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Misslungene Premiere: SC DHfK Leipzig unterliegt in der Arena dem ThSV Eisenach

Misslungene Premiere: SC DHfK Leipzig unterliegt in der Arena dem ThSV Eisenach

Leipzig. Misslungener Saisonauftakt für den SC DHfK Leipzig: Die Handballer unterlagen am Samstagabend im ersten Spiel der neuen Zweitbundesligasaison dem ThSV Eisenach mit 24:28 (12:15).

Vor 2380 Zuschauern in der Arena Leipzig fanden die Gastgeber lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel und liefen über die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher.

"Heute haben sich Probleme fortgesetzt, die sich bereits in der Vorbereitung angedeutet haben", schätzte DHfK-Coach Uwe Jungandreas nach dem Schlusspfiff ein. Der Auftakt in der neuen Umgebung gestaltete sich tatsächlich mehr als zäh. Während sich die Gäste engagiert präsentierten, agierten die Hausherren seltsam verunsichert und sehr nervös. "Wir hatten gleich zu Beginn drei Ballgewinne und haben das dann vorn verworfen. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn die reingegangen wären", meinte Till Riehn später.

Gabor Pulay im Tor fand nicht in die Partie. Die Angriffsbemühungen der Hausherren waren vorsichtig formuliert harmlos. Es fehlte an Ideen und offensiver Durchschlagskraft. Die Verteidigung des ThSV hatte mit dem wenig aggressiven Offensivspiel des SC DHfK kaum Mühe. Bereits nach acht Minuten lagen die Grün-Weißen folgerichtig 2:6 zurück. Uwe Jungandreas reagierte mit einer Auszeit, die aber mitnichten dazu beitrug, die Kräfteverhältnisse zu verschieben. Die Gäste präsentierten sich insgesamt deutlich ausgeschlafener. Clevere Aktionen sorgten für Leipziger Strafen und damit Unterzahl. "Wir haben uns sieben Wochen hart auf diesen Tag vorbereitet", lobte der Coach der Thüringer Adalsteinn Eyolfsson. "Das haben wir gut umgesetzt."

In der 21. Minute war der Rückstand auf 6:12 angewachsen. Nun durfte Michael Galia im Tor ran. Der entschärfte zum „Einstand“ ein zwei Eisenacher Versuche. Seine Vorderleute kamen nun einen Hauch besser ins Spiel. Zur Pause leuchtete „nur“ ein 12:15 auf der Anzeigetafel. "Wir haben versucht, aus 50-prozentigen Chancen Tore zu machen statt auf den richtigen Moment zu warten", kommentierte Ulrich Streitenberger. "Da hätten wir den Kopf oben lassen müssen. So konnte das nichts werden."

Nach dem Seitenwechsel sah es dann zunächst so aus, als würden die Leipziger eine ihrer aus der Vorsaison berühmt-berüchtigen zweiten Halbzeiten beginnen wollen. Eric Jacob traf in der 36. Minute zum 15:17. Die Zuschauer waren da, die Messestädter ganz nah dran. "Da hatten wir große Probleme mit der Manndeckung", analysierte Eyolfsson diese Phase später. Doch Lukas Binder vergab im Anschluss zwei Hundertprozentige. Schließlich machte Eisenachs Nick Heinemann per Siebenmeter das 15:18. Thomas Oehlrich versiebte die nächste sehr gute Gelegenheit, wieder kam der Gegenzug, diesmal durch Girts Lilienfelds.

Und tatsächlich schien es auch in der Folge so, als sei das Gästetor vernagelt, zumindest wenn es um das Erzielen eines Anschlusstreffers ging. Beim Stand von 20:22 in der 50. Minute verdaddelten die Hausherren die Ball amateurhaft, noch ehe ein echter Angriffsspielzug entstehen konnte. Beim Stand vom 21:23 kurz darauf hämmerte René Boese den Ball von rechts Außen an den langen Pfosten. Erst Alexander Feld schaffte in der 55. Minute das fast schon Unerreichbare: das 23:24. Selbstredend folgte umgehen die Antwort der nun bei Weitem nicht mehr so souverän wirkenden Eisenacher, und zwar gleich doppelt. Nikolai Hansen traf in der 57. Minute zum 23:26. Von diesem Rückschlag erholten sich die Grün-Weißen nicht mehr.

Einer der besten Leipziger an diesem aus Heimsicht wenig schönen Abend war Neuzugang Alexander Feld. "Ich denke, die ersten 20 Minuten waren heute entscheidend", sagte er selbstkritisch. Die deutlich sichtbaren Abstimmungsprobleme innerhalb der Mannschaft, die sechs Neuzugänge einbauen muss, seien normal. "Dass da nach den paar Wochen kein blindes Verständnis herrscht ist nicht ungewöhnlich." Man habe sich am Ende minütlich gesteigert. "Das zeigt doch, dass wir es können. Das sollte optimistisch für die kommenden Spiele stimmen."

Leipzig:

Galia; Pulay; Krechel; Dietzmann (1); Emanuel; Streitenberger (3); Baumgärtel; Oehlrich (2); Binder; Boese (6/5); Jacob (5); Riehn; Prokopec (1); Feld (5); Müller; Telehuz.

Eisenach:

Musil; Gorobtschuk; Trautvetter; Sklenak (4); Wöhler; Jonsson (5); Luther; Miljak (1); Kaluzinski (1); Hansen (3); Schiffner (3); Heinemann (8/4) Lilienfelds (3); Koloper.

Siebenmeter:

Leipzig 5/5; Eisenach 4/4.

Strafen:

Leipzig 6; Eisenach 3.

Antje Henselin-Rudolph

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