aufsteiger ließ den nötigen Biss vermissen. "Wir wussten, dass Neuhausen eine starke Mannschaft ist", so Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer am Abend. Und auf die durchwachsene erste Halbzeit angesprochen: "Wenn man so ein Spiel kämpferisch gewinnt, wie wir das getan haben, kann man kaum von einer Schwächephase sprechen."

Beste Möglichkeit, am Hausherren vorbei zu ziehen hatte Marc Pechstein in der 22. Minute. Nach einem Foul an Franz Semper stand Neuhausen nur in Unterzahl auf der Platte. Doch Pechstein nagelte den Ball an den Pfosten. Neuhausen konterte und kurz darauf lag der SC DHfK zwei Tore zurück.

Aber die Leipziger zogen einen Schlusssprint kurz vor der Pause auf: Lucas Krzikalla und Bastian Roscheck besorgten den Ausgleich. Neuhausen nahm eine Auszeit. Henrik Ruud Tovas hielt einen letzten Freiwurf. "Henrik Ruud Tovas hat heute hervorragend gehalten. Das muss man hervorheben", so Karsten Günther. Auf die Frage, warum Tovas jetzt zum Saisonende der Vorzug vor dem ersten Keeper Felix Storbeck eingeräumt wurde, meinte Günther: "Rudi ist ein großartiger Spieler, der immer loyal zu uns war, der gut mit Storbeck harmoniert hat. Auf die Art können wir ihm etwas zurückgeben."

Nach der Pause wie verwandelt

Nach der Pause kam der SC DHfK dann frischer und vor allem konzentrierter auf die Platte. Pöter brachte sein Team mit einem verwandelten Siebenmeter erstmals in Führung. Krzikalla sicherte den knappen Vorsprung seinerseits mit den Toren zum 10:12 und 11:13 ab. Binders Lukas legte mit dem 11:14 nach. Trainer Prokop schien in der Pause die richtige Ansprache gefunden zu haben. Doch Neuhausen ließ sich den Schneid nicht abkaufen und kämpfte sich wieder auf Schlagdistanz heran. Beim Stand von 13:15 hielt Storbeck einen Siebenmeter von Philipp Keinath (39.).

Da Leipzigs Top-Scorer Philipp Weber mit verletzter Schulter pausieren musste, verteilten sich die Tore gleichmäßig über die Leipziger: Lucas Krzikalla, Max Emanuel und Alen Milosevic wechselten sich im Minutenrhythmus ab und bauten den Vorsprung der Sachsen auf vier Tore auf. Der Neuhausener Offensive kann man keinen Vorwurf machen, aber in dieser Phase des Spiels gelang dem DHfK alles und die Defensive war kaum zu durchdringen für die Jungs von Coach Stevic. Der Trainer probierte es mit einer Auszeit und gab seinen drei Vollzeitprofis samt der bei Neuhausen im Kader stehenden Studenten Anweisungen für die finalen zehn Minuten.

Das Spiel wurde nun hitzig und weniger kontrolliert, der Leipziger Vorsprung schmolz wieder zusammen. Keeper Jan-Steffen Redwitz, der demnächst von der Ems nach Eisenach wechselt, vereitelte mit grandiosen Reflexen kurz nacheinander zwei Siebenmeterwürfe der Gäste. Beim Stand von 19:22 nahm Stevic in der 58. Minute seine letzte Auszeit. Es zündete: der 21:22 Anschlusstreffer durch den 34-jährigen Ralf Bader und noch 33 Sekunden auf der Uhr. Nun zückte auch Prokop seine grüne Karte. Es war Lukas Binder, der anschließend den Ball aus dem Rückraum in die Maschen jagte: zu seinem siebenten Tor des Tages, zum 23:21-Sieg des SC DHfK, zur Meisterschaft des Leipziger Vereins in Liga zwei.

Schon am Mittwoch müssen die Leipziger Jungs wieder ran. Ab 19.30 Uhr geht es in der Leipziger Arena gegen den ASV Hamm Westfalen – derzeit Neunter der Tabelle.

SC DHfK:

 Tovas, Storbeck, Binder 7, Krzikalla 5, Emanuel 3, Pöter 3/2, Milosevic 3, Janke 1, Roscheck, 1, Semper, Qvist, Greß, Boese, Pechstein

Johannes Angermann

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