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Letzte Aktion im DHfK-Trikot: Philipp Weber schenkt Leipzig einen Sieg

Handball-Bundesliga Letzte Aktion im DHfK-Trikot: Philipp Weber schenkt Leipzig einen Sieg

Was für eine Dramatik und was für ein Abschied: Mit einem Strafwurf in der letzten Sekunde sicherte Philipp Weber am Sonntag dem SC DHfK Leipzig den Sieg bei seinem neuen Verein HSG Wetzlar.

Philipp Weber schenkt dem SC DHfK einen Sieg zum Abschied.

Quelle: dpa

Wetzlar. Die Saison endete am Sonntag für die Handballer des SC DHfK Leipzig wie sie begonnen hat: mit einer Überraschung. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Christian Prokop gewann am Sonntag vor 4421 Zuschauern bei der HSG Wetzlar mit 30:29 (15:13).

Die meisten Blicke in der Halle richteten sich auf Philipp Weber. Der Rückraumspieler trug zum letzten Mal das Trikot des SC DHfK und wechselt zur neuen Saison zur HSG Wetzlar. Und solche Geschichten schreibt nur der Sport: Mit acht Toren war Weber der entscheidende Spieler und verabschiedet sich mit einem Erfolg von seinen Kollegen aus Leipzig. Spektakulär war seine letzte Aktion. Nach dem Ausgleich der Wetzlarer unterband Florian Laudt wenige Sekunden vor dem Ende die schnelle Mitte und sah dafür die rote Karte. Die Regeln sehen zudem seit dieser Saison auch noch einen Siebenmeter vor. Diesen Strafwurf verwandelte Weber zum gefeierten 30:29. "Es war für mich völlig klar, dass ich den Ball nehme. Ich wollte bis zum Schluss alles für den SC DHfK geben. Für Wetzlar tut es mir leid, dass es nun doch nicht mit einem einstelligen Tabellenplatz geklappt hat", sagte Weber.

Damit haben die Grün-Weißen in der Abschlusstabelle 30 Punkte auf dem Konto und belegen den elften Rang. Vor der Spielzeit hätte das dem Aufsteiger niemand zugetraut. Mit den später gestrichenen Punkten aus der ersten Partie gegen den inzwischen insolventen HSV Hamburg wären es sogar noch zwei Zähler mehr gewesen.

Prokop hatte in Wetzlar reichlich Platz auf der Bank. Gerade drei Feldspieler standen dem Coach noch zum Auswechseln zu Verfügung. Mit dabei war Franz Semper. Der Rückraumspieler gewann am Vortag mit der A-Jugend in einem packenden Finale beim SC Magdeburg die deutsche Meisterschaft und fuhr keine 24 Stunden später trotzdem mit nach Hessen.

In einem knappen Spiel lagen die Gäste kurz vor der Pause erstmals beim 15:12 mit drei Toren in Front. Mit einem Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Hälfte glichen die Hausherren beim 16:16 wieder aus. Danach konnte sich zunächst kein Team mehr entscheidend absetzen. Neun Minuten vor dem Ende verschaffte sich der SC DHfK beim 25:22 wieder etwas Luft, musste aber zwölf Sekunden vor dem Ende wieder den Ausgleich hinnehmen. Dann kam der letzte Auftritt von Weber und es folgte eine ausgelassene Kabinenparty. Das Saisonende feiern die DHfK-Spieler in der kommenden Woche gleich weiter. Das Team fliegt am Montagmorgen nach Ibiza. Nach der Mannschaftsreise entlässt Prokop seine Spieler dann in den Urlaub. Mitte Juli beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Saison.

Fest stehen seit Sonnabend auch alle drei Aufsteiger. Nach Erlangen und Minden hat jetzt auch Coburg alles klar gemacht und spielt nächstes Jahr in der höchsten Klasse. Am Erfolg beteiligt waren mit Oliver Krechel, Till Riehn und Matthias Gerlich auch drei ehemalige Leipziger.

HSG Wetzlar: Wolff, Weber - Prieto 1, Lipovina 2, Rompf 2, Ferraz 4, Laudt 3, Holst 5, Hahn, Bliznac 6, Joli 4, Klesniks, Kohlbacher 1, Mirkulo

SC DHfK: Vortmann, Storbeck, Putera – Meschke 2, Steinert 2, Zhedik 7, Weber 8/1, Binder 2, Herth, Semper 3, Strosack 3, Milosevic 3

Siebenmeter: Wetzlar 8/6, Leipzig 1/1

Zeitstrafen: Wetzlar 6 Minuten, Leipzig 10 Minuten

Matthias Roth

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