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Lockere DHfK-Handballer gewinnen 33:31 gegen die deutsche B-Nationalmannschaft

Lockere DHfK-Handballer gewinnen 33:31 gegen die deutsche B-Nationalmannschaft

Erfolgserlebnis für den SC DHfK Leipzig. Die Zweitligahandballer setzten sich am Samstagabend im Vorspiel des All Star Games der DKB Handballbundesliga in der ausverkauften Arena Leipzig 33:31 (19:19) gegen die B-Nationalmannschaft durch.

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Nicht zu stoppen: Lucas Krzikalla.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Iin einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung zeigten die Grün-Weißen Spielfreude und eine seltene Lockerheit.

"Die Niederlage ist ärgerlich. Wir wollen immer gewinnen und haben nicht so viele Möglichkeiten zu testen", sagte Auswahl-Coach Markus Baur im Anschluss. Er zollte dem sächsischen Gegener Respekt. "Wenn der SC DHfK immer so spielt, weiß ich nicht, warum sie schon so viele Punkte abgegeben haben."

In der ersten Hälfte kam auf Seiten der Leipziger durchgängig die Startsechs der Mittwochspartie gegen Nordhorn ergänzt um Keeper Henrik Ruud Tovas zum Einsatz. Kapitän Thomas Oehlrich war zusätzlich zur Defensive auch im Angriff unterwegs und sorgte dort für spürbare Belebung. Und auch René Boese durfte bisweil ran. In den zweiten 30 Minuten wechselte der Coach dann mit Max Jonsson und Rico Göde Frische Akteure ein. Das Tor hütete nun Gabor Pulay.

Konzentration und Motivation für eine Partie zu finden, in der es im Grunde für einen selbst um nicht so viel geht, ist bekanntlich schwer. Die Jungs in Grün-Weiß schienen damit oder gerade deswegen keine Probleme zu haben. Während sich die Ränge der Arena langsam füllten, spielten die Lokalmatadoren befreit auf und zeigten dabei ansehnlichen Handball. Denn natürlich ist auch das Vorspiel eines All Star Games eine gute Möglichkeit, sich den anwesenden Vertretern zahlreicher Clubs zu präsentieren. Ihnen gegenüber stand eine Mannschaft, "aus der das Team für die Weltmeisterschaft 2019 wachsen soll", so der Trainer der A-Nationalmannschaft Martin Heuberger. Der Deutsche Handballbund hat sich für die Ausrichtung der Titelkämpfe beworben.

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Lieferte eine beeindruckende Partie gegen die B-Auswahl ab: Philipp Weber.

Quelle: Christian Nitsche

Einer, der diese Plattform besonders eifrig nutzte, war Philipp Weber. Bereits nach den ersten 30 Minuten hatte er fünf Tore auf dem Konto. Der 21-Jährige, dessen Vertrag beim SC DHfK am Saisonende ausläuft, agierte druckvoll, mit reichlich Spielfreude, versorgte seine Mitspieler mit sehenswerten Pässen und bereitete auf diese Weise zahlreiche weitere Treffer vor. "Weber und Max Emanuel hätten heute auch auf der anderen seite soielen können", sagte Markus Bauer, dem die Leistung des Blondschopfes nicht entgangen war. Weber selbst gab sich ahnungslos. Auf die Frage, ob er die Partie habe nutzen wollen, um sich bei Erstligisten anzubieten, meinte der Rückraumakteur: "Daran habe ich während des Spiels nicht gedacht." Ob er seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängern wird, ließ er offen. "Da müssen sie meinen Berater fragen."

Trotz seiner Bescheidenheit hatte Philipp Weber wesentlichen Anteil an einer ausgeglichenen Partie, in der sich die B-Auswahl des Deutschen Handballbundes erst in der zweiten Hälfte absetzen konnte. Doch der zwischenzeitliche Vier-Tore Vorsprung des Teams von Markus Baur schmolz zusammen. In der 29. Minute erzielte Matthias Gerlich das 32:31. Da erhoben sich die Zuschauer, die die Ränge inzwischen fast komplett füllten, von ihren Plätzen und feierten "ihre" Mannschaft, die sich nach einem abschließenden Siebenmeter durch Pavel Prokopec verdient 33:31 durchsetze.

"Es ging heute nicht ums Ergebnis, wir wollten uns gut präsentieren", resümierte DHfK-Coach Christian Prokop. "Das ist gelungen und dabei hat meine Mannschaft 45 Minuten Spaß gehabt. Schön, dass sich am Ende das Geschehen zugespitzt hat wie zuletzt in der Liga gegen Nordhorn. So konnten wir das nochmals proben und haben es dieses Mal mit mehr Konsequenz gelöst."

SC DHfK:

Tovas; Pulay; Emanuel; Krzikalla (2); Oehlrich (5); Binder (3); Jonsson; Gerlich (3);  Boese (3); Weber (7); Prokopec (7/6); Milosevic (3); Göde.

B-Nationalmannschaft:

Maier; Wolff; Sellin (7/2); Hornke (2); Drux (1); Kohlbacher (3); Schiller (1); Fontaine (1); Ernst (2); Kunkel; Wiede (4); Pevnov (2); Saul (1); Schneider (7).

Siebenmeter:

Leipzig 6/6; B-Nationalmannschaft 2/2.

Strafen:

Leipzig 5; B-Nationalmannschaft 3.

Antje Henselin-Rudolph

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