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Keine Chance für die Gäste: SC DHfK Leipzig fertigt TVB Stuttgart ab

Heimsieg Keine Chance für die Gäste: SC DHfK Leipzig fertigt TVB Stuttgart ab

Erfolg für Leipzigs Handballer: Der SC DHfK hat den TVB Stuttgart beim ersten Heimspiel im Jahr 2016 mit 31:24 (18:9) besiegt. Vor allem in der ersten Halbzeit dominierten die Leipziger.

Der SC DHfK feiert den ersten Heimsieg des Jahres.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. 77 Tage mussten Leipzigs Handballfans auf das nächste Heimspiel des SC DHfK Leipzig warten. Am Samstagabend war es endlich soweit und die 4019 Zuschauer in der Arena Leipzig wurden nicht enttäuscht. Ihre grün-weißen Lieblinge schickten den TVB Stuttgart beim ersten Heimauftritt 2016 mit 31:24 (18:9) nach Hause. Dabei entwickelte sich vor allem die erste Hälfte zu einer einseitigen Angelegenheit, bei der die Messestädter fast schon nach Belieben dominierten. Erst in der zweiten Halbzeit nahmen die Fehler zu und die Gäste kamen besser in die Partie.

Beim ersten Heimspiel 2016 konnten sich die Handballer vom SC DHfK souverän präsentieren und Stuttgart mit 31:24 (18:9) besiegen.

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"Wir sind alle überglücklich", freute sich DHfK-Coach Christian Prokop, der nicht mit Lob sparte. "Das war heute ein riesiger Schritt auf dem Weg zum großen Ziel." Sein Gegenüber Thomas König trug dagegen sichtlich schwer an der Pleite, hätte man das Hinspiel doch 28:26 gewonnen und kam mit zwei Heimsiegen in Folge nach Leipzig. "Das Spiel war schnell entschieden. Ich bin über die Art und Weise sehr enttäuscht."

Hoher Vorsprung überraschte

Bereits zur Pause lagen die Hausherren mit neun Toren vorn. Für viele Fans, die aufgrund der bisherigen Vergleiche beider Teams eine enge Partie erwartet hatten, war das eine Überraschung. Angesichts der Verhältnisse auf der Platte war es allerdings ein logisches Ergebnis. Während sich Jens Vortmann im Leipziger Tor dem Heimpublikum zu Beginn mit drei gehaltenen Bällen in Serie vorstellte (zur Pause waren es elf Paraden), bekam sein Gegenüber Johannes Bitter kaum die Hand an den Ball. "Es hat heute wirklich Spaß gemacht", bekannte der Winter-Neuzugang vom insolventen HSV Hamburg, der im gleichen Atemzug seine Vorderleute lobte. "Ich konnte mich auf meine Abwehr verlassen." Über Bitter wollte er kein schlechtes Wort verloren sehen. "Jogi ist ein Klasse-Keeper. Man muss ehrlich sein: Seine Defensive hat ihm heute nicht geholfen."

Mit dem sicheren Rückhalt Vortmann agierten die Gastgeber frisch, schnell und konzentriert. In der Defensive rückten die Grün-Weißen früh heraus, verschoben geschickt. Die Wurfdistanz für den TVB war so stets groß. Zudem fiel den Stuttgartern offensiv herzlich wenig ein. Anspiele auf die Außen gab es selten bis gar nicht. In den ersten 19 Minuten mangelte es zudem an Werfern. Bis auf Djibril M'Bengue traf keiner der Wild Boys aus dem Spiel heraus. Beim SC DHfK hatten sich neben Philipp Weber beim Strafwurf zu diesem Zeitpunkt bereits fünf verschiedene Akteure in die Torschützenliste eingetragen.

Ein weiteres großes Plus der Hausherren: das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. Lukas Binder glänzte wie gewohnte bei Tempogegenstößen. Weber und später Philipp Pöter organisierten das Spiel klug und streuten zahlreiche tolle Pässe ein. Auf Rechtsaußen traf Neuzugang Peter Strosack mehrfach sehenswert. Der zeigte sich später vor allem vom Leipziger Publikum begeistert. "Die Stimmung war schon beim Einlaufen so laut, Wahnsinn. Das pusht einen natürlich enorm." Vor der Partie sei er durchaus unruhig gewesen. "Je näher die Partie kam, desto aufgeregt wurde ich", bekannte der 21-Jährige. "Natürlich ist es dann ein Supergefühl, wenn es so gut läuft wie heute."

Trainer Prokop freut sich

"Man sieht selten so eine perfekte erste Halbzeit", freute sich Prokop "Wir waren brandgefährlich im Tempospiel nach vorn, hatten eine bewegliche, aggressive aber faire Abwehr." Es schien, als käme der Trainer aus dem Schwärmen nicht so recht heraus. Auch seine Stimme war nach dem Abpfiff nicht so brüchig wie sonst. "Wenn man mit so einem Vorsprung in die zweite Hälfte geht, kann man auch leiser mit den Spielern ins Gespräch kommen."

Die Gäste wechselten nach 30 Minuten nicht nur die Seite, sondern auch den Keeper. Für Bitter kam Yunus Özmusul. Das änderte zunächst wenig. Der grün-weiße Vorsprung wuchs auf elf Tore. Etwa 20 Minuten vor Ultimo begannen sich dann allerdings langsam Fehler im Leipziger Spiel einzuschleichen. Das lag an der nun deutlich offensiveren Deckung der Gäste, aber auch an der Konzentration, die angesichts der deutlichen Führung offensichtlich langsam nachließ. Auch das bis dato extrem schnelle Spiel schien doch Kraft gekostet zu haben. Die technischen Fehler häuften sich. "Man kann sich nie sicher sein. Im Handball hat sich schon oft gezeigt, dass ein zeitiger großer Vorsprung nicht immer optimal ist", so Christian Prokop, der einräumte, in dieser Phase zwar keine Angst gehabt zu haben. "Ich habe aber etwas intensiver mitgefiebert." In der 47. Minute stand "nur noch" ein 24:17 zu Buche, in der 55. Minute ein 26:21. Dennoch reichte es dank der guten "Vorarbeit" und dem inzwischen ins Tor gekommenen starken Felix Storbeck natürlich zum Sieg und zwei wichtigen Punkten gegen den Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten.

Leipzig: Vortmann; Storbeck; Semper (1); Steinert (1); Jurdzs (3); Pöter (2); Binder (6); Janke; Roscheck (1); Weber (6/5); Strosack (5); Meschke (2); Milosevic (2); Herth (2); Zhedik.

Stuttgart: Özmusul; Bitter; Schimmelbauer (1); Schöbinger; Weiß (4); Friedrich (4); Kisum (5); M'Bengue (4); Coric; Baumgarten; Fotache; Spatz (4/3); Schweikardt (2); Heib; Kretschmer.

Siebenmeter: Leipzig 5/5; Stuttgart 3/3.

Strafen: Leipzig 3; Stuttgart 2.

Antje Henselin-Rudolph

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