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Kretzsches Allstars besiegen die Legenden des SC DHfK Leipzig

In der Ernst-Grube-Halle Kretzsches Allstars besiegen die Legenden des SC DHfK Leipzig

Spiel der Legenden in der Ernst-Grube-Halle: Stefan Kretzschmars Allstars haben am Freitag die Mannschaft des SC DHfK klar besiegt. Im Vordergrund stand aber der Spaß.

Spiel der Legenden am Freitagabend in der Ernst-Grube-Halle.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Anfangs war es nur eine Bierlaune. Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer, saß mit Ferry Sarközi bei einem kühlen Getränk zusammen und plauderte über alte Zeiten. Das Duo hatte die Grün-Weißen als Trainer und Mannschaftsleiter nach der Neugründung der Handballabteilung geführt. „Man müsste eigentlich…“, so gehen typische Sätze am Kneipentisch los. Günther und Sarközi machten ernst. Herausgekommen ist am Freitagabend das „Spiel der Legenden“ in der legendären Ernst-Grube-Halle. Das DHfK-Team von 2007 spielte gegen eine von Stefan Kretzschmar zusammengestellte Auswahl.

Spiel der Legenden in der Ernst-Grube-Halle: Stefan Kretzschmars Allstars haben am Freitag die Mannschaft des SC DHfK klar besiegt.

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Der ehemalige Weltstar musste zwar die verletzungsbedingte Absagen seines einstigen Weggefährten Daniel Stephan (TBV Lemgo) verkraften, stellte sich aber mit Sven Lakenmacher, Erik Göthel (beide SC Magdeburg), Jean Baruth (SC Dynamo Berlin), zahlreichen DHfK-Jungs aus der A-Jugend und ehemaligen Grün-Weißen wie René Boese und Uli Streitenberger eine schlagkräftige Truppe zusammen. Besonderer Clou: Karsten Hille vom HV Böhlen erhielt per Gewinnspiel eine Wildcard für das Kretzsche-Team.

SC DHfK fliegt zwei Japaner ein

Auf der anderen Seite trommelten Günther und Sarközi fast alle Spieler von 2007 zusammen. Bemerkenswert: Mit Masayuki Ishiguro und Ken Matsumoto machten sich auch die beiden Japaner von damals auf die Reise und verbringen nun eine Woche in Leipzig. Ishiguro arbeitet in seiner Heimatstadt Nagoya seit vier Jahren als Trainer und tauschte sich vor der Partie auch mit dem künftigen deutschen Bundestrainer Christian Prokop über Taktikfragen aus.

Aus Lettland flog der ehemalige Nationaltorhüter Helmuts Tihanovs zum SC DHfK. Der 35-Jährige ist ein Kumpel des aktuellen DHfK-Shooters Aivis Jurdzs und wohnt auch bei seinem Landsmann. Tihanovs beendete gerade seine Karriere und spielte zuletzt beim deutschen Drittligisten SG Schalksmühler-Halver.

Hinein ins Spiel: Kretzsches Team legte furios los, führte schnell 4:0. Zur Halbzeit ging es mit 17:16 für die Allstars in die Kabine, am Ende schaukelten sie das Spiel sicher mit 38:31 nach Hause. "Es war sehr anstrengend, ein toller Karriereabschluss für mich", sagte der siebenfache Torschütze Maik Wolf. Seine Leistung beeindruckte seinen direkten Gegenspieler Stefan Kretzschmar: "Er könnte auch 1. Bundesliga spielen mit seinem unglaublichen Wurfrepertoire." Karsten Günther hatte eine einfache Erklärung für die Niederlage: "Wir wollten, dass der Abend mit guter Stimmung endet, dafür war es wichtig, das Kretzsche gewinnt. Das habe ich meiner Mannschaft in der Halbzeit gesagt." Nach dem Schlusspfiff ging es für alle Beteiligten zu einem Vereinsempfang ins Marriott-Hotel.

Die Legenden von 2007 feiern am Sonnabend weiter und besuchen das Spiel des Bundesligateams gegen die Füchse Berlin (Arena, 16 Uhr). Günther rechnet mit 5000 Zuschauern und einem ausverkauften Haus.

Aggressiv und mit Freude gegen die Füchse

Auch wenn die Leipziger den achten Platz sicher haben, denkt Prokop nicht eine Sekunde an Müßiggang. In seinem letzten Spiel als DHfK-Coach fordert der Trainer gegen den Rivalen aus der Hauptstadt: „Wir wollen aggressiv und mit Freude draufgehen.“ Die Füchse können bei einer gleichzeitigen Niederlage des THW Kiel sogar noch die Champions League auf der Zielgeraden erreichen, benötigen dafür aber einen hohen Sieg. Gutes Omen für den Gastgeber: Die Leipziger Europapokalsieger von 1966 sind wie im vergangenen Jahr wieder in der Halle. Damals brachten sie Glück, der SC DHfK gewann mit 25:23.

Direkt nach dem Abpfiff steigt in der Arena eine große Saisonabschlussparty, mit Trainerverabschiedung, Freibier, Trikot-Tombola und der Band „Schlagermafia“ auf der Bühne. „Mein Innenleben ist aufgewühlt“, bekannte Prokop vor seinem Abschied. Am Sonntag feiert der SC DHfK seine Neugründung vor zehn Jahren in der Schladitzer Bucht mit einem Sommerfest. Das Bundesligateam lädt um 13 Uhr zu einer Autogrammstunde ein.

Aufstellungen

Kader SC DHfK Team 2007:

Trainer: Karsten Günther; Co-Trainer: Daniel Andrä und Ferry Sárközi

Spieler: Stephan Sáközi, Michael Galia, Helmuts Tihanovs - Ken Matsumoto 2, Danny Trodler 4, Matthias Albrecht 2, Uwe Kirchhoff 1, Frank Bönke 1, Maik Wolf 7, Vasile Sajenev 2, Matthias Strehle 1, Masayuki Ishiguro 3, Marcel Ulrich 1, Christian Hornig 2, Matthias Juknat 2, Sebastian Lorenz-Tietz 4, Stephan Fricke

Kader Team Kretzsche:

Trainer: Klaus Franke und Wieland Schmidt

Spieler: Jan Guretzky, Marian Voigt, Gabor Pulay - Sven Lakenmacher 1, Timo Löser 2, Ulrich Streitenberger 6, Oskar Emanuel 1, Marvin Jürgens 1, Thomas Oehlrich 5, Erik Göthel 7, Karsten Hille 1, René Boese 5, Jean Baruth 1, Tom Schulz, Marc Esche 2, Stefan Kretzschmar 6

Zuschauer: 516

Matthias Roth

Ernst-Grube-Halle Leipzig 51.339278 12.350639
Ernst-Grube-Halle Leipzig
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